Nr. 203. 1915. 1095
„0) Zündgarn.
(1) In starke, dichte, sicher verschlossene Holzkisten zu verpacken,
die im Innern mit gutem zähen Papier vollständig ausgelegt
oder mit dünnen Zinkeinsätzen versehen sind.
(2) Vor dem Einlegen in die Kisten sind die Stücke von höchstens
20 m Zündgarn auf mindestens fünffach gefaltete Pappestreifen
in einer Lage aufzuwickeln. In jede Falte ist ein an den
Außenseiten mindestens 1 cm überstehender Pappestreifen zu legen.
Die Stücke sind in Packpapier einzuwickeln und fest zu umschnüren.
Je 10 davon sind durch doppelte Umwickelung mit starkem Packpapier
zu einem Pakete zu vereinigen, das kreuzweise umschnürt und
in ein Holzkästchen von mindestens 10 mm Brettstärke so eingepackt
sein muß, daß zwischen dem Paket und dem Holzkästchen überall ein
Zwischenraum von mindestens 6 cm vorhanden ist, der mit Sägemehl
fest ausgefüllt sein muß. Ein Frachtstück darf höchstens 30
solcher Kästchen enthalten. Von den so verpackten Kästchen dürfen
höchstens 5 mit anderen Feuerwerkskörpern in ein Frachtstück vereinigt
werden.
(3) Die äußeren Behälter müssen die deutliche Aufschrift
tragen:
„Zündgarn lc“.
12. Seite 37 unter 1c. Zündwaren — Verladungsvorschriften
ist in Abschnitt A am Schluß des Absatzes 3 ein Komma zu machen
und anzufügen „„ bei Zündgarn (Ziffer 1e), daß es den Stabilitätsbedingungen
unter I. a. B. 1, Gruppe (1) a) und b) der Anlage C zur
Eisenbahn-Verkehrsordnung genügt.“".
13. Seite 24 unter Ib. Munition — Gü terverzeichnis.
2. c) ist „Knallsalz“ zu berichtigen in „Knallsatz“.
Schwerin, den 14. Dezember 1915.
Großherzoglich Mecklenburgisches Ministerium des Innern.
L. v. Meerheimb.