72 9. Gesetz, betr. die Errichtung öffentlicher Schlachthäuser.
ausschließlich zu benutzende Schlachthaus den örtlichen
Bedürfnissen entsprechend einzurichten und zu erhalten.
Will die Gemeinde die Anstalt eingehen lassen, so
ist der Termin der Aufhebung von der Genehmigung
der Regierung“ abhängig.
¼Über die Art der Ausführung der Schlachtvieh= und Fleischbeschau
im Schlachthause vgl. § 6 des Ges. v. 28. Juni 1902 (GS.
S. 229).
* Val. § 3 A. 1.
§ 5. Die Gemeinde ist befugt, für die Benutzung
der Anstalt, sowie für die Untersuchung des Schlachtviehes,
beziehungsweise des Fleisches, Gebühren zu
erheben. Der Gebührentarif wird durch Gemeindebeschluß
auf mindestens einjährige Dauer festgesetzt
und zur öffentlichen Kenntnis gebracht.
Die Höhe der Tarifsätze ist so zu bemessen, daß
1. die für die Untersuchung (§ 2) zu entrichtenden
Gebühren die Kosten dieser Untersuchung,
2. die Gebühren für die Schlachthausbenutzung
den zur Unterhaltung der Anlagen, für die Betriebskosten,
sowie zur Verzinsung und allmählichen
Amortisation des Anlagekapitals und der etwa
gezahlten Entschädigungssumme (§ 7) erforderlichen
Betrag
nicht übersteigen.
Ein höherer Zinsfuß als fünf Prozent jährlich und
eine höhere Amortisationsquote als ein Prozent nebst den
jährlich ersparten Zinsen darf hierbei nicht berechnet
werden.:
1 Die Bestimmungen über Höhe der Gebühren sind abgeändert
durch § 11 Abs. 2 u. 3 d. Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli