Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1821. (16)

lichen  Stellon  und  aus  den  normalmäßigen
Akzügen  der  reichlichern  Hfarr-Dotarionen
die  gerlngeren,  Pfarr-Dleuste  besser  zu  stellen,
  hat  zu  Bildung  des  sogenonnten  Unterstätzungs
  =  Fonds  füär  evangellsche  Gelstliche
  Veranlassung  gegeben.

Es  war  nämlich  wegen  der  olelen  nothwendigen
  Vorarbelten  nicht  möglich,  jene
Vermogenstheile  sogleich,  wenn  sle  verfallen
  waren,  elner  einzelnen  Ofarret  zuzuweisen,
  und  dadurch  entstanden  Rückstände
bel  den  Kassen,  aus  welchen  jene  aufgehobenen
  oder  reichlicher  besoldeten  geistlichen
Scellen  ihre  Einkünfte  zu  bezichen  hatten.
Da  diese  Rückstände  aus  Fonds  herrührten,
die  einmal  zu  dem  Unterhalt  der  evangellschen
  Geistlichkelt  bestimmt  waren,  so  sproch
auch  Recht  und  Billigkelt  dafür,  daß  sle
wieder  zum  Besten  derselben  benutzt  werden.

Eine  gleiche  Rücksicht  trat  in  Ansehung
der  Interkalar  =  Gefälle,  oder  der  Befolbungs-Ersparnisse
  eln,  welche  alsdann  sch
ergeben,  wenn  dle  Wlederbesetzung  einer
Kirchenstelle  über  die  Zelt  des  den  Wittwen
und  Waisen  der  Geistlichen  gebuͤbrenden
Einolertellährigen  Besoldungs  =  Nachsitzes
verschoben  wird.

Das  evangelische  Consisterlum  machte
daher  schon  im  Jahr  1313  den  Antrog,
aus  dlesen  belden  Quellen  einen  Hälfs-Fonds
  zu  bilden,  dessen  Zluse  vorzüglich

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auf  verübergebende  und  deingendere  Unterstütung
  einzelner  Klrchendleuer,  zum  Theil
auch  ihrer  Wittwen  und  Walsen,  verwendet
  werden  sollten.

Nach  mehrfältiger  Erhrterung  dleses  Autrags
  erhlelt  solcher  im  Jahr  16  15  dle  Genehmigung
  Seiner  Kduliglichen  Mojestär,
  und  so  blldete  sich  eine  besondere,  oen
dem  gelstlichen  Besoldungs=  Verbesserunzs=Fonds
  verschledene  Verwaltung  unter  dem
Namen  des  Unterstützunge  =  Fords  f
evongellsche  Gesstliche.

II.)  Quellen.

Vermibge  der  Berordnung  vom  3.  No.
1615  wurden  demselben  als  Quellen  ange
wiesen:

a)  Alle  bisherlgen  Rückstände  des  Beseldungs-Verbeßerungs
  =  Fonds,  und  jcde
künftige  Elanahme  desselben  bis  zum
Tage  der  anderwärtigen  Anweisung.

b)  Alle  selt  Georzll  1814  verfollenen
oder  künfilg  verfallenden  Interkalar-Gefälle
  erledigter  geistlicher  Stellen,  noch
Abjug  der  Verweserel-Kosten  eder  anderer
  für  klechliche  Zwecke  daorauf  gelegten
  Ausgaben.

Was
III.)  die  Verwendung  der  Einkufte  diss
Fonds
betrifft,  so  wure  die  Unterflützung  bedürftlger
  Geistlicher,  zunschst  bel  vorübers  heat