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Puschendorf, Dekanats Markt Erlbach,
erlediget worden, deren Ertrag in der nicht
beglaubigten Fassion auf 396 fl. 42 kr. be-
rechnet worden ist.
Im Ober Mainkreise:
7) Das Benesicium in Plösberg.
Durch die Versezung des Beneficiaten
Kurz auf die Pfarrei Münchenreuth )ist das
Beneficium zu Plösberg in der Pfarrei
Pücheroreuth der Regenoburgischen Diöcese
in Erledigung gekommen.
Zu den Verbindlichkeiten des Benesicia-
ten gehören ausser dem öffentlichen Gottes-
dienste und Messelesen auch die Aushilfe
der Seelsorge bei 13oo diesem Benefsicium
zugetheilten Seelen, und Aufsicht auf die
im Orte befindliche katholische Schule. Das
Einkommen besteht in r3o fl. Das Bener
sicimm ist für solche Geistliche bestimmr,
welche bereits eine Pension vom Staate
genießen.
) S. 544.
Privilegium.
Für eine neuerfundene Linir= und Nastrir Ma-
schine.
Dem Kanonikus Sigmund Adam aus
dem ehemaligen Stiste St. Zeno dahier
ist von Seiner Majestät dem Könige für
eine von ihm gemachte neue Erfindung einer
sehr vortheilhaften Linir= und Rastrir Ma-
schine zu allen Gattungen von Tabellen,
Rechen= und Handelsbüchern, Muste= und
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Schulpapieren, ein ausschließendes Privile-
aLium auf zehn Jahre in der Art ertheile
worden, daß Niemand binnen dieses Zeit-
raums, ohne des Erfinders Einwilligung,
die erwähnte Linic, und Rastrir Maschine
unter welcher Form es seyn möge, in dem
Königreiche verfertigen, nachmachen und ver-
kaufen dürfe, bei Vermeidung einer Geld-
busse ven Einhundert Thalern, halb dem
Aerar, halb dem Besizer dieses Privileglums
heimfdllig; alles dieses jedoch unbeschadet
den allenfallsigen Rechten Dritcer und ins-
besondere derjenigen, welche sich als frühere
Erfinder ausweisen könnten, oder die Erfin=
dung selbst wesentlich verbessern würden.
München den 23. Juni 1877.
(Beiträge zum Militär Invaliden Fonde.)
Der Vater des vermißten Ancon Laaber
aus Steinheim Landgerichts Höchstäde im
4. Chevaurlegers Regimente (König), har auf
dessen in 3 fl. 23 kr. bestehendes Löhnungs-
Guthaben Verzicht geleistet, welche von dem
genannten Regimente nach Abzug 21 kr. Ahl.
für Stempel= und Inserations Gebühr, dann
7 kr. Porto, mit 2 fl. 54 kr. 4 hl. zum Mi-
lirär Invaliden Fonde eingesendet, und ven
diesen gegen die verordnungsmässig zu über-
nehmende Sicherheit auf § Jahre, verein-
nahmt wurden, wofür daher öffentlich ges
dankt wird.
München, den 1. Juni 1877.
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