Full text : Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1823. (7)

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Nach  beendigeer  Loosziehung  ist  die  Verloosungsliste  in  zwey  Exemplarien  auszufertigen,
  wovon  das  eine  sogleich,  durch  Anschlag  im  Verloosungs-Lokal,  zur  allgemeinen
Kenntniß  zu  bringen  ist.

10)  Die  Einstellung  der  Rilitär-  Pflichtigen  betreffend.
k  20.

Der  von  Großherzoglicher  Landes-Direktion  auf  den  Verloosungsbezirk,  nach  den  verschiedenen
  Waffengattungen,  repartirte  Rekruten,  Bedarf,  wird  hierauf  bekannt  gemacht,
und  zuglelch  wird  die  Ueberweisung  der  dazu,  nach  der  Loosnummer-Reihe,  gehsrigen  Militär-Pflichtigen
  an  den  Militär-  Kommissar  bewirkt,  um  mit  deren  Verpflichtung  alsbald
zu  verfahren,  in  so  weit  alo  der  eine  oder  der  andere  nicht  auf  Zulassung  zur  Stellvertre,
tung  und  zum  Nummertausch  antragen  will,  wozu  die  gesetzliche  Frist  von  vier  Wochen,
unter  Verweisung  auf  die  geseblichen  Bestimmungen  und  Bedingungen,  unter  welchen  diese
Verträge  eingegangen  werden  können,  sofort  zu  gestatten  ist.

In  Ansehung  der  Abwesenden,  welche  ihren  Loosnummern  nach  zum  alsöbaldigen  Eintritt
  in  den  Milirr-Dienst  schuldig  sind,  hat  der  Landrath,  mie  gehöriger  Berücksschtigung
deS  Grundes  ihrer  Abwesenheit  und  der  Ortsentfernung,  die  Frist  zu  bestimmen,  binnen
welcher  sie  sich  unfehlbar  und  bey  Vermeidung  der  (im  é.  30  und  40  Nr.  1)  gesetzlich
angedrohten  Ungehorsamsstrafe  stellen  müssen,  und  den  Bevollmächtigten,  resp.  den  Ortsvorstand
  des  Betheiligten,  zu  Benachrichtigung  desselben  hiervon,  gehörig  anzuweisen.

.  21.

Bey  Ueberweisung  der  Dienstpflichtigen  an  den  Militär-Kommissar  ist  denselben  zu
eröffnen,  daß  diejenigen,  welche  zum  Kavallerie  =  oder  Artillerie-Dienste  brauchbar  sepen,
und  in  diese  Wassengattungen  vorzugeweise  einzutreten  wünschen,  am  besten  thun  werden,
sich  veshalb  baldigst  zu  melden,  weil  das  diesfallsige  Vorzugörecht  nach  dem  §.  29  durch
die  frühere  Anmeldung  bediugt  sey.  Hiermit  ist  das  Protokoll  zu  schließen  und  sodans
den  Kommissaxien  zur  Mitunterzeichnung  vorzulegen.

§.  22.

Nach  dem  Verlaufe  der  zu  Abschließung  von  Stellvertretungsverträgen  gefehten  vierwöchentlichen
  Frist  sind  entweder  dieienigen,  welche  noch  keinen  Vertreter  gestellẽ  haben,  oder
die  gestellten  Vertreter  dem  Mtlitär  -Kommissor  annoch  gehörig  zu  überweisen  und  zur
Verpflichtung  zuzusenden,  worauf  die  Akten  über  das  Verloosungs=  und  Einstellungögeschäft
  für  geschlossen  anzunehmen  und  mit  Bericht  an  die  Großherzogliche  Landes-Direktion
  einzusenden  sind,  um  das  dabey  beobachtete  Verfahren  zu  prüfen  und  nach  Besinden
zu  genehmigen,  auch  um  die  zu  Vollendung  des  fraglichen  Geschäftes  sonst  noch  erforderli.
chen  Verfügungen  zu  erlassen.

.  23.

Alles,  was  nach  beendigtem  Jahres-Verloosungögeschäft  die  noch  nicht  eingestellten
  Dienstpflichtigen,  wegen  ihres  Militär-Pflichtigkeltsverhälenisfes,  anund
  vorbringen,  gehört  ebenfalls  zunächst  vor  den  Bezirks-tandrath,  von  welchem,  nach
Besinden,  deShalb  an  die  Landes,  Direktion  Bericht  zu  erstateen  ist.  «