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halten, das immer nur Baarschaft haben wollte. Mömpelgard
und Hohentwiel behielt er zwar noch immer, aber ersteres
war bald verpfändet, und die Erhaltung der letztern
Festung erfoderte noch einen Aufwand, der sich mit Hoff--nungen
nicht bestreiten ließ, und doch waren es nichts als
Hoffnungen, was er vom Franzdsischen Hofe erhielt. Wer
hätte nicht vermuthen sollen, König Franz werde eine Verbindung
mit dem Teutschen Fürsten, der Oesterreichischer
Erbfeind seyn mußte, auf das begierigste suchen, aber nicht
einmal nach Paris zu kommen 7) wurde ihm erlaubt, der
arme Krauskopf war einmal disseits und jenseits des Rheins
verrufen, so mächtig hatten Ulrichs von Hutten Schriften
gewirkt.
Welch' manche bittere Erinnerung in Ulrichs Seele aufgestiegen
seyn muß, wenn er, der vorher immer in den
herrlichsten Freuden gelebt hatte, wie der gemeinste Hülfsbedürftige
nach Brod gehen mußte, wenn ihm selbst Landgraf
Philipp von Hessen nach vergönntem kurzen Aufenthalt bei
seinem Hofe den lieben Rath gab 's), auch andere Höfe zu
besuchen, und übrigens die unmdgliche Wahl selbst überließ,
wohin er weiter gehen solle. Der Hof des Herzogs Henrich
von Braunschweig hätte ihm wohl am bereitwilligsten offen
stehen sollen, aber bei wem schmeckt Gnadenbrod bitterer als
bei einem Schwager, und mit dem Braunschweiger war
Ulrich nie gut gestanden, er hätte wohl mehr auf seine Liebe
zählen können, wenn er ein Bruder der Eva Trottin gewesen
wäre. Von seinem einzigen Sohn und von seiner ein-*)
Satt er II. Th. S. 155.
*W) S. die von Herrn Sattler angeführte Verantwortung Lgr. Philipps
bei Hortleder B. IV. 7. S. 166.