Full text : Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

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gewöhnlichsten  —  seine  ganze  Persönlichkeit  einsetzen,  um  seinen
Auftrag  zu  erfüllen,  selbst  ohne  Befehle  für  Einzelheiten  abzuwarten.
Die  persönliche  Haltung  des  Offiziers  ist  dabei  für  die  Truppe  von
bestimmendem  Einfluß,  denn  der  Untergebene  folgt  dem  Eindruck,
welchen  Kaltblütigkeit  und  Entschlossenheit  vor  der  Front  hervor—
bringen.  Es  genügt  nicht,  daß  man  befiehlt,  auch  nicht,  daß  man
das  Rechte  dabei  im  Auge  hat;  vielmehr  hat  die  Art,  wie  man  be—
fiehlt,  einen  großen  Einfluß  auf  die  Untergebenen.  Haltung  und
Beispiel  stählen  das  Vertrauen  und  reißen  die  Truppen  zu  Taten
fort,  welche  den  Erfolg  verbürgen.  .  .  Ein  Jeder  —  der  höchste
Führer  wie  der  jüngste  Soldat  —  muß  sich  stets  bewußt  sein,  daß
Unterlassen  und  Versäumnis  ihn  schwerer  belasten  als  ein  Fehl—
greifen  in  der  Wahl  der  Mittel.“

Das  Reichsgesetz  vom  11.  März  1887,  das  erst  nach  Auflösung
des  Reichstages  zustandekam,  erhöhte  die  Friedenspräsenzstärke,  ohne
daß  der  Ablauf  des  zweiten  Septennats  abgewartet  wurde,  für  die
Zeit  vom  1.  April  1887  bis  31.  März  1894  (drittes  Septennat)  auf
468  409  Mann  ausschl.  Offiziere  usw.,  was  dem  Verhältnis  1  v.  H.
der  Volkszählung  vom  1.  Dezember  1885  entsprach.  Beim  XII.  und
XV.  Armeekorps  wurde  je  eine  dritte  Division  (32.  und  33.)  gebildet,
dagegen  fiel  der  Stab  der  Kavalleriedivision  des  XII.  Armeekorps
fort.  Die  Zahl  der  Infanteriebataillone  stieg  um  31  auf  534,
die  der  Batterien  um  24  auf  364,  die  ganze  Verstärkung  betrug
41  135  Mann.

Zufolge  A.  K.  O.  vom  11.  März  wurden  zum  1.  April  1887  die
Infanterieregimenter  Nr.  135—138  errichtet,  wozu  das  sächsische
Regiment  Nr.  139  kam,  ferner  15  Bataillone,  die  bis  zur  Aufstellung
neuer  Regimentsstäbe  als  IV.  Bataillone  bestehenden  Regimentern
zugeteilt  wurden,  endlich  das  sächsische  Jägerbataillon  Nr.  15.  Die
Bezeichnung  „Jüsilierbataillon“  wurde  bei  diesen  Regimentern  aufgegeben
  und  durch  „III.  Bataillon“  ersetzt.  Folgende  Kompagnien
traten  zusammen:

Regiment  I.  Bataillon:  5./131,  2./5,  3./98,  4./43
Nr.  II.  „  11./4,  6./128,  11./44,  J7./45

135  III.  »  10./41,  10./130,  3./3,  12./67
J.  »  4.)8,  6./4a8,  6./52,  8./12
136  II.  5./20,  8./24,  12./35,  12./64
III.  „  2/93,  10.|27,  12./26,  8./66
I.  „  2./72,  6./71,  11./96,  12./6
137  II.  »  11.-89,4.-90,11.-75,12.J76
III.  »  5.J85,6.-31,4.J86,12.x84

I.  »  2.x116,3.-118,4.J117,4.-115
138  II.  »  3./25,  11./60,  9./62,  4./99

III.  »  10.x11,9.x51,3.-10,8.138