1296 Nr. 183. 1917.
*
Bei Fohlenfellen, Esel= und Mauleselhäuten:
a) für leichte Beschädigung) um
insgesamt 0,75 .“ für das Fell;
b) für schwere Beschädigung (2 Löcher oder 3 tiefe Kerben oder Narbenbeschädigung)
um
insgesamt 1,50 -¾ für das Fell;
) für Schußfelle (stark verschnittene oder matte Felle)
um ein Drittel des Grundpreises.
Die Abzüge unter a und d sind bis zum Betrage des unter e festgesetzten Abzuges
anzurechnen; der Abzug unter schließt die Abzüge unter a und b aus.
8 7.
Zahlungsbedingungen.
Die Höchstpreise schließen den Umsatzstempel, die Kosten der Salzung und einmonatlicher
Lagerung, ferner die Kosten der Beförderung bis zum nächsten Güterbahnhof
oder bis zur nächsten Anlegestelle des Schiffes oder Kahnes und die Kosten der
Verladung ein und gelten für Barzahlung.
Wird der Kaufpreis gestundet, so dürfen bis zu 2 v. H. Jahreszinsen über Reichsbankdiskont
hinzugeschlagen werden. ·
§8.
Zurückhalten von Vorräten.
Bei Zurückhalten von Vorräten ist Enteignung zu den gemäß § 2 a Anmerkung
für die betreffende Lieferungsstufe in Betracht kommenden Preisen, höchstens jedoch zu
en unter § 2b für nicht vorschriftsmäßig geliefertes Gefälle festgesetzten Höchstpreisen,
zu gewärtigen.
§5 9.
Ausnahmen.
Anträge auf Bewilligung von Ausnahmen sind an das Lederzuweisungsamt der
Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Berlin W 9,
Budapester Straße 5, zu richten. Die Entscheidung behält sich der unterzeichnete zuständige
Militärbefehlshaber vor.
8 10.
Inkrafttreten.
Diese Bekanntmachung tritt mit dem 20.Oktober 1917 für das an diesem Tage oder
später entstehende Gefälle, im übrigen mit dem 1. Dezember 1917 in Kraft. Die Bekanntmachung
Nr. Ch. II. 700/7. 16. K.R. A. vom 31. Juli 1916 tritt hinsichtlich des
*) Tiefer Schnitt (auch Schãchtschnitt), tiefe Kerbe oder Loch, Geschwür, Faulstelle.