Uunmimer 14
deuten. De. Benkler tritt wester bafür ein,
bd dfe schwierigste Frage unferes Verfasfungslebens,
ob eine Neureelnn der Slee Uerteilung
zwischen Reich, Bundessigaten und Gemeinden
durchgeführt werden soll, sowie ferner,
wie piel durch direkte Stenern oder indrrekte
Steuern gedeckt werden soll und welche Monopole
eingeführt werden müssen, erst nach dem
Abschlufse des Krieges erörtert werdenkönne.
berihieene Rachtichien.
Vern, 17. Jan. Seit 46 Stunden wüten
in ganz Enuaan, schwere Schneestürme. In
den Seealpen sind die meisten Ortschaflen vrri
Verkehr abgeschnitten.
Sol- und Personalrachrichlen.
München, 17. Jan. Der bisherige General
rikar der Erzdiözese Munchen Fre#to. Weihbisch
f J. B. Neudecker, hat w#)## vorgeschrit.
rtenen Alters und Kranklichkeit seine Stelle als
Generaloikar niedergelegt. An seiner Stelle ist
vom Kardinal Erzbischof der Dompekan, und
papstl. Hausprälat Dr. Sebastian Huber zum
erzbischõfl. Generalvilar ernannt wocten.
Ne Mũnquer lundwitlschaftliche
Wothe.
Mürnchen, 17. Jan. Det »wein Tag der
iandwirtschaftlichen Woche brachl- VBeriammlun—
egn weiterer landiwetschastliger Ke. e schaften.
So flal am Dienstag Vormill## Saae des
Kunstgewerbehauses der Küub b heriju.er Land
mirte# zu seiner Winterver sam' innd msiammen,
bie sich eines äußern zahlreien Beiucks ans
gant Vayern erfrente. Auc, Roniq Luduig
r tle sich hierzu eingejunden; irrn: sah maun den
Wlinistei des Innern Freiherrn vo Brettreich.
D. Grasen Soden. den vᷣtasi de.iten des
Tagerichen Landu###is aftstote Fr seihennn von
Geibo und zahlreicke Mit#lirder der Vayerischen
Lanowirischaftsrate:.
Oiel heelt Pro- Dace Vecliu. der Ge
schäfte suhrer ces Deuschen Lano#en eischa
einen Vortrag ube Die Auf3##:
witzichaft nach dem Kriche
schaft, Vorratspo#l til. E. trau
ner rerbreitete sich 3ume- v37
evergangswirtschaft mil
Problemen und fuhrte u. u. r. den ersten
- d klönnte man menen, dan n ie is h a
nach dem Kriege ihre breherige zr#c# n#ur dort
msehen brauche, um uber alle 24 u ferigleiten
der Uebergangszent hbin####oen.
—
K.—
. Urs rnsnsann. wir:
#iet schr ecenen
nu-.
Dies
würde aber nur dann der Fali ein, #enn unsere
Lanowittschaft bere zu Jriror: un das, u.
sie bel vorbringt. led glic: aus ihrer eigenen Bodenktaft
oder mint in Rohtffen erzeugen Urre
die da. Inland auch im Frieden beres geliefert
hat. Das sei aber kinesw# betal' dec Fall.
Wenn auch die Steigerung der Vodenerträge
in den letzien Jahr zehnten in eriter Linie dierch
imändische Mitlei. u i# bessere Vodenbearbeitung,
Be= oder Entwass.rung, durch Saatzucht und
Viehzüchtung, durch rgto. ehrte Kalidunoung
uw. bewirkt wor# Ien sei. so sei doch nicht zu nerlennen,
daßz die D eckung des inländ: N cn
nlulchbedotscs zur qkosct-cldttkti)o-cm
uhkauslostdtschc. mutstlkkssutlcluactost
drei Millionen To men russischer Fuliergerie
je eine Million Nonnen Mais und Kleie user.
bemirkt worden sei. Elwa ein D ##irel de bis
xim Kriege auf 0.) Millibdnen Stud Schurne
angewachsenen Sh. nebetandes, also etwa 9
Müulionen Stück seien in den leqzten Fe#n
Hans Lechner hane sich über den hingestreckken
Körper gewotien und schtie seine Glückjeligkeit
hinaus in das große Schweigen, welches
hier herrschie. Senderdar brach sich der Ton an
den engen Wänden.
„Schrei net jo!“"
„lleberhaupt: bemmm
sagte Langmann, grob.
dich vernunftig!" Der
Herr hier bin ich Du sielll es la: das Madel
lebt! Und sie mird wenerleben, mein' ich,
wenn sie Ruh’ hat und ihr anständiges Essen
und so. Ich had Geld geung. Und da in
mein'“ Rucksack is auny aueryand, was einer
gur brauchen kann, oer nicht erkannt sein will.
