Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1885. (19)

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Artikel  XVI.

Der  Betriebswechsel  soll  stattfinden:
a)  bezüglich  der  Eisenbahn  von  Mittelsteine  nach  Ottendorf  (Braunau)  in

der  Station  Mittelsteine  der  bestehenden  preußischen  Eisenbahnlinie
Dittersbach  —  Glatz;

b)  bezüglich  der  Eisenbahn  von  Hannsdorf  über  Lindewiese  nach  Ziegenhals

  in  der  bestehenden  preußischen  Station  Ziegenhals;

c)  bezüglich  der  Eisenbahn  von  Lindewiese  nach  Ottmachau  in  der  in

unmittelbarer  Nähe  der  beiderseitigen  Reichsgrenze  bei  Barzdorf  oder
Heinersdorf  neu  anzulegenden  Uebergangsstation;

d)  bezüglich  der  Eisenbahn  von  Ratibor  nach  Troppau  in  der  bestehenden

Station  Troppau  der  Mährisch-Schlesischen  Zentralbahn.

Zu  diesem  Zweck  wird  Folgendes  vereinbart:
Zu  a:  Die  Königlich  preußische  Regierung  wird  der  privilegirten  österreichisch-Zu

  b:

Zu  c:

Zu  d:

ungarischen  Staatseisenbahngesellschaft  den  Betrieb  auf  der  Strecke  von
der  beiderseitigen  Grenze  bis  zur  Wechselstation  Mittelsteine  überlassen
und  derselben  die  Mitbenutzung  dieser  Wechselstation  gestatten  (Artikel  XVII
und  XVIII.

Dem  österreichischen  Unternehmer  der  Eisenbahn  Hannsdorf—  Ziegenhals
wird  seitens  der  Königlich  preußischen  Staatseisenbahnverwaltung  das
Recht  der  Mitbenutzung  der  bestehenden  Station  Ziegenhals  eingeräumt
werden.

Je  nachdem  die  Uebergangsstation  auf  preußischem  Staatsgebiete  bei
Heinersdorf  oder  auf  österreichischem  Staatsgebiete  bei  Barzdorf  angelegt
wird,  soll  dem  Unternehmer  der  österreichischen  Theilstrecke  die  Mitbenutzung
  der  Uebergangsstation  Heinersdorf,  beziehungsweise  der  preußischen
  Staatseisenbahnverwaltung  die  Mitbenutzung  der  Uebergangsstation
Barzdorf  eingeräumt  werden.

Die  Kaiserlich  Königlich  österreichische  Regierung  wird  die  Verwaltung
der  Mährisch-Schlesischen  Zentralbahn  anhalten,  der  Königlich  preußischen
Staatseisenbahnverwaltung  die  Mitbenutzung  ihrer  bestehenden  Station
Troppau  und  eventuell  auch  der  Verbindungsbahn  von  dieser  Station
nach  dem  Bahnhofe  der  ausschließlich  privilegirten  Kaiser-Ferdinands-Nordbahn
  bei  Troppau  zu  gestatten.  Desgleichen  wird,  im  Falle  der
Bau  der  Bahnstrecke  von  Troppau  bis  zur  beiderseitigen  Reichsgrenze
nicht  der  Königlich  preußischen  Regierung  überlassen,  sondern  einem
Privatunternehmer  konzessionirt  werden  sollte  (Artikel  IV),  dem  letzteren
seitens  der  Kaiserlich  Königlich  österreichischen  Regierung  die  Ver-