Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1821. (16)

den  Bedürfulssen,  und,  wo  möglich,  nur
für  den  Augenblick  als  Zweck  dieses  Fonds
anfangs  festges  #r.

Als  Beilpiele  werden  argeführt:  wenn
eln  mittelloser,  auf  elner  geringen  Pfarrei
angestellter,  oder  sonst  noch  seinen  perfbnlichen
  Verhältnissen  einer  Höülle  bedürftlzer
Geistlicher  in  eine  Krankheit  fälle,  bel  welcher
  er  elnes  Gehülfen  ucht  entbebren  kann;
feinrliche  Pländerungen,  Brand-Ungläck,
mehrjähriger  Hagel;  wenn  ein  vermbgensloser
  Geistlicher  bei  epidemischen  Krankbeiten
  (vorzüglich  in  Ausübung  seiner  Amtspflichten)
  oder  auch  wenn  seine  Familie
angesteckt  wiid;  wenn  die  Leichkosten  eines
Geistlichen  nicht  aufgebracht  werden  kbnnen;
  wenn  ganz  arme  Wlttwen  von  Gelstlichen
  mit  ihren  Kindern  in  vorübergehende
Ungläcke  fälle  kommen,  und  on  dem  Nothwendigsten
  lelden,  ohne  daß  dile  brrlichen
Stifiungen  ste  zu  unterstützen  vermigend
wären  2c.

Spéterhin,  als  der  zu  elner  größeren
Summe  angewachsene  Grundstock  mehrere
Mittel  zur  Unterstützung  darbet,  wurden
dlese  in  einzelnen  Fällen  mit  bdberer  Genehmigung
  dazu  benutzt,  elnzelnen  Geistlichen
  Ktatt  der  Be  bederung  eder  bis  zu
selcher  durch  Besoldungs=  Zulagen,  oder
auch  durch  Erhbhung  der  Rube  =  Gehalte
ihre  Lage  erträglscher  zu  machen.

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De  dle  orumderrlsch-#n  Latronats-Dfarreien
  wegen  der  bei  ibnen  vorlietzerden  eigentbümlschen
  Verb  tnice  an  dem  B.  soldunes-=Verbesserungs
  Fenes  weder  1b419,  nech
leidend  Thell  nehmen,  so  baben  auch  die
auf  denselben  engestellten  O#liichen  eeinen
Thell  an  dem  gelstlichen  Unterstlützungs-Fonds.


IV.)  Verwaltung.

In  Hinsicht  auf  die  Verwaltung  dieses
Fonds  wurde  bestimmt,  daß  ein  eigener,
dem  eoangelischen  Consistorium  untergeordneter
  Verwalrer  net  elner  besonderen  Instruktlen
  aufzusiellen  sey,  welcher  alle  drei
Menate  über  den  Zustand  der  Anstalt,
und  (an  dem  Rechnungeschluß  Martini)
über  die  für  das  künftige  Jahr  vorbardenen
Mittel  an  das  Conslsterium  zu  beeichten,
und  demselben  dle  Jahrs  -Rechnung  zu
übergeben  hat.

Dieses  Colleglum  erstattet  sodann  dem
Kdaigl.  Mieisterlum  des  Küchen=  und
Schulwesens  jährlich  einen  Haupt-Berlcht
über  den  Zustand  des  Fonds,  und  die  zu
zweckgemäßer  Elnrichtung  getrosffenen  eder
zu  treffenden  Anordnungen,  und  legt  demselben

  ein  Verzelchniß  der  ven  dem  Consi—

storlum  verwilligten  Hülisgelder  ver,  welche
aber  im  einzelnen  Fall  dle  Summe  von
4%—  5.  fl.  nicht  überstelgen  düren.