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Weimar.
Die Gesammtabgabe betrug etwa 70 000 Portionen. In Thüringen wurden damit 90% aller
öffentlichen Impfungen im April, Mai und in der ersten Hälfte des Juni ausgeführt. Die Versendung ruhte
während der heißen Jahreszeit, wurde jedoch Ende August und im September noch einmal ausgenommen.
Einzelne Impfärzte haben den ganzen Bedarf im April auf einmal erhalten, sonst war eine mehrwöchentliche
Vorausbestellung die Regel.
Bernburg.
Innerhalb des Herzogthums Anhalt erhielten die Bezirksimpf= und Privatärzte in 317 Sendungen
20 525 Portionen Impfstoff; außerdem sind 8000 Portionen zur Impfung von Rekruten, 19 300 an
Impfärzte des Herzogthums Braunschweig, 16 500 an solche des Großherzogthums Oldenburg und etwa
20 000 anderweitig abgegeben worden. Ungefähr 15.000 Portionen wurden vernichtet.
Lübeck. "
Far öffentliche Impfungen wurden 119 große (zu je 40 Portionen) und 40 kleine Röhrchen (zu 15
bis 20 Portionen), an Privatärzte 14 große und 56 kleine Röhrchen abgegeben.
Bremen.
Die Abgabe der Lymphe führte der Apotheker Willich aus. Nach auswärts wurde, abgesehen von
den Hafenstädten Vegesack und Bremerhaven, keine Lymphe verschickt.
Hamburg.
Der größte Theil des Erzeugnisses wurde von den Angestellten der Impfanstalt zu 26 080 Impfungen
und Wiederimpfungen im Hamburgischen öffentlichen Impfwesen verwendet. Abgegeben wurden
554 Kapillarröhrchen zu je 2, 8414 Platten zu je 5, 44 große Glasbüchsen zu je 80 und 105 kleine Glas.
büchsen zu je 40 Impfungen, zusammen über 25 000 Portionen. Davon erhielten örtliche Anstalten kleinere
Mengen, die Distriktsärzte reichlich 4000 Portionen, Privatärzte den Rest. 2700 Portionen wurden an
folgende Anstalten versandt: die deutschen staatlichen Anstalten zu Lübeck und Frankenberg. 8 Privatanstalten
in Berlin und Bremen, die Königliche Impfanstalt zu Kopenhagen, und Privatanstalten in Jassy,
Bradford, Maryle Bone London, sowie eine in Ungarn gelegene.
Straßburg i. E.
Auf die ersten 6 Aufträge von Privatärzten wurde zu Einzelimpfungen Dresdener Impfstoff abgegeben.
Im Ganzen ist Impfstoff für rund 80 000 Impfungen verabreicht worden, und zwar für 64 870
in 780 Röhrchen auf 535 Aufträge von Civilärzten und für 15 230 Militärimpfungen des 15. Armeekorps.
Von den 585 Aufträgen kamen von öffentlichen Impfärzten 380, von Privatärzten 164, von öffentlichen
Anstalten 4, von der Impfanstalt in Metz 5, von auswärtigen Aerzten 32.
Metz.
Abgegeben wurde Stoff für 41 168 öffentliche Impfungen im Lieferungsbezirk der Anstalt, für 818
Privatimpfungen an 26 verschiedene Aerzte und für 12 978 Militärimpfungen im Bereiche des 16. Armeekorps,
zusammen für 54 459 Impfungen. Ferner wurden noch etwa 1500 Portionen bei den öffentlichen
Impfungen der Stadt Metz verwendet.
Art der Versendung des Impfstoffs.
Die Versendung des Impfstoffs ist im Wesentlichen wie in früheren Jahren vor
sich gegangen. Die Versandgefäße, welche als Tuben, Versandfläschchen, Glasröhrchen,
Glasbüchsen, Pipetten, Kapillaren 2rc. bezeichnet sind, enthielten 200, 150, 100, 80, 60,
50, 40, 20, 10, 5, 4 bis 10, 1 bis 3 Portionen oder 1, //, ½, ½ und ¼ 8 bezw.
1 bis 1,56 und 0,2 bis 0,6 ccm Impfstoff.
Hinsichtlich der Sicherung der Sendungen gegen das Zerbrechen durch Holzhülsen,
Schiebschachteln und ähnliche Behälter dürfte sich auf jeder Anstalt ein bestimmter
Gebrauch herausgebildet haben. Bruch von Gläsern während der Beförderung kam
verhältnißmäßig selten vor. Einen größeren Verlust an Lymphe hat die Anstalt in
Hannover dadurch gehabt, daß von deren allerdings dünnwandigen Glasgefäßen zu
1 g Inhalt fast ein Dutzend zerbrochen anlangte.
Eine von Cannstatt abgegangene Sendung mit 400 Portionen an das Physikat
in Urach ging bei der Post verloren.