Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

QUummer  279

Asemeines  aon  sieles.

Das  Schutzhaftgesez.

Berlin,  29.  Nov.  In  der  beutigen  Sitzung
  des  Bundesrats  wurde  den  vom  Reichstag
  engenommemen  Entwürsen  de:  Gesetzes  bed

  die  Verhaftung  und  die  Aufen!  Huutebeschränkung
  auf  Grund  des  Kciecs

und  dis  B.  lagernn-#zustandes  und  de-  Gusedes
  über  den  Kiegs##nd  die  Zustimmung
erteilt.

Kriegsgrund  und  Kriegsziel-Berlin,

  29.  Nov.  Die  „Do##l.  Btg.“  berichlet:
  Unter  dem  Titel  „Vom  Kriegsgrund
zum  Kriegsziel“  gibt  soebe  die  Deutiche  Verlagsanstakt
  eine  Schiift  Veraus,  die  snon  insoferne
  nicht  ohne  Interesse  i#st,  al5#  der  u#n
liberale  Reichslags  und  Landtagsalg.  Oberrerwaltungsgerichtsrat
  Schiffer  ihr  ein  zufti.nmenves
  Celeitwort  widmet,  ##a  der  Verfasser
aus  diemtlichen  Rücksichten  nicht  in  der  Lage
sei,  seinen  Namen  zu  nennen.  Al#  eig:  entlichen
Priegsgrund  erkennt  der  Versaiser  den  engluchen

  Widerstand  gegen  die  Einreihung
Deutschlande  umer  die  Wellmächte.  Dieser

Krieg  gebe  um  nirtsckafilichen  Veritz.  Der  Krieg
ist  für  uus  gewonnen,  wenn  wir  uni#ere  Gleich,
berechtigung  is  der  Welt  und  möglich#te  Sicherung
  gegen  neue  Angrifse  erreiht  haben.  Aber
u#ir  dürfen  und  wollen  alles  Erreid.bare#  begeh
ren,  was  uns  in  Jukuuft  LL  Verteidigung
clieichtert,  was  ungs  also  eine  bessere  #nd  sesiere
  Bürgschaft  für  unsere  Friedensweltstellung
gidt.  Neben  Landabtretung  i#sl  Kriegsentschädigung
  das  offensichtliäte  Eingelländnis  der  Niederlage.
  Aber  auch  sachliche  Gründe  lassen  unod
cine  leich  iche  Kriegrentschädigung  mehr  als  ermünscht
  Elweinen.  Absolut  notwendig  seien  unseite
  allen  Kolonten  und  mir  müßten  neue  dazu
eistreben,  auch  aus  militär.  dden  Orungen,  denn
mir  brauchen  Fittenstützuunkle.  Am  Schlusse
der  Ausführungen  lheißt  cs:  Noch  wei  man

nicht,  welche  militärische  Situatson  die  Grundlage
  von  Friedensverhandlungen  bilden  wird.

Wir  hoffen  noch  sest  auf  Waffenerfolge,  die
uns  unsere  Feinde  so  in  die  Hände  liefern,  dan
nin  ihn  n  di.  Friedensbedingungen  diktieren  können,
  auch  dann  wird  uns  eine  luuge  Mäßigung
im  Hinblid  auf  die  Zukunft  nicht  verlassen.

Ein  neuer  englischer-Hewaitakt.

London,  29.  Nov.  Die  Büätter  melden  ans
Neeuork,  daß  das  Staaisdeparlements  die
Milteilung  von  der  formellen  Weiqcrung
Engiands  empfangen  hat,  dem  für  die  Vereieiglen
  Staaten  ernannten  osterr.-ung.  Volschaf-8


ter,  Grafen  Tarnowsti,  Freigelet  zuzugestehen.
Man  glaube,  daß  die  Vereinigten  Staaten  ber
Oesterreich-Ungarn  anfragen  werden,  was  es
in  dieser  Angelegenheit  getan  zu  haben  wünsche.
  —  Und  was  tut  Wilson?

Heaen  Wetterle.

