Metadata : Kriegsbuch. Fünfter Band. (5)

Kummer  230

Rosenhelmer  Anzeiger

Samstag,  5.  Oktober  1918

 

  

kl#llen  1.
WNNI
Arbeiterinnen

suchl  5775
Leonhard  Hell,
Baunntersehmung,  Rosenheim
Gesucht  wird  in  eine  il
Oekonomie  ein  äülterer,  verlässiger


Diensthnecht

für  sofort.  Näh.  Exp.  8819
Elne  perfekle  7/0

Keilnerin

llch  und  sleilg.  mit  auten
s#hsene  gelchien  Allers,  Vier
rh  echnung.  für  1.  November
ichi.  haberee  bereo  Expedilion.

#ucc  fleißiges

Nüchen

fũr  K  Z  immerarbelien
und  büge'n  in  feines  Heirschafraus
  solert  oder  bis

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5.  Jitzeliberg.

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Me  äbchen

für  emisiche  Hauoarbeil
zugleich  Beblenen;

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oder  Frau,  we
und  Hauoarbeit  verrichtet;

Barscheanuständig,

  der

 

solid,

Zul  bhandelt.  Oise#en  an

L  ürzzrer
Känan
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tälig  war,  kundtg  in  Buchffterg.,
Le  ohnwesen,  Reni#lralur=  iiw,t  sucht

5.  Oktober  bei  guter  Be-  BG  oder  in  Nähe  Roienheinis

bassenden  Possen  1.  Einlritt  sofort.

srdun  gesucht.  803  Briefe  unter  1  8786  an  die  Exp.
Kräsliger  87959  ’□ky  «

Ein  mmhllchkk  Junge

Zursche  bieirkimuun

Hosmaonn,  Spenglermeister  59-Sl—


Eln  orde  tliches  ½##d##n
suchtbis  15.Okt.  Stellun  g  als

Kasshaus-Arebi

Belbe  hat  schon  mehrere  Jahre
in  dieter  Vranche  zur  Zu.
friedenheit  b  Briese
unter  E  8534  an  die  äxp

—..—

Tum  baldigen  Eintritt  8801

Zuverlässiger  Kutscher
erfahren.  Pferdepfteger

desucht.  Nu#  gut  empfohlene  Bewerber  wollen
alch  meilde

Zellstoff  u.  Paplerfabr.  Bedenfelden  b.  Raubl.

gut-,  dauernd-Steüngag


als  Schwei-  chnaar  z3½u
bis  50  Stuck  elb

 

die  Expedition.

 

  
   
      
  
    
  

und

welche  melken  kann

nill
vͤrerden  umgehen  kKann  uno  diese

—  Vab  2

 

sucht

Näherco  Expedition.

Ein  Erepzar  one  RKinder
der  Mann  militärfrei  socht

bI  1  Mob.
Dieses  jiebt  sehr  auf  Rcinlichkeil
  u  sind  gut  bemandert

Zuschriften  u.  B  8814  an

Milckversorgung  der  Stadt  Roseyh,  im.
Unm  die  Mllchversorgung  der  Stadt  r—  sicher
  zu  slellen,  wurden  im  Vollzuge  der  Min.-Bekanntmachung
  vom  26.  September  1918  über  die  Bewirtschaftung
  von  Milch,  Butter  und  Käse  (Sltaats-Anz.

NNr.  277)  nachfolgende  Anordnungen  erlassen.
be

3#c  .  Höchstpreise  für  die  5  1v  eserung  von  Verbrauchsmilch
  nach  Rosenheim.

Das  Kagl.  Bezirksamt  Rosenheim  hat  unterm  Heuligen
  die  Höchstpreise  für  1  Liter  Vollmilch  wie  folgt,
sengehrun

.  Bei  Abgabe  im  Anwesen  des  Erzeugers  28  Pfg.

Dieser  Preis  erhöht  sich  bei  Abgabe  im

n-pp  des  Erzeugers  um  0,5  Pfg.  auf  28,5  fg.
bei  Lieferung  an  eine  Moll,  erei  od

0  ebel  kslera  29,5  Pfg.
Dieser  Preis  erhöht  sich  bei  Lieferung

im  Geschirr  des  Erzeugers  um  0,5  Pfg.  auf  30  Pig.

Bei  Lieferung  frei  Bahnhof,  Muünchen,
Rosenheim,  Berchtesgaden  und  dgl.  darf
ein  Zuschlag  von  höchstens  4  Pfg.  zu  den
Preisen  unter  Zisfer  2  gefordert  und  bezahlt
Verde  u  und  beträgt  der  Preis  somit  29,5
und  4  Psg.

