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leicht Stuͤcke vom Land abgerissen würden, um den Roͤmischen
König zu befriedigen, oder daß auch nur der unglückliche
Cadanische Vertrag noch einmal bestätigt werde, der
ihnen auf den Fall der Erloͤschung des damals regierenden
Mannsstamms die schmeichlendste Hoffnung entriß. Die
Kaiserlich-spanischen Besatzungen in den wichtigsten Festungen
des Landes waren noch nicht abgeführt, und ausser den
großen Kosten, welche dieselben verursachten, blieben sie auch
ein Haupthinderniß, daß nicht das Interim abgeschafft, der
langweilige Afterlehnsprozeß beschleunigt wurde. Ohnedieß
vervielfältigten sich in diesen Zeiten die Reichsbedürfnisse,
die Türkenhülfe wurde zuletzt etwas jährliches, zu Unterhaltung
des Kammergerichts wollte der protestantische Fürst
noch weniger zahlen, warum sollte er seinen eigenen Feind
nähren, und doch seit der Schlacht bei Möhlberg, seitdem
Karl auf dem Augspurger Rlichstag gezeigt hatte, daß auch
die Churhüre in seiner Hand seyen, mußte man mit
Demuth dem Kaiser und seinen Spanischen Räthen nachgeben.
Noch ein Glück, daß Karl und Ferdinand nicht ganz
zusammenstimmten, und letzterer durch seinen Prinzen Marimilian
für der Thorheit verwahrt wurde, sich seine Rdmische
Kduigskrone von dem falschfreundlichen Bruder zum
Vortheil des albernstolzen Philipps abschwatzen zu lassen.
Herzog Christoph, der alle abwechslende Witterungen
am kaiserlichen und königlichen Hofe vortrefflich kannte,
mit Karls und Ferdinands Räthen, und was ihm noch nützlicher
war mit den Canzleischreibern von beiden persönlich
genau bekannt war, nutzte den Zwist der beiden Brüder,
that unterthänig gegen den Kaiser, um ihn bei seinem Prozesse
zum Freunde zu behalten, und besänftigte Ferdinanden
durch seinen Tochtermann Herzog Albert von Baiern, viel-