Bern,  29.  Nor.  Der  Bundesrat  verbot  den

Vortrag  von  Abb:  Wetierle  in  Genf.
2  ·  1

Der  Kampf  zur  See

Der  Zeppelin--Angriff
auf  England.

Berlin,  29.  Nor.  Beim  letzten  Zeppelin.
Angriff  wurden  insbesendere  in  der  Gegend
Tron  Vork  und  Scarborough  starke  Wirkungen,
Elxpleosionen  von  Fabriken,  Hochöfen,  Muni.
tionsuerkflätien  beobachtet.  Der  keda  gerliche
Verlust  zweier  Luftschiffe  hängt  mit  den  effeubar
sehr  gesteigerten  Abwehrmaßnahmen  des  Fein-—————


 

—l

des  zusammen,  der  insbesonbdere  in  erhebri.
crem  Maße  Ceschlht  auf  Kraftwagen  verwendcte.
  Die  Fährer  der  belden  vernichteten  Luftschisse
  sind  Kapitänentnam  d.  R.  Mar  Dieteich,
der  früher  im  Dient  des  Norddeutschen  Loyd
sand  und  uu  Begim  des  Krieges  den  Kloyddampfer
  „Brandemurg“  in  kühner  Fahrt  von
Baltimore  nach  Teutsckund  führte,  indem  er
die  feindliche  Spenlini:  nördlich  von  Schottland
  durchbrach,  ud  Oberkeutnant  zur  See
Frankenberg.

U-  Lootsbeute.

London,  28.  Nov.  Lloyds  meldet:  brittsche
  Dampfer  „Rhoze“  (1540  Tonnen)  und  der
griechische  Dampfer  „Chriflophorus“  sind  versenkt
  worden.  Die  franz.  Segelschiffe  „Alfced
de  Courey“  und  „Maloing“,  der  amenikami
Dampfer  „Chemug“  (2615,  „Tonnen  unb  de
norwegische  Da  let  ,.B  M  zle“  (1806
nent)  wurden  ve  den  vente  tschen
  U-Booten  —1  2  englische  Dampfer
„Ramzsgatte“  (1553  Tonnen),  3  JFischdampfer
aus  Swansee  und  Cardiff,  somie  Dampfschisse
  „Alicon“  (266  Tonnen)  und  „Alert“.

Ds  Sallen-  M#erchmen.

Die  Kömpfe  in  Mazedonien.

Sofia.  29.  Nor.  Bulgarif  eneral
beri  t.  Me  zedoniser  #  it  *  ##  U

ker  Artillerievorbt.  t’nh  che  mehrmals
  auf  der  F#  #  ullo  —  nordweselich
Monaflir-Höhe  123,  nördlich  von  Monä-=fir,
  in  der  Eben:  von  Monastir.  Köhe  1050
und  im  Cernabogen  die  Höhen  in  der  Umgebung
  des  Dorses  Griniste  an.  Die  wiederho.=lten
  Angrisse  umden  auf  der  ganzen  Front
von  den  vuigariscen  und  deutschen  Truppen
unter  mächtiger  Artilleriewirkung  blutig  abgemiesen.
  Di-  Verluste  des  Gegners  find  enorm.
Vor  unseren  S'tellungen  liegen  Hunderte  vaon
Leichen.  —  dem  Abschnitt  cines  einzigen  Baidil:

  oiis  tapseren  51.  Inf.  Regts.,  zähllen
  wir  (0  feim:  Leichen.  Nicht  minder
slark  w#en  die  —  des  Feindes  und  das

Artilierichcuer  -  aar-Tale.  Hier  griff
der  Feind  verz  :unsere  vorgeschobenen
Stellungen  bei  Dorfe  Arschteli,  südwestlich  des

eiran-Sees,  an.  E.  wurde  blurig  zurückge

sölagen  und  ließ  ein:  große  Zahl  ron  Leichen
auf  dem  Soe  #lachtselde.  Wir  erbeulelen  6  Ma.
sd  i#singewehr##  lleiche  Gemehre  und  anderes

K:####materia  An  der  Front  der  Delasica-    


 

*  #a  und  an  der  Struma  jebhaftes  Artillerierfener.
  Auc  #er  zählten  wir  125  feindliche
L#  7  u.  **  enm  Worte,  dieser  Tag  kann

inseige  seiner  gi.  irtigen  Kampfhandlungen
als  einer  der  les#gsten  Kampftage  an  der
erh  Frozt  gelten.

Die  Vertreibung  der  Gesandten.
Karalla,  21.  Nov.  (Verspatet  eingetroffe#.)
  Mittags  tafen  auf  einem  griechischen
Dampfer,  begleitel  ron  einem  französischen  Torpedeboo#t,
  die  durch  die  Entente  gewaltsam  aus
Athen  emtfernten  Gesandten  der  verbündeten
Zentralmächte  ein.  Den  Ko#um  neblt  dem
Personal  der  Gesandtschaften  wurde  am  Sonntag
  nachmittags  ein  hektographi  her  Brief  ron
dem  Admiral  Feurnet  überreicht,  in  welchem
ic  angeblich  wegen  Spionage  ausgefordert  wur,
den,  das  griechiste  Gebiet  zu  Lerla#sen,  sich  am
Mittwoch  am  Kai  ro'  Piränu:  elnufinden,
um  sich  auf  den  früheren  österr.  Dampfer
„Marie-Tad“  zu  b.  geben,  wo  sic  bis  4  Weiteitransport

  bleiben  sollten.  Die  Gesatren
protestierten  sofort  bei  der  griechischen  —
tung,  die  den  Protest  weitergab,  ober  uolg.
los.  70  Kriegsschiffe  der  Entente  Lagen.  vor
Phaleron  kerelt,  um  dem  Verlangene  achrug
zu  verleihen.  Die  —  weigerten  sich
ober,  auf  ein  Schiff  unter  fremder  Flagge  zu
gehen.  Man  kam  überein,  dan  lie  auf  einem
griechischen  Dampfer  nach  Kavallu  gebrocht
werden  sollten.  Alle  Gesandten  erkennen  an,
daß  die  griechische  Regierung  unmöglich  den
verhindern  konnte.

Die  Sioidiensipflicht.

Veflin,  29.  Noo.
Der  erste  g  der  B
bes.  —  ##  W

g  inen  ruhigen  Verlauf.
n  eltlen  rußi
Die  nan  ganen  t  #tonr  guen  die  Täligkeit

  des  Hauptausschusses  vorweg  genommen
worden.  Auch  in  den  Kreisen  der  Heeresrer.
waltung  und  des  Kriegsamtes  wird  garz  un,
besangen  anerkannt,  daß  die  Arbeit  des  Hauptausschusses
  von  höchster  Bedeutung  geweien  ist;
MId  doch,  wie  nachher  der  Abg.  De.  Darid  hemerlte,
  durch  diese  Arbeit  überhaupt  erst  ein
wirlsames  Gesetz  entflanden.

Der  Anfang  der  Sitzung  örachle  nicht  wenils
  dt  —*  hintereinauder,  an
t  eica  slaniaers,  den  det
sident  *  S#er  Vehuur  siag  beglückrũnschte  u.
dessen  Platz  ein  mächtiger  Blumenstrautz
chmückte.  Der  Reichslanzer  betonle  vor  allem.
daß  Deutschland  im  Gegensatz  zu  allen  seinen

inden  zum  Frieden  bereit  sei.  Da  seine
dann  nicht  die  Hand  bieten  wollen,  habe

Deutschland  ein  Recht,  das  Recht  des  guten.

