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Und während der Geldwert erheblich sank, ist
der Preis der wichtigsten Getreidefrüchte der
gleiche geblieben. 1815 kostete der Doppelzentner
Weizen Mk. 17.30, Roggen Mk. 14.16; 1902
der Doppelzentner Weizen Mk. 17.32, Roggen
Mk. 14.72. Nur Gerste und Haber sind mehr in
die Höhe gegangen, die Gerste von Mk. 11.32
auf Mk. 14.80, der Haber von Mk. 10.42 auf
Mk. 15.98. Als Pfarrer Naumann vor mehreren
Jahren die Süddeutschen Monatshefte einleitete,
hat wohl mancher Leser zuerst aus seinem Artikel
überrascht und halb ungläubig vernommen, daß
ganz Süddeutschland ein gewisses Recht habe,
neidisch zu sein, wenn es seiner Naturgüter gedenke.
In der Tat hat unter dem Zeichen des
Verkehrs und der Industrie eine für Bayern ungünstige
Umwertung der Werte stattgefunden:
Kohle und Eisen haben den Rang erobert, den
vordem unter den Schätzen der Natur das Korn
behauptete. Von der Steinkohlenproduktion des
Deutschen Reiches fällt aber auf Bayern nur ein
Neunzigstel: 1904 1,3 Millionen Tonnen unter
120,6 Millionen Tonnen Steinkohlen; von Braunkohlen
gar nur 520 000 Tonnen von 48,5 Millionen
Tonnen im Deutschen Reich — so daß