Bei  Lieserung  im  eigenen  Geschirr  des
Erzeugers  30  und  4  Pfg.

33,5  Pfg.

schaffenheit  der  Milch.  Für  Lieferungen,  die
schuldhafter  Weise  unter  der  Pflichtlieserung  bleiben
oder  nicht  ordnungsgemäß  beschaffsen  sind,  wird  auf
Antrag  des  empfangenden  Kommunalverbandes  eine
Minderung  des  Preises  festgeseht.

Vorstehende  —chimreise  treten  sofort  in  Kraft.

Söchstpreis  sanr  rne  milh  in  der
ladt  Rosenheim.
Ansch!  iehend  an  die  vorstehend  bekanntgegebenen
Höchstpreise  des  kgl.  Bezirksamts  Rosenheim  erläßt  der
Stodtmagistrat  Rosenheim  für  den  Bezirk  der  Stadt

gende  Anordnungen:

Bei  Abgabe  von  Me  an  die  Verbraucher
wird  als  Höchstpreis  sestgesetzt
a)  Bei  Abholung  der  Milch  in  der  Verkaufsstelle  oder
auf]  der  Straße
für  1  Liter  36  Pfg.,
sut  12  Liter  18  Pig.,
für  11  Liter  9  Pig.
b)  bei  Zuflellung  in  die  Wohnung  des  Verbrauchers
für  1  Liter  38  Pfg.
für  1:  Liter  19  Plg.,
für  11  Liter  10  Pfg.
Jc)  wird  die  Milch  in  Mengen  von  mindestens  20  Liter
im  Tag  an  öffentliche  Wohlfahrtseinrichtungen,  Pen-Heonate,
  Lazarette,  Krankenhäuser  und  ähnliche  An- 



ten  sowie  an  Truppenlüchen  zugestellt,  so  gilt  hie20

el  ein  Höchstpreis  von  36  Pfg.  für  den  Liter.

Die  festgesetzten  Höchstoreise  dürsen  nicht  überschritten
  werden.  Sie  sind  Höchstpreise  im  Sinne  des  Gesezes
  betreffend  die  Höchsipreise  vom  4.  August  1914
in  der  Fassung  der  Belanntmachung  vom  17.  Dezember

9ld  in  Verbindung  mit  den  Bekanntmachungen  vom

 

 

 

 
        
     

8323

Arbeiter  und
Arbtiterinnen

für  dauern  de  beschälilgung  gesucht;
sur  Unterkommen  wlr  gesorgt.

holzwerke  Stein  vei  rrsunsteis- 



 

 

10  Jannar  1915,  23.  September  1915,  23.  März  1916
und  22.  März  917.
J.

8

Zuwiderhandlungen  gegen  vorslehende  Aordnun.
gen  werden  mit  Gefängnis  bis  zu  einem  Jahr  und  mit
Geldstrase  bis  zu  10  000  Mark  oder  mit  einer  dieser
Strafen  geahndet.

Milchgeschäfte,  deren  Inhaber,  Betriebsleiter  oder
Angeitellte  sich  in  der  Befolgung  vorstehender  Anord-5nungen
  unzulässig  erweisen,  können  durch  Verfügung  des
Stadtmagistrats  Nosenheim  geschlossen  werden.

Gegenwärtige  Anordnungen  treten  sofort  in  Wicrksamkeit.


Rosinheim,  d.  3.  Olt  1918.

 

Sta#dtmagistrat.

Rosenheim  nach  Anhrung  der  Preisprüfungsstelle  nol.

 

 

Gefligel.  und
Vogelzucht-Verein

GSonntag,  den  6.  Oklober  1018
nachmilftags  4  Uhr  801

Wanber-Versanmlaag

b.  Milglied  J.  Gerbl.  z.  Sahburger
s.

Ho

Kaninchenzucht  Verein,

mmommm  Bios-i#mm
Sonnkog,  den  6.  lliober  191.

Versemmlung

Tag  adnung  u.  a.
Bchandlung  der  Felle

Die  Vorstandschakt.

 

34  *
Diese  Preise  gelten  nur  bei  Lieserung  angemes.  80
sener  Mengen  und  bei  ordnungsgemäßer  Be.

1

und  Kreisausellung.
Der  Lorstand.