Gawisee,  diese  äußerste  Kraftanipannung  von
der  Nation  zu  fordern.  Der  Kanzler  sagie:
Unsere  Linien  s.###  ungebrochen  und  Numänien,
das  den  großen  Umschwung  herbeiführen  sollte,
  hat  seine  Buße.  (Braro!!  Goit  hat  uns
bieher  geholfen  und  wird  weiter  helfen!  (Beifall.)
  Die  fast  übermenschliche  Arbeit  unserer
Truppen,  an  die  kein  Wort  des  Dankes  heranreicht
  (Sehr  richtig!  Sehr  wahr!  Beifall.)
und  das  gute  Gewissen,  daß  wir  als  die  ersien
  und  einzigen  bereit  waren  und  bereit  sind.
den  Krieg  durch  einen  unser  Dasein  und  unsere
  Zukunft  sichernden  Frieden  zu  beenden,
gibt  uns  das  Necht  zu  jolcher  Zuversicht.
Besondere  Worte  hat  immer  Kriegsminister
General  von  Stein  für  den  Reichstag.  Da  vernehmen
  wir  die  Stimme  des  Volkes  in  Wafsen,
  das  sich  an  die  Brüder  der  Heimat  wendet;
  der  Schützengraben  richtet  einen  Appell
aun  die  Werkstätten  und  Komore  und  an  die
Männer  auf  den  Fluren  des  vor  dem  Feinde
gesicherten  Mriimoschen  Bodens.  Das  ist  es,  was
dic  kurze  Ansprache  des  Kriegsministerz  so
wirkungsvoll  macht.  Der  dritte  im  Bunde.
Staatssekretär  Dr.  Helfferich,  ersente  durch  seine
Rede  in  der  Sissache  das  sonst  übliche  Reserat
  über  die  Ausschußverhandlungen.

Aus  den  folgenden  Reden  der  einzeinen
Parteiführer  klang  bei  aller  Zustimmung  zu
dem  Grundgedanken  des  Gesetzes  doch  noch
heraus,  daß  auf  einzelnen  —  eine  Einigung
  noch  nicht  zu  erzielen  ist.  Der  soz.  Abg.
Di.  David  hatte  insbesondere  noch  schwere  Bedenken,
  weil  die  Gkeichberechtigung  der  Arbeunehmer
  mit  den  Arbeitgebern  in  dem  Gesetz
nicht  den  erwünschten  Ausdruck  gefanden  habe.
Bei  aller  Wärme,  mit  vder  er  erllärte,  daß
wir  die  Brüder  aein  W#  nicht  im  Stiche  lassen
dürfen,  ließ  er  doch  noch  Zweisek  über  die  Zustimmung
  seiner  Fraktion  bestehen,  falls  ihre

 

 

 

 

 

Morgenrotl

Roman  von  wilheln  von  Trothe.
82  #####  v

Beide  Damen  miegen  i  ben  Lu#l„  der  vom
tlessten  Keier  b##  un  der  ürr  ces  Tuemes
führte,  und  ucht  rch  barzuf  in  den  Salon
ein,  wo  Graf  de  rüllerZis,  den  wir  ja  schon

en  haben,  auf  die  flolje,  schöne
iie  begrüußte,  jehr
dabei  aver  doch  mit
Vewen  in  seiner  fran-  



und
freundlich  und  samiüür
einem  unverbohlere  u
zommcnlieulm«.
,,Cndltchiet)e  Sie  einmal  wieder.  teuere
Miß  Wilcox:  Da  hosse,  wan  hat  Sir  in
moinem  zwar  alten.  aber  doch  sehr  besc)eidengroßen
  Schloßchen  Iyrer  Stellung  nach  ge.
bührend  empfangen  und  um#erbiachen  Darf
ich  Ihnen  unseren  einzigen  Gasi  am  heurigen

Abend,  aplain  16#  SElgenn  ie  Ale:allc,  vorstellen?
  32
Rei  den  letten  Werten  hatte  er  ihre

Hand  wieder  #cceegeben  und  ####te  in  chevaleresler
  Weise  dem  lunden  mionzr  jcu  Plat,
der,  wie  der  Hausberr,  chensails  im  Frack  erschienen
  war.  ilir  nnn  eine  durchaus  eleganite,
aber  doch  eiwas  Leii-#re  Verbeugung  machte,
um  dann  mit  einem  lalmerabschaftlichen  HDandedruck
  die  Tochteit  des  Hauses  zu  begrußen.

