32 1. Abt. S. 7. Gemeindebedürfniffe und deren Aeıkung.
beitimmt über diefe Aufichläge und deren Rüdvergütung Nad)-
ftehendeg:
1) Marimalfäge.
A. Fleifhauffhlag.
1) 2 fl. 30 ir. von einem Odhjen mit mehr al3 5 Gentner
Gewidt,
2) 1 fl. 40 fr. von einem Ochjen ınit geringerem Gewicht,
3) — 45 fr. von eimem Stier,
4) — 45 fr. von einer Kuh,
5) — 40 fr. von einem jungen Rind,
” — 10 fr. vou einen Kalb,
7) — 6 fr. von einem Bode, einem Schaf oder einer
Biege,
8) — 30 fr. von einem Schwein mit mehr al3 75 Pfund
Gemwidt,
9) — 10 Er. von einem Schwein im Gewidjte von 25
bis 75 Pfund,
10) — 5 fr. von einem Trilchling,
11) — 1, Tr. von einem Pfund eingeführten <Fleisches
oder TFleiichfabrifates.
Die Oemeinden Ffünnen ftatt der unter Ziffer 8, 9 und
10 angeführten Süße einen BDurchfchnittsfag von 20 fr. per
Stücf bejtimmen, in weldjen Falle jodann Schweine mit ive-
niger al 50 Pfund Gewicht und Friichlinge von Auffchlag
frei zu laffen find.
B. Getreide- und Mehlaufichlag.
30 fr. vom Schäffel Kern, Waizen, Korn oder Gerfte,
jedody) von legterer nur dann, wenn fie nicht zur Malzberei-
tung beftimmt it, 124, Fr. vom Gentner eingeführten Mehles
diefer Getreidearten, 1 Heller vom Pfunde importirten Brode3.
2) Pferdefleisch und Geflügel fallen nicyt unter den Fleifch-
aufichlag.
Zur Einführung eines Auffchlages auf Wildpret, dann
auf Haber, Futtermehl, Kochgerfte und Hülfenfrüchte ift die
Genehmigung de8 f. Staatsminifteriums erforderlid. Sn
Gemeinden, in welchen jolche Aufichläge bereits beftehen, dür-
fen die dermaligen Säße nicht ohne jene Genehmigung über-
Ichritten werden.
3) Gemeinden, weldje fich dermalen im Genuß eines die
obigen Marimaljäge überjteigenden Fleifh--, Getreide- oder