Kosten im Subhastationsverfahren. 131
Wenn nämlich dem Kläger auch zugegeben werden
kann, daß diese Kosten des ersten Beschlagnahmegläublgers
entstehen mußten, um die von demselben
beantragte Zwangsvollstreckung einzuleiten und solche
auch im Allgemeinen entstanden wären, gleichviel ob
der Kläger oder ein Anderer die Sache betrieben
hätte, so ändert sich doch sofort die Sachlage und
deren rechtliche Beurthellung mit dem Augenblicke,
in welchem der Kläger das von ihm ursprünglich
betriebene Vollstreckungsverfahren vollkommen ruhen
läßt und dadurch ein später auftretender Beschlagnahme-Gläubiger
gezwungen ist, das Zwangsvollstreckungsverfahren
von Neuem einzulelten. Denn in
dlesem Falle können die vom ersten Beschlagnahmegläubiger
veranlaßten Zwangsvollstreckungskosten nicht
mehr dem Interesse aller Betheiligten dienen; dieses
wäre nur dann der Fall, wenn der später auftretende
Beschlagnahmegläubiger noch in der Lage gewesen
wäre, nach Art. 42 der b. SO. dem Verfahren des
früheren Beschlagnahmegläubigers beitreten und bei
dessen Wegfall das Verfahren ungestört fortsetzen zu
können.
Diese Möglichkeit war jedoch hier vollständig
ausgeschlossen, da Auswels der Adhibendakten unterm
21. Juli 1884 auf Antrag des Klägers R. die
Sistlrung des Verfahrens und zugleich die Aufhebung
des auf den 24. Juli 1884 anberaumten Versteigerungstermines
verfügt worden war, worauf erst
unterm 21. November 1884 von dem Beklagten 3.
ein neuer Antrag auf Einleltung des Zwangsvollstreckungöverfahrens
gegen dieselben Schuldner gestellt
wurde und das Verfahren mit Gerichtsbeschluß
vom 24. November 1884 neu eingeleitet werden
mußte. Hienach waren aber die vom Kläger N. zur
Einleitung der Zwangsvollstreckung gegen die schuldnerischen
Eheleute G. aufgewendeten Kosten für die
Gesammtheit der im Vollstreckungsverfahren gegen
r