an  jand  keine  Zen,  eine  Kono  csation
zu  beginnen,  denn  der  alte  Diener  des  Hauses,
ein  Mann  von  den  leinen  Manieren  eines  Bedienten
  altadeliger  Hauser  nach  dem  "  en
###ime,  offnete  lamtos  die  große  Ilügeltür  zum

 

Spelsesaal  und  sapte,  indem  er  sich  würdevoll
verneiate

„Heir  Grai,  es  ist  serriert.“

Graf  Valler#eis  bet  Miß  Wilcorx,  der  französische
  Dragoneooifzier  Mademoiselle  Genevicoe
  den  Arm,  und  man  ging  zu  Tisch  und

nahm  Platz.
Die  Unterlaltung  kam  sehr  chnell  in
Gang,  da  sich  nieinand  der  lieiuen  Tafelrunde

einen  besonderen  Zwang  auferlegte  und  sich
jeder  Mühe  gab,  sich  so  enfach  wie  möglich  zu

geben
Mi  1  schwärmte  ungemein  von
Deutschtond,  namte  es  ein  Sewal  es  Kulturmit
  einem  wunderbar  öftigen  und
Felhigenn  Volke,  das  man  leider  u3  zu  wenig

kenne  und  T#te  #el  elnschätze,  namentllch  die
deutschen  Sol

Bei  Sra  .#  sahen  sich  die  belden
Franzosen  höchs  bedeutsfam  an,  Liwießen  aber

über  die  Aeußenngen,  so  daß“  die  fe  nfunus-Miß
  Wilcox  sosort  bemertie,  mit  ihrer  Konversation
  auf  einen  höchst  söotutulhre  Voen
gekommen  zu  sen,  und  spielend,  wie  es  die
Art  der  Damen  der  großen  und  ganz  großen
Welt  durch  ihre  Erziehung  ist,  glitt  sie  in  ein
anderes  Fahrwosser  der  unterbolung  binüber
und  sagte  lächelnd  zu  dem  en:

„Sie  haben  F#ute  nachmttn  eit  Hirsche
gejagt,  erzöhlie  m  7  Geneviere  nach  un-Heren
  Ankuutt.  dlese  Urt  3  sehr  geährli


W  im  mindesten,“
mit  einer  abnehrenden  Handbewegung  zur
Antwork,  Schelerfese  sind  olgentlich  halb  ##

und  werden  meist  nur  eingegatlert  gehalten
und  un  3
,das  isl  aber  doch  keine  Jagd!“  dea“
tete  dle  Amerikenerin.  Saio  etwas  kann  man

hgab  der  Hausherr

#  raum  #oöchemen  Spört  nenen.-“  nein,  Varan
könnte  ich  kein  Vergnügen,  #indent

„Und  gerade  solch  e  ge  Jagd  w  ollte  ich
Ihnen,  —  Wilcox,  zu  ubben  in  den  mchsten
Tagen  arrongieren!  Wie  etn  ade!  Ich  hatte
alle  noch  auf  dem  Lande  be  nolcchen  Freunde,
die  nicht  bereits  ins  Seebad  abgereist  find,
sowie  die  Offiziere  der  Dragoner  vierzu  einladen
wollen!  Aber,  wenn  Sie  keine  Freude  daran
haben,  denken  wir  uns  ein  anberes  Vergnügen
für  unseren  lieben  Gast  au

„Lieber  Gra#,  ich  bin  Vonen  für  Ihre  Güte
zu  grossem  Danke  verpslichtet  und  nehme  bei
8  in  Amerika,  ja  auch  noch  in  Deulschland,
ern  an  Jagden,  besonders  zu  Plerde,  tell,  wenn
*  das  Wild  selbst  helsen  kann,  kfreie  Bahn
und  dieselbe  Chauce,  zu  entkommen,  hat  wie
auf  der  anderen  Seile  gestellt  und  gelötet  zu
werden,  aber  diese  franzosischen  Jagdsitten  sind
immer  etwas  gewesen,  was  inan  ein  unedles
Weidwerk  neur  8

