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der Adel, welche Meineide und welche erniedrigende Visitationen,
welche unentdeckbare Betruge und welche unertraͤgliche
Haͤrte in Aufforschung dieser Betruge das neue Steuersystem
nothwendig veranlassen muͤßte.
Man zweifelte laut, ob der Vicecanzler, der am nachdruͤcklichsten
fuͤr die neue Licenteinrichtung sprach *), reiflich
genug bedacht habe, wie ungeschickt eine solche Steuer fuͤr
ein Land sey, das, von fremden Herrschaften so nahe begraͤnzt
und so häufig durchschnitten, Juden und Christen die
gebahntesten Schleichwege zeige. Ob es auch zuverlässig berechnet
werden konne, wie viel jährlich die Licentstcuer betrage,
daß sich nicht Reste aus einem Jahr in das andere
zögen, neue und alte Summen zusammenwüchsen, daß der
Licent nicht höher angesezt werde, als man zu Aufbringung
der nöthigen Summen nöthig habe, und daß nicht durch oͤftere,
auf den erst noch zu lernenden Erfolg relative, Hauptveränderuligen
das Volk noch ungedulriger, die unvermeidliche
Betrügerei noch häufiger gemacht werde. Man berechnete
schon voraus, wie wenig Gewinn seyn könne, wenn
man die größeren Hebungskosien, die mit dem Licente verbunden
seyen, erst noch abziehe, und man rechucte bis zum
negativen zurück, wenn man die Summen, die das ausgee)
Schon den großen Landtag M. Febr. 168z eröffnete der Vicecanzler
Hugo mit dem Terte aus dem Jesaias: „Eure Ge-„dauken
sind nicht meine Gedanken, cure Wege
„nicht meinr Wegr.“ Es wurde auf diesem Landtage
doch durchgesezt, daß nach dem Beispiele, das man in Zelle
und Wolfenbüttel für sich hatte, durch eine fürül. Verordn.
9. Jun. 1683 eine Vier= und Malaccise ausgeschrieben werden
konnse; dies war ein Vorbote der drei Jahre daranf folgenden
Generalconsumtionsaccise. Was Rehtm. Ehren. S.
4725 von Hugo's Huldigungsrede sagt, isi unrichtig.