Damen--*

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Cammipantel
berceile  neu.  kewert  zu  verkausen.
  Näh.  89)0

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Neittde

sowic  eine  gretc.  b%  äürr  erue  gidg
bettait  zu  verkar  c

Wiss-s  -·Pegkscilt

mit  prima  Kiede:  sbereisung
billig  zu  verkannen.  1
Hutier,  Or  ligg  E—

2

 

 

 

 

Nund

millelgren.
zugelaufen.
ftee:  Färberi=  aße  33

lauhhagrig,  ichwa;
dW

 

und  Kürche,  elekir.  Licht,  an
einzelne  Frau  per  soforl  oder
15.  Oklober  zu  vermicten.  Preis

Nark.  en  unt.  N.  8768
an  die  Ervedltenr

bagerraum

inmitten  der  Stadt  mit  beduemer
  Zufahr:,  (elaktr.
Lich)  solort  zu  vermicten.
8283  Heilllggeistetr.  12  0.

Iner

und  aů  de  wey  Iun  sofert  besuchte

 

 
    

Näh
Linicch  nöbl

 

Stellv.  Beneralkommando  I  boyr  A#  .

Au  zeige.

Am  1.  1  1°9  tritt  rine  Unar#tnanz  betrefferd  die
pe#chälimaun#  egsgescn#en  in  Krast.  Die  An.
ordnurg  konn  bi  den  K  Beri##tämtirn  und  den  Magistraten
  er  rmittelbaren  Stöde  eingesehen  werden.

Mürchen,  den  28.  Sepleuber  118.

Der  Kommondierende  General:
v  Muttini

gefeutliche  Msorderun

im  alle  Personen,  die  verpflüchtet  find  cine  Steucrerilärunga  bzugehen.
Betreff:

Die  Einkom  b6  Ceinerbet.zr.  A  nßnßssndßrisen:
lagung  sur  i  dy  s
1.  Eine  Sleucrerkiärung  muß  abachen

 

7jeran- 


    
 
     

ans  Kavitalbern  sicn,
Art  und  Hohe  4½  ..........
Statt-entnicht
  mehr  #  .  .
inclue.n(.ni.on  snkn  out-n(
jerner  ohne  Nilchsicht  auf  rir  *  d&  der  #
#,  wer  ein  stehendes  Gewerbe  beireitt.  gl
Er  krag  seines  Wewerbes  lit.
J.  wer  eine  Kuvitaisrente
das  Ete  Srurniater  zuit  einer  *  enntal  we#.
r16  ilichl  2ct  nernlaien

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ennger  vech-  iei  v  7*
n  Aer  lerdares  Ce#  an  :-o


  

 

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Juno-:- 



erkclck  des

 
    

2.  Der  Stcueceri  u6u.  W  A:  eugen
der  in  diesen  Taen  der  E#eihärn,  "  uim  ore
Einsendung  der  Steucrerhlaru  dn  car  nemdbel  de

 
         

          
 
 
 
 
 
  
  
 
      
 
 
 

 

an
dadurch.  daß  die  Stne  1
hörde  abgegeben:;  wird.
mauiiitatiid
1.  Stock  Zi
Sleucrcräldrung
solche  or
K.  Nenjamt.  Erdge
3.  Der  er  ln-  n
IUIkgHsv  in
kommen  n  1  nein  »din  i
enũat,  hutf  clꝛteii  snsn,  G:  *
he#t.  bat  un  ure  5  5  4  %  Sub#eran  zu  bgabt
daß  Unn#tande  dargetan  werden,  welche  die  Jer'-bar
  macbcn  Die  Unlerlassunz  der  Suuer
der  Kopitalrenten  kann  aufßgcrdem  al-  O#mterziehung  beflrai:
werden.
Es  emufichlt
kläruna  kcre  n

 

     

*

 

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i.  Im  übrigen  wird  im  cinzeinen  aui  8  ceienuuhe  wen  eri
verwiesen.  1

Kofcnhc1.11,du13.

3-4000  Mark

auf

klober  1918.
Stadtmaayttat.
Zum  Böbruch  bestimmte
Gebäulichke  len  sind  z-«
  ,  ve  staufen,  Nähe  Dirleus
cen  .
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1  Siodel  175,

Zuchthäsin

 

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Plezgarnitur  Wemölbe

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zukunftreiche  Lage  für  Geschafl.
mit  Garten  u.  Licht  ufm.  4  Etat.
von  rEW*9*  in  verta:

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Le  kalst

zu  rlaujen.  3  5  EI
a#end  W  5

 

 

„Josschen  Himmel  und  Erde.

