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hatte, nannte ihn das Volk zum Spotte den
„Winterkönig“. Die Union löste sich auf.
Uber das unglückliche Böhmen ließ Kaiser
Ferdinand ein furchtbares Strafgericht abhalten;
den Majestätsbrief vernichtete er. Die
PDrotestanten, die sich weigerten, zur katholischen
Kirche zurückzukehren, verwies er des
Landes. Infolgedessen wanderten über 50 000
Familien aus ihrer heimat aus. Die Führer
der Böhmen, 27 evangelische Edelleute, wurden
in Drag hingerichtet; ihre Landgüter gab der
Kaiser seinen Anhängern. Der herzog Maximilian
von Bayern erhielt als Belohnung für
seine hilfe einen Teil der Länder Griedrichs
und die Kurwürde.
---s -- 5. Ernst von Mansfeld und Christian
Guftav Zdolf. von Braunschweig. Für den vertriebenen
Kurfürsten kämpften am Rhein und in Norddeutschland
der Graf Ernst von Mansfeld und der herzog Chriftian von
Braunschweig. Beide waren rauhe und wilde Kriegsmänner, die mit ihren
Söldnerscharen Deutschland verheerten, ohne zwischen Katholiken und Hrotestanten
einen Unterschied zu machen.
4. Tilly. Lgeldherr der Liga war der bayerische General Graf Tilly. Er stand
damals schon in vorgerücktem Lebensalter, war klein von Gestalt und trug einen spitzen
Kinnbart. Tilly war ein hervorragender HLeldherr und wie sein herr, der herzog
Maximilian, streng katholisch gesinnt. Er schlug Ernst von Mansfeld und Christian
von Braunschweig in mehreren Schlachten, ohne jedoch ihre heere völlig vernichten
zu können.
5. Der dänenkönig Christian IV. Als Naiser Ferdinand mit hilfe der Liga
seine Feinde besiegt hatte, riefen einige norddeutsche Stände aus Furcht für ihren Glauben
den Dänenkönig Christian IV. zu hilfe. Er war zugleich Derzog von holstein, also
auch deutscher Reichsfürst. Mit einem stattlichen heere trat er den Truppen der Liga
gegenüber. Auch Ernst von Mansfeld hatte die Trümmer seines heeres gesammelt und
durch ZAuwerbungen ergänzt. Um diesen Feinden begegnen zu können, war der Kaiser
vollständig auf die hilfe der Liga angewiesen. Er selbst besaß keinen geeigneten
Heldherrn und auch nicht Geld genug, um ein heer anwerben zu können; denn in den
habsburgischen Stammlanden herrschte wegen der Glaubensstreitigkeiten Kufruhr.
Da erbot sich Wallenstein, ein böhmischer Edelmann, auf eigne Kosten ein
Heer zu schaffen, wenn ihm der Cberbefehl und die Anstellung der Offiziere überlassen
würde.
6. Wallenstein war das Nind lutherischer Eltern. In früher Jugend verwaist,
wurde er jedoch katholisch erzogen. Er nahm später Kriegsdienste und
wurde wegen seiner Tapferkeit Oberst. Durch seine Derheiratung gelangte er
zu sehr großem Reichtume und lieh dem Naiser für den Krieg bedeutende Geldsummen.
Als ECntschädigung dafür erhielt er das herzogtum Sriedland in
Böhmen, so daß er herzog und deutscher Reichsfürst wurde. Wallenstein war von