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E. Kreis der Pflanzentiere oder Darmlosen.
Strahlige Wassertiere mit einem Hohlraum für die Ernährung. (Polypen
oder Korallen; gallertartige, lebhaft gefärbte Quallen; Badeschwamm.)
F. Kreis der Strahltiere oder Stachelhäuter (Seesterne).
G. Kreis der Urtiere. Winzige Aufgußtierchen oder Infusorien.
Pflanzenkunde oder Votanik.
Man unterscheidet im Pflanzenreiche 4 große natürliche Abteilungen. Zur
1. gehören die Schleimpflanzen, die aus einem Häusfchen Schleim bestehen
und so klein sind, daß wir sie meistens übersehen. Die gelben Flecken auf
alten Baumstümpfen oder auf Gerberlohe bestehen aus solchen Schleimklümpchen.
Die 2. Abteilung bilden die Lagerpflanzen. Ihr Körper ist lagerartig ausebreitet,
gliedert sich nicht in Stamm und Blatt und hat niemals echte Wurzeln.
Die kleinsten unter ihnen vermehren sich durch Teilung oder Spaltung und sind
jene winzigen Bazillen und Bakterien, die uns oft so gefährlich werden,
weil sie die ansteckenden Krankheiten (Diphtheritis, Cholera, Typhus) erzeugen.
Zu den Lagerpflanzen gehören auch die Algen, von denen etliche nur mit
den schärfsten Vergrößerungsgläsern erkannt werden können. Andere aber sind
Riesen des Pflanzenreiches und reichen aus beträchtlichen Tiefen des Meeres bis
an die Oberfläche, wo sie wie grüne Bänder schwimmen. Noch formen= und
artenreicher sind die Flechten und Pilze, wie z. B. der Rost an den Blättern
und Stengeln vieler Pflanzen, der Schorf und Schimmel auf den Kartoffeln,
der Meltau auf den Blättern, die Hefe im Brot, das giftige Mutterkorn
am Roggen und die schwarzen Brandpilze, die das Getreide verderben.
Höhere Pilze sind der giftige Fliegenpilz mit seinem roten Hut, der weiße
eßbare Champignon mit dem nußartigen Geruch, der braune, wohlschmeckende
Steinpilz, das kleine eßbare Gelböhrchen. Von den Flechten merken wir
die grüne Bartflechte an alten Waldbäumen und die Renntierflechte des
Nordens. Zur 3. Abteilung des Pflanzenreiches gehören die Moose, Farne
und Schachtelhalme. Der grüne oosteppich des Waldes beherbergt
Tausende von Einzelpflänzchen, die wohl Stengel und Blatt, jedoch keine eigentliche,
in die Erde gehende Wurzel haben, wie die Torfmoose zeigen. Die Farne
aber haben eine Wurzel, wie wir an dem Tüpfelfarn sehen. Ein gleiches
gilt von den Schachtelhalmen, wie der bleiche Ackerschachtelhalm zeigt.
Wurzel, Stengel und Blatt sind also hier als Teile vorhanden; wir sehen,
wie die Planze von den einfachsten Formen zu immer zusammengesetzteren
aufsteigt. Die Blüte, aus der die Früchte reifen, fehlt diesen Pflanzen; darum
muß ihre Fortpflanzung eine andere sein. Bei den einfachsten war es Teilung,
bei den zusammen Geocbren sind es die Sporen. Klopfe das obere Stengelende
des bleichen Schachtelhalmes, das wie eine kleine Ahre aussieht, auf die Hand!
Grüne Stäubchen bleiben haften. Sie sehen unter starker Vergrößerung wie
kleine Schläuche aus. Fallen sie auf die Erde, so keimen sie wie Samenkörner-=Die
4. Abteilung des Pflanzenreiches umfaßt die Blütenpflanzen. Eine
vollständige Blüte umfaßt 4 Blattkreise; sie heißen von außen nach innen:
Kelch, Blumenkrone, Staubgefäße, Stempel. Kelch und Blumenkrone bilden oft
nur einen Kreis und heißen dann Blütenhülle (Tulpe). Diese Blätter
schützen die zarten Staubgefäße und Stempel und schließen sich deshalb zur
Nachtruhe. In manchen Blüten fehlen die Stempel (gelbes Weidenkätzchen),
in anderen die Staubgefäße (grünes Weidenkätzchen). Dann haben wir
Staubgefäße und Stempelblüten entweder auf einer Pflanze (Haselnußstrauch)
oder auf verschiedenen Pflanzen (Weide), und der Wind muß den Blütenstaub
auf die Narben der Stempel tragen, damit eine Frucht reifen kann (Windblüters:
oft thun es auch die Insekten, die Honigseim suchen (Insektenblüter). Wenn kein
Blütenstaub auf die Narbe kommt, so stirbt die Blüte ab, und es reift keine Frucht.
Die einfachsten Blüten haben die Nacktsamer. Dazu gehören unsere Nadelbäume,
deren Samen nackt und bloß unter den Schuppen der Zapfen liegen.