Roman  von  Oklo  Ludwlg.

w  *  Bruder  wollte  seinen  Besuch,  wie  er  sagte,
wächt  mit  der  Teilnahme  an  fremden  Geschäften
  beschweren:  ebensowenig  mochte  er  ihn  —
uber  das  sagte  er  nicht  —  allein  daheim  lassen.
Er  bestellte  Apollonius  nach  dem  Waldhause,
von  wo  er  ihn  zu  einem  Spazlergange  abholen
würde.  Apollonius  versicherte  ganz  unbesangen,
daß  er  lieber  der  Versammlung  beiwohnen
möchte,  und  als  der  Ratsbauherr  ihn  sogar  als
einen  Sachverständigen  mehr  zum  Mitgehen  aufsorderte,
  war  kein  Vorwand“  zu  finden,  es  zu
verhindern.  Vielleicht  hatte  Fritz  Nettenmair  eine
Ahnung  davon,  bald  werde  er  dem  Ankömmling
noch  weit  mehr  zu  verzeihen  haben.

Sie  fanden  die  übrige  Versammlung,  zwei
fremde  Schieferdeckermeister  und  die  städtischen
NRatsbauleute,  den  Ratszimmermann,  Maurer  u.
Klempner  an  der  Turmtur  ihrer  harrend.  Man
hatte  bereits  einige  sliegende  Rüstungen  zum
Behufe  der  Untersuchung  an  dem  Dache  anhebracht;
  auf  dem  Kirchenboden,  der  größten
davon  zunächst,  ging  die  Beratung  vor  sich.
Apollonius  fland  bescheiden  einige  Schritte  entfernt,
  um  zu  hören  und,  wenn  er  gefragt  würde,
auch  zu  reden.  Er  hatie  das  Dach  vorhin  genau
ataht  und  sich  eine  Meinung  von  der  Sache
geb

s  Die  beiden  fremden  Schieferdecker  sprachen  sich
sür  die  Notwendigkeit  einer  umfassenderen  Reparatur
  aus.  Fritz  Nettenmair  dagegen  war
überzeugt,  mit  einigen  leinen  Fückereien,  die

 

er  angab,  sei  wiederum  für  Jahre  geholfen.  Ihm"

winn  ausdringen  zu  belfen,  woran  ihm  selber

srimmten  die  Ratsmeister,  Zimmermann,  Maurer
und  Blechschmied  eifrig  bei;  lauter  joviale  und
bedeutende  Männer  vom  gestrigen  Balle,  die
gewmissenhaft  schlossen,  messen  Champagner  man
trinle,  dessen  Meinung  müsse  man  sein.  Die  fremden
  Schieferdecker  wußten  recht  gut,  der  Rat
fürchtete  die  Kosten  einer  umfassenderen  Reparatur
  und  verschob  die  höchst  notwendige  schon
lange  von  Jahr  zu  Jahr.  Da  sie  obendrein  selbst
leine  Aussicht  hatten,  sich  die  Reparatur  über-#tragen
  iu  sehen,  so  gaben  sie  sich  nicht  unnütze
Muhe,  Herrn  Fritz  Nettenmair  Arbeit  und  Genichts

  gelegen  schien.  Sie  fanden  daher  im  Lause
  der  Verhandlung  immer  mehr,  daß,  je  nachdem
  man  die  Sache  ansehe,  auch  Herr  Fritz  Nettenmair
  recht  habe.  Vielleicht  begriff  der  Ratsbauherr,
  ein  braver  Mam,  ihre,  wie  der  bedeutenden
  Leute  Bereggründe.  Er  hatte  mit
unbestiedigtem  Gesicht  eine  Weile  geschwiegen,
als  ihm  Apollonius  einfiel.  Er  sah  in  dessen
Zügen  ein  Etwas  ausgedrückt,  das  seiner  eigenen
Meinung  zu  entsprechen  schien.  „Und  was  sogen
Sie?"  wandte  er  sich  zu  ihm.
7  Apollonius  trat  bengeieen  einen  Schritt  näher.
Ich  winschte,  Sie  sähen  sich  die  so
genau  als  möglich  an,“  sagte  der  Atsherr.
henzollonius  entgegnete,  er  babe  das  bereits

%,  brauche  Sie  nicht  darauf  aufmerksam
zu  machen,“  fuhr  der  Ratsherr  fort,  „wie  wichtig
  die  Sache  ist.“

Apollonius  begam  nun  mit  den  Ergebnissen
seiner  vorhin  angestellten  Untersuchung.  Erstellte

 

den  Justand  der  Stellen  dar,  die  er  halte  prüfen
tönnen  und  was  sich  daraus  auf  die  übrigen
schließen  ließ.  Seit  acht:ig  Jahren  hatte,  das
war  aus  den  Kirchenrechnungen  bekannt,  das
Kirchendach  keine  umsa.  isendere  Reparatur  erfah
ren.  Wenn  auch  die  Schieserdecke  bei  gutem  Ma
terial  noch  weit  länger  den  Elementen  trotzt,
ist  das  doch  nicht  mit  den  Nägeln  der  Fall,  mit
denen  die  Schieferplazten  auf  Belaliung  und
Verschalung  aufgenagelt  sind.

