thumbs : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1844. (28)

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Art.  21.

Gegenwaͤrtiger  Vertrag  soll  zur  Landesherrlichen  Genehmigung  vorgelegt
und  die  Auswechselung  der  darüber  auszufertigenden  Ratifikations-Urkunden  sobald
  als  möglich,  spatestens  aber  binnen  acht  Wochen,  bewirkt  werden.

Zu  Urkund  dessen  ist  derselbe  von  den  gegenseitigen  Bevollmächtigten  vollzogen
  und  besiegelt  worden.

So  geschehen  Berlin  den  19.  April  1844.
gez,  Adolf  v.  Pommer-Esche.  Carl  Thon.  Otto  Wilh.  Carl  v.  Röder.

G  G

Statut

der

Thüringischen  Eisenbahn-Gesellschaft.
I.  Allgemeine  Bestimmungen.

g.  1.
Unter  der  Benennung:
Thüringische  Eisenbahn-Gesellschaft
verbindet  sich  eine  mit  den  Rechten  einer  juristischen  Person  versehene  Aktien-Gesellschaft
  zum  Baue  und  Betriebe  einer  Eisenbahn,  welche,  an  die  Magdeburg-Cöthen-Halle-Leipziger
  Eisenbahn  sich  unmittelbar  anschließend,  von
Halle  in  der  Richtung  auf  Merseburg,  Weißenfels,  Naumburg,  Weimar,
  Erfurt,  Gotha  bis  nach  Eisenach  führt  und  demnechst  weiter  bis  gegen
  die  Kurfürstlich  Hessische  Grenze  bei  Gerstungen  fortgesetzt  werden  soll,
wenn  die  Fortführung  der  Bahn  entweder  über  Rotenburg  nach  Cassel  oder
über  Meiningen  und  Coburg  nach  Bamberg  sichergestellt  seyn  wird.

Die  Festsetzung  der  Bahnlinie  und  des  Bau-Projekts  bleibt  der  Königlich
Preußischen,  der  Großherzoglich  Sachsen-Weimar-Eisenachischen  und  der  Herzoglich
  Sachsen-Coburg  und  Gothaischen  Regierung  vorbehalten.  Die  auf
Veranlassung  der  drei  hohen  Regierungen  gefertigten  technischen  Vorarbeiten

sind  von  der  Gesellschaft  gegen  Erstattung  der  aufgewendeten  Kosten  zu  übernehmen.