Full text : Die slawischen Siedelungen im Königreich Sachsen mit Erklärung ihrer Namen.

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des  Mojen,  wie  Svojnice  von  Svojen  (al;  vergl.  Mojné  Böhm.,
sowie  wegen  des  Vokalwandels  urk.  Koyticz  und  Kayticz  für
Kaditz  aus  Kojeta.  —  Möckwitz  b.  Döbeln,  1369  in  fehlerhafter
Urkunde  CS.  II,  2,  96  Menckewicz,  wohl  Meuckewicz  zu  lesen
(wie  ebenda  statt  Honckendorff  Houckendorff),  1545  Magkitz,
1555  Mockawitz,  =  Mojkovici,  Sippe  des  Mojek  sal;  vergl.
Mojkowice  urk.  Pol.,  Mojkovic  und  Mojkovci  Serb.,  Mojkov
Böhm.,  Mojkow  urk.  Pol.  —  Menusdorf,  Schäferei  bei  Wachau,
dies  1105  Moistork?  Vergl.  Moys  b.  Görlitz,  urk.  Mopyges,
Mojis,  Moges.  —  Mochau  b.  Döbeln,  1090  in  burcwardo
Nimucowa  (CS.  I,  1,  355),  dann  Mochowa,  Muchowa,  Mochawe,
Mochaw,  1428  Mochow,  wahrscheinlich  Nemochova,  ow.
Njemochow,  Dorf  des  Nemoch  sds,  mit  Verlust  der  Verneinung
wie  in  Nepomys!  oder  Pomeisel  Böhm.,  Niwolkesthorp  oder
Wollsdorf  b.  Döbeln.  Vergl.  Nemosice  =  Familie  Nemoch,
2  JNemojov  und  Nemojéeves  Böhm.,  auch  2  Mochow  und
Mochovec  Böhm.

mok-,  afl.  makati,  modèiti,  tsch.  mociti,  moktiti  naß
machen,  nässen,  harnen,  mok  Naß,  moé  Nässe,  Harn,  podmokati
  von  unten  naß  werden,  podmok  das  Unternässen,
mokr##  naß.  PN.  Mok,  Mokos  oder  Makos  —  Nässer,
(Regengott  der  alten  Slaven),  Mokla,  Mos,  Moserad  (naßliebend,
  Molch),  Mokrusl,  Mokrous,  Mokrys,  Podmok,
#  Podmokla  (vom  Bettnässen);  Smjeck
Mockau  b.  Leipzig,  1359  Mockow,  1404  30  Mockaw,  1438
Mockauw,  Mogka,  wie  Mokov  Böhm.  Gut  des  Mok  (dl.  —
Mobschatz  b.  Dresden,  1091  Mococize  in  burgwardio  Wosice
oder  Guozdec  (provincia  Nisane),  1288  Mobschitz,  1350  Mepticz1),
  1468  Mopczicz,  1484  Mockschicz,  gewöhnlich  Mocksch
genannt,  —  Mokosici,  Familie  Mokos,  Nässers  (al,  sonach  richtiger
  Mockschitz  zu  benennen;  ebendaher  das  adjektivische  Mokosin
oder  Makusin  b.  Chrudim  in  Böhmen.  —  Mutzschwitz  b.  Lom- 



1)  Da  in  gleicher  Weise  wie  in  einer  Urkunde  von  1288  (CS.  II,  1,  222)
als  bischöflicher  Besitz  Paselitz,  Goren,  Mobschitz,  Donyn,  d.  i.  Baßlitz,  Görna,
Mobschatz,  Dohna,  auch  1350  mit  einander  Baselicz,  Mepticz,  Coren,  Donyn
genannt  werden  (CS.  II,  1,  374),  so  ergiebt  sich  die  Identität  von  Mobschitz
und  Mepticz,  welch  letzteres  von  Gersdorf  fälschlich  auf  Möbertitz  bezogen  wird;
ebenso  sind  auch  Goren  und  Coren  zu  identifizieren,  =  Görna  b.  Meißen,  nicht
das  erstere  mit  Göhra  b.  Großenhain,  das  andere  mit  Quohren  b.  Possendorf  zu
erklären.