Es  zeigte  sich  unumgänglich  nolwendig,  die
ganze  Bedachung  un:  ʒudecen  und  die  Belattung
und  Verschalung  der  morschen  Stel.en  durch  neue
u  ersetzen.  Ein  Winter  noch  munte  den  Zustand
um  weit  mehr  verschlimmern.  als  durch  Ver#ögerung
  der  Neparatur  an  Rinsen  erspart  wurde,
denn  diese  konnte  man  ohne  größern  Schaden
doch  nur  höch'tens  bis  auf  das  nächste  Jahr
hinausschieben.  Er  führte  die  Versammelten  an
Stellen,  die  zum  Belege  dienen  konnten.  Er  zog
nicht  selbst  den  Schluß,  sondern  wußte  mit  der
Runst,  die  er  von  dem  Vetter  gelernt,  die  Gegner
  zu  zwingen,  das  für  ihn  zu  tun.

Das  Vertrauen  und  die  Achtung  des  Natsbauherrn
  vor  unserm  Apollonius  wuchs  zusehends.
  Er  wandte  sich  im  weiteren  Gespräch,
fast  nur  an  ihn  und  schüttelte  ihm  herzlich  die
(Hand,  als  er  die  Versommiun  verließ.  Er  hoffte,

ltontus  werde  m  e,  wenn  es,  wie

t  nun  nicht  mehr  zwei  ifi  die  Genehmigung  des
ic  erhielt,  sich  tätig  beteiligen,  und  trug  ihm
auf,  ein  Gutachten  abzufassen,  auf  welche  Weise
er  am  zweckmäßigsten  anzugreifen  sei.  Apollobins
  dankte  bescheiden  für  das  Vertlrauen,  dem
er  würdig  zu  entsprechen  suchen  wolle.  Ueber  seine

 

Mittätigkeit  bei  der  Arbeit  ieibi  en
Dai  6  sein  Vaier  a#s  2  *  *  anieWen
„„Jch  gehe  gleich  mit  S#en.  sagte  der  Rals
bauherr.  „und  spreche  m#u  ihm.““

 

 

Der  alte  Herr  hörte  die  PKommenden  ĩchon
von  weitem  und  taßete  sich  nach  der  Banl  iu
seiner  Laube.  Da  saß  er,  al  sie  eipntaten
Dach  geschehener  VBegrüuß  ur  d  ĩradte  der  Bauben
nach  Herrn  Nettenmair.  Sefinder:.

.  „Ich  danke  hnen.“  rtnn  anete  der  alte  H##-ich

  leide  eiwas  an  den?
.  U  sagen.“  Er  lache
wechselte  mit  Apolloain:
Mamee  Apollonius  game  Se##
ahlie  er  dem  alten  Herrn  die  ganze  B  era:

ind  machte,  daß  Apollonius  in  seiner  Bescheiden
heit  errölele  und  lange  nicht  seine  gemorni#ura
Farbe  wiederfand.  Der  alte  Herr  ruckte  seinen
chirm  tiefer  in  sein  Gesicht,  um  niemand  die
Gedanlen  sehen  zu  lassen,  die  da  wunderlich
Mileinanden  lämpften.

sagte  er  in  seiner  diplomatischen  Ar#l,
seine  Gedoen  dadurch  zu  verbergen,  daß  er
jie  nur  halb  aussprach;  „ja  die  Jugend!  er
ft  jung.“  —  „Und  doch  schon  so  tuͤchtig!“  er
gänzte  der  Bauherr.

(Fortsetzung  folgt.)

H.—

ristisches.
Mißtrauisch.  Kranker  Bauer  (als  sich
die  Beratung  der  beiden  Aerzte  im  Nebenzinmer
  etwas  verzögert):  Schau  doch  mal  ach-Alte,
  was  die  zwei  eigentlich  machen
drinnen  hängen  die  Würste!

Augen,  aber  es  hain  i
lie  dain  und  der  Bauherr
ereen  lick.  der  dem
Seole  gewann.  i-(9