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Gabel sah nun zwar wohl, daß der Probst von Slagelse,
der uͤbrigens zu Roskild vom Erbreich-Projekt noch
kein Wort gesagt hatte, nicht fuͤr jede Gefahr stehen koͤnne,
aber doch waren die glücklichen Wahrscheinlichkeiten so überwiegend,
daß man der Geistlichkeit im Ganzen versichert
seyn konnte, und also auch von der Mehrheit des Volkes
das Beste erwarten dürfte. Etwas mußte immer gewagt
werden; dafür war's aber auch ein großes, gutes Unternehmen,
von dem Welt und Nachwelt sagen mochten.
Wie auch den Tag nachher) der Club wieder zum
weiteren Besprechen stille zusammen schlich, so kam der Kammer-Schreiber
mit der Nachricht, der Koͤnig wünsche jetzt,
daß die Sache schnell vorwärts gehe. Sie moͤchten
sich durch den kleinen Umstand nicht irre machen lassen,
daß eine Verordnung wegen Stempelpapier erscheinen werde.
Der Reichsrath habe sie schon vor einigen Tagen dem Koͤ-nige
vorgelegt; der König habe sie unterschrieben; es werde
aber ohne Bedeutung seyn.
Jetzt stund's also in den letzten Momenten des Werdens.
Die geistlichen Herren waren bei sich einig, daß
man die Erklärung, über die der Reichsrath hoch aufsiannen
werde, nicht mündlich, sondern schriftlich an die wohlweisen
Herren gelangen lassen solle; sie möchten alsdenn
mit beistimmen oder nicht, so müßte gleich eine Akte des
verabredeten Inhalts aufgesetzt werden, die geradezu an den
Koͤnig gehe. Jeder Bischof nahm's auf sich, seine Stifts-Deputirte
noch gehdrig vorzubereiten. Man war aber auch
wegen dieser ihren Gesinnungen fasi nicht mehr bange; nur
wie mochte es mit den vielen städtischen Deputirten werden,
) 6. Okt.