Lamit kanust dich heinusstalf eren, und morgen
rüh gehst und laufft ciu, was wir brauchen.
Denn darauf müssen wir uns schon g'faßt
machen, daßß wir da ein paar Tag'’ un Luarler
bleiben. Ich cerwall“ auch noch einen
Freund. Und cs lann jem, daß wir einen
ordentlichen nJang machen, der Spicler-Poldl
und ich — — das heißt: wenn
mithalten — Wir brauchen noch einen
Deljer —“
„Ich mag nicht ! sagte Lechner schwer.
„Ich bab’ an dem einen Mal genug.“
Max Langmoann lachte, daß sein starkes,
welßes Raubtier gebiß zwisiyen den schmalen
Vippen ausschimmerte.
„Magst ne!? Na — is auch recht! Da
geh’ ich halt morgen früh, und du siehst mich
mmmer. Mein Geld nimm ich mit, und dein
Mädel kannst dir selber kurteren. Jetzt geh
und lshun nanb# dem bunen Baly.“
t.“ tutuegtete Lechner. Er hatte
das #ne Geinyl, daß er Marie nicht allein
lassen mochte det dem Manne, der ihn jetzt
chonz in der Hand atte.
Frestas, 79. Jäa##lär 19
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Giatfutzermitleln gemänet worden. Auch der
hohe Miloertrag unserer Kuhe im Frieden sei
mit durch auslandische Kraftfutlerminel her,
rorgerusen. Für diese Rohstoffe haben wer jähr,
lich 1 Milliarde Mark an das Ausland ge#uhkt.
Aber auch der Bedarf an Kunstdunger wurde bie
ium Kriege zum großen Teil rom Auslande gedect.
Nach dem Kriege urrde die Regelung der
Sliällorftage eine uberaus nichtige Aufgabe der
llebr. gangsreit sein, und die Bere.sellung von
Sticklloffdünger sei vo#n groser Traguen für
die deutsche Volksernahrung in der Zukunft.
Sbenso wichtig werde aber guch das V## blem
sein, in der Uebergan igszeit die Futtermittelfrage
zu lösen, da die Landwirtschaft nur durch
Veimehrung des Schweinebestandes den Fleischbedarf
des deutschen Volkes decken könne. In
Jusammenhang damit sei zu beachten, daß die
deuliche ## Lanrurrtschaft i in einem ihrer wig#tiasten
Ari#el#l. nämlich in Zucker, auf ausländie Ab-—.“
ete angewiesen war, ferner daß die Lanowirtschaft
eine intensire Geldwirtschaft geworden
ist und daß zu diesen wirtschaftlichen Problemen
in iotialer Hinsicht auch noch die ländische Ar.
beiterfrage hinzutritt.
Noch eine andere soziale Erscheinn#g im Kriege
erheicht dringend der Lösung. Es mehren sich
nämlich die Zeichen, daß mit Kiieroewinnen
Bauernhöfe und Guter spekulatir angekauft werden
und daß dadurch ungesunde Zuftande im gesaimen
Grundstucksverkehr und Besinucchsel ent.
sehen. Es wäre zu erwägen, T5 vier nicht bie
Lentuspesetzgebung mit Hilfe der ländlickhen Kre.
eitgenossenschaften lechtzeilig eingreifen mußte.
Die **. all dieser Fragen sei teil. schon jeht,
von. Lann dey 10) hau selber. um
Cnd lonur: uns 0#5 Wurm mu jemem Geschrei
noch verraten. ##achn####n muß man,
was es macht., Suließlich: es war’ safon am
bestes. wenn so ein Kind gieich wieder ging’
§ dera Welt! Wird nur so herumg stoßen
25 einem zum andern, und leiner mag's! I
bin auch so ein Kind g’'wesen. Im indelhaus
auf die Wel lommen. Hab’me mei' Muter
g'ietzen. Sie hat sich nicht mu einem Aug'
umg’schaut um mich. Bin zuerst bei Bauersleut
g'wesen und hab’ immer mehr Prügel
kriegt Vs qk-essen. Und dann in der Stadt.
Und alle paar Monat’ wo anders, weil i alleweil
den Leuten noch Fulel gessen hab’ für die
3zZwolf Kronen, die die Gemeinde per Monat
für so ein Kostlind gahlt. ka Wunder,
wenn man do schließlich nix mehr dentt und
linniert, als: mie komm' i zu an Geld Wer
kümmert sich denn bei so an Kind um die
Verhältnisse, um