Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1821. (16)

696

Grbßere  und  besonders  solche  Verwilligungen,

  welche  auf  mehrere  Jahre  sich  erstreken,
  haͤngen  von  der  boͤchsten  Genehmigung
  ab.
Der  bei  dem  evangelischen  Conststorlum
aufgestellte  Reolsor  probirt  die  Rechnungen,
das  Colletzium  besorgt  die  Abhdr,  und  alle
Rechnungen  sind  bls  auf  Martini  1820  gestellt,
  problrt  und  abgehbrt.

Auch  ist  die  Anordnung  getroffen,  daß
die  Rechnung  jedes  Jahr  nach  vollzogener
Hräfung  und  Abbbr  der  Synode  zur  Elnsicht
  mitgethellt  wird,

V.)  Rechnungs-Auszug  und  Bemerkungen
  hiegu.

Dle  beigeschlossene  Darstellung  legt  die
Resultate  des  Rechnungs  Zeltraums  vom
35.  Jannar  1316  als  dem  Anfang  der
Verrechnung  bis  Martinl  1680  vor,  nach
den  verschledenen  Rücksichten  auf  den  Grundstock,
  soduunn  auf  die  Einkünfte  aus  folchem
und  deren  Verwendung,  auf  welche  man
sich  bier  bezlebt,  und  die  man  m  folgenden
  Bemerkungen  zu  beglelten  nöthig  findet:


1)  Zu  Erhkbung  des  Capltal  Fonds  wurde
  gleich  Afongs  verordnet,  daß  alle,
selbst  die  auf  dle  Erbebung  der  Elnkä.#fte
  und  auf  die  Verwaltung  gehende:
  KlIen  von  dem  Zins-Erlrage  bestritten
  werden  sollen;

à)  dle  zu  Unterstätzungen  zu  verwenden,
de  Summe  bestimmt  sich  also  immer

nach  der  Gröüße  des  zinstragenden
Grundstocks  und  der  Grbe  der  Ver
waktungskosten;

3)  die  letztern  selbst  richten  sich  nicht  bes
nach  der  Griße  des  bereits  vorhandenen
  zinstragenden  Capltals,  sondern
euch  nach  der  Grbsie  der  erst  zum
Grundstock  einzuzlehenden  Summe.

4)  Is  den  ersten  Jahren,  wo  die  zum
Grundstocke  gehörigen  Gelder  erst  elngegfogen,
  und  auf  Zinse  angelegt  wurden,
  und  wo  überpaupt  nach  Beehklt
niß  des  geringen  Capltal-Fonds  der
Zins-Ertrag  selbst  noch  gering  war,
konpte  welt  wenlaer  auf  Unterstätungen
verwendet  werden,  als  es  n  Zukunft
der  Fall  seyn  wird;

5)  aus  dem  bloeberigen  erklärt  sich  zuglelch
  das  Mißverhältniß,  das  in  Bes#lehung
  auf  die  ersten  Jahre  selt  der
Grüdung  dieser  Kasse  zolschen  den  zu
Unterstätzungen  verwendeten  Summen
und  dem  Verwaltungs-Aufwaeod  auffallen
  ehnnte,  indem  letzterer  grbßtenthells
kurch  den  Einzug  der  erst  zum  Grund
stock  zu  bringenden  Summen  entstand;

6)  so  lange  noch  besser  dottrte  geistliche
Stellen  übrig  stad,  von  denen  der  nermalmählge
  Besoldungs-Abzug  ulcht  er-