Titelkartusche der Karte „Vorussia“ in J. B. Homanns (1663—1724) Atlas, etwas verkleinert.
Der Staat des Großen Bönigs. 1013—1807.
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Die Begründung durch Rönig Friedrich Wilhelm I. 15—7740.
ARuswärtige Holikik.
ein Monarch Preußens, kein Herrscher der Welt vielleicht ist
schlimmer verkannt, ist ärger verketzert worden, als König
Friedrich Wilhelm I. Indem man nur die scharfen Kanten
und die Härten seines Regimentes in Betracht zog, und
indem man diese Härten fast lediglich nach den Berichten
und Aufzeichnungen von Persönlichkeiten, die dem Könige
und seinem Staate mißgünstig waren, beurteilte, vergaß
man, daß der Strudel, der während seiner Regierung alles
3 . im Staate vom höchstgestellten bis zum niedersten Beamten,
vom vornehmsten Mitgliede der Herrscherfamilie bis zum
gemeinsten Bürger, ergriff, dem Staate zum Heile war, ihn nach oben riß. Man vergaß
aber auch, daß die Verderbnis damals eine so tief gehende, eine fast alle Stände und
Institute des Staates umfassende war, daß eine andere als eine gewaltsame Hand überhaupt
eine Aenderung gar nicht hervorbringen konnte. Der Schlendrian und die Durchstechereien
in der Verwaltung, gesinnungslose Schmeichelei und betrügerische Vetternwirtschaft
in der Gesellschaft waren so mannigfach im Schwunge, daß selbst die
Empfindung für ihre Ruchlosigkeit vielfach geschwunden war, und nur mit eisernem