Aui  diesen  zweiten  Tadol  französischer  Sitten
durch  die  Amerikanerin  sagten  die  Herren
auch  nichts.  Der  Graf  zeigte  zic,  sogar  etwas
verhimnn.  wußte  dies  aber  durch  sein  angeborenes
  Tantgefül  schnell  miederringen,  wahrend
  der  itän  mit  gerunzelter  Stien  aus
dem  Innereb  seines  schneeweisßen  Brotes  lleine
Kögelchen  drehte  und  stumm  auf  seinen  Teller
niedersah.

Ju  dumm!  dachte  er,  und  da  hat  man
sich  auf  so  eine  ausländliche  Schönheit  gefreut,
die  ja  allerdings  als  elwas  sehr  extranagant
galt.  Einer  Dollarprinzeß  sah  man  schon  manches
  nach,  aber  in  puncio  Hel  Krauzösischer
Sisten  und  Gebräuche  uund  noch  dazu  solch  ur.
alter,  wie  diese  Ja-#en  hleß  doch  die
Unaenlertbeit  des  ürc#e“  *  elner  Amerika- 



1  Nedner

Freltas,  1.  Schember  24%

*  nicht  angenemmen  würden.  dle
se  *  wünscht  nach  Aenderungen,  nader
  Frage  der  Angestellten=  Aus-*s


*r  befat  auch  noch  die
Etn  inter  te  Per-5
  kas,  &W  J7J  t  des  Krieg  Gene-#
  Gröner,  1  7  mnerlelbüne.  Der  berühmie

FSaese  des  cesamten  Feldoerlehtswese#ns,
der  jetzt  die  schwere  Bürde  trägt,  die  mit  der
Dourchführung  des  neuen  Gesetzes  verbunden
sein  wird,  emtfessekte  einen  Sturm  des  Beifalls,
als  er  von  unseren  Feinden  sprach,  die  die
ganze  Welt  gegen  uns  suseeot.  haben
  und  jetzt  wieder  den  Zuijammenbeuch  Rumäniens
  erleben  müssen;  so  möge  gUs  auch  England
  und  der  ganzen  übrigen  Gesellschaft  ge.
hen!

Ehfallen  erregte  der  radilal-,
  der  eine  Anklanerede  ruc.
gen  die  Schöpfer  des  Ceehes
  lt  ziemlich  unverblümt  von

der  er  e  Auffassung  lossagte,  indem

er  ausrief,  in  diesem  Kriege  werde  es  weder

Sieger  noch  Besiegte  geben.  Aus  die  Hetzrode

Vogtherrs  antwortete  um  halb  10  Uhr  abends

noch  kurz  Staatef  kretär  Dr.  Helfferich,  der  dem

vorhielt,  er  wünsche  das  Gegenteil
rom  Siege  Deutschlands.  Diese  Bemerkung  wur,
de  von  der  sczialdemokratischen  Arbeitogemein.
schaft  mit  Toben  begrüßt.

Die  S  uird  am  Donnerslag  sortgesatzt.

  Dabei  solt.  n  W—  —  be·
Oenen  werden.

Obetbaueringer  Candrut
München,  29.  Novbr.

er  Londrat  genehmigte  zunicht  die  Rechnungen
  und  Voranschläge  für  die  Nealschulen
in  Freising,  Ingolstadt,  Landsberg,  Noseneim,
  Traunstein,  Wasierburg  und  Weilheim.
Zu  den  Kosten  eines  neuen  Realschulgebaudes
  in  Wasserburg  uurde  ein  weiterer  Zuschuß
  von  15.000  Mark  (um  5000  Mark  weniger
  als  im  Vorjahre)  bewilligt.

Für  die  Ostpreußenhilse  übernimmt  8
eine  Landespatenschaft  mit  etra  825  000  W
davon  entfallen  auf  Oberbayern  250  000  i
Die  Beiträge  follen  dug  Umlagen  aufgebracht
werden.  Da  der  5  öpprrische  Landrat
reito  im  Vorj  00  Mark  bereitgestellkt
hat,  mussen  n  ½  Mark  in  Oberbayern
aufgebracht  werden;  die  auf  die  Kreisgemeinden
  noch  trefsenden“  40  000  Mark  wurden  von
Landrat  ohne  Erinnerung  genehmigt.  Die  weiteren
  150  000  Mark  sollen  je  zur  Hälfte  auf  die
Distrillsgemeinden  u.  die  unmitlelbaren  Städle

verteilt  werden.

Der  Ausschuß  für  Ei#uiegerhrinstatten  in
München  har  das  Ersuchen  gestellt.  der
Landrat  wolle  sich  grundsätzlich  für  die  Errichtung
  ven  Kriegerheinstätten  im  Rer.  V#
rungsbeziek  Oberbayern  aus  prechen.  Der  slän
bige  Landratsausschuß  wolle  mit  der  Ausarbeiung
  von  Vorschlägen  betraut  werden.  Weiler
sollt  für  die  Errichtung  von  Kriegerheimstätten
schon  jetzt  ein  Betrag  für  den  Saushaltsplan
Wingesett.  und  dieser  Betrag  als  überschreitbar
erllärt  werden.  Der  Landrat  beschlob,  zunächst
die  Regierung  aufzufordern,  sich  über  diese
Frage  zu  äußern.

An  Beiträgen  zu  Fistrikhestraßen  wurden  Mk.
280  000  bewilligt,  weiter  Mark  33  578  bezo#.
Mart  80  368  zur  Verbesserung  der  materiellen
Lage  der  Distriktstechniker  und  Distukisstraßen.
wärter.  Zur  Unterstutzung  von  Gemeinden  sur
Herstellung  uno  Unterhaltung  der  Gememde
blesbindungsuege  wurden  Mark  50  000  auäsge- 



 

Nerin  ein  ia  1  zu  wen  vemireen.

o  wandie  san  der  frauzömme  Dor
ofsizier  on  die  Lochter  des  Hauses,  um  sich
bald  in  ein  allheinemco  Eespräch  über  die
Weltlage  mit  ihr  zu  vertiesen.  Man  fühlte
aber  deutlich  dabei  beraus,  deb  er  in  bezug
auf  die  Armee  mehr  wisse,  als  er  sagte,  und
so  kam  dury  das  ewige  Hiacker  bein  irgendwie
  nennenswertes  Gespräch  in

Mitz  Wiscox  halte  auch  lans  Lust.
on  diesem  Abend  noch  viel  zu  prochen,
schüßte  Müdigkeit  von  der  langen  Reile  obe.
und  bat,  auch  ihr  sonstiges  Verhalten  danach
beurteilen  zu  wollen;  am  anderen  Tage  hoflfe
lie,  unlerhaltender  zu  sein.

auches  stimmte  dorin,  aber  eines  war
doch  in  ##  ulichteit  gang  andeors,  und  so  sohr
sie  sich  dagegen  ströubte,  nicht  doran  zu  deulen:
as  waren  die  Klützows  und  Wussows  domw
für  neitte  Menschen.  mit  denen  sie  da  oben  in
Deutschland  einige  stlille,  aber  bôslliche  Wochen
verlebt  hate!  Und  von  diesen  haue  einer  gonz
besonden?  diese  schöne  Eigenschaft,  und  das
war  der  deutsche  Ulanenleutnaut#  Er  haa#le
ihr  mances  aus  der  Entste##unysgeschichte  der
Mar  broben  erzöhll  und  von  der  Enerhie
und-  Zähigkeit  der  Bewohner,  aus  einer  halbe-Sandwüscc
  um  Lause  der  Jahre  solch  ein  heir'
liches  Stück  Land  Gecha  o  ü½  Kullur  hineingetragen
  zu  haben!  atie  die  prakticche
  Amerikanerin  einen  E  Melbec  bewlemmen.


 

#n—  —iIi.—4  —