Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1891. (82)

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S.  4.
Das  Staatsministerium  wird  mit  der  Ausführung  dieses  Gesetzes  beauftragt.
Urkundlich  unter  Unserer  Höchsteigenhändigen  Unterschrift  und  beigedrucktem
Königlichen  Insiegel.
Gegeben  Neues  Palais,  den  18.  Juni  1891.

(d.  S.)  Wilhelm.

v.  Caprivi.  v.  Boetticher.  v.  Maybach.  Herrfurth.  v.  Schelling.
Frhr.  v.  Berlepsch.  Miquel.  v.  Kaltenborn.  v.  Heyden.  Gr.  v.  Zedligz.

Staatsvertrag,
betreffend
die  Abänderung  der  Landesgrenze  zwischen  dem  Königreiche  Preußen
und  dem  Herzogthume  Sachsen-Meiningen  in  den  Fluren  Großgestewitz
einerseits  und  den  Fluren  Kauerwitz  und  Kasekirchen  andererseits.
Vom  17.  Juli  1884.

Die  durch  den  Rezeß  vom  19.  November  1850,  welcher  von  den  beiden  Landesregierungen
  unter  dem  z  int  1852  genehmigt  worden  ist,  festgestellte  Landes.
grenze  zwischen  dem  Königreiche  Preußen  und  dem  Herzogthume  Sachsen-Meiningen,
  und  zwar  zwischen  den  Fluren  Großgestewitz  Preußischerseits  und
Kauerwitz  und  Kasekirchen  Sachsen-Meiningischerseits,  muß  in  Folge  von  Vorfluthsregulirungen
  abgeändert  werden.
Von  den  seitens  der  respektiven  Regierungen  zur  Abänderung  der  Landesgrenze
  ernannten  Kommissarien,  und  zwar:
a)  seitens  des  Königreichs  Preußen,  dem  Königlichen  Landrath  des  Kreises
Weißenfels  Herrn  Adolf  von  Richter  und
b)  seitens  des  Herzogthums  Sachsen-Meiningen,  dem  Herzoglichen  Hofrath
und  Landrath  des  Kreises  Saalfeld  Herrn  Hermann  Schneider,
wird  unter  Vorbehalt  der  Genehmigung  der  beiderseitigen  Staatsregierungen
nachstehender  Rezeß  abgeschlossen:

 

 

S.  1.
Bisheriges  Verhältniß.
Die  vorbezeichnete  Landesgrenzstrecke  wurde  bisher  durch  den  sogenannten
Ritschkenbach,  einen  unbedeutenden,  größtentheils  im  Jahre  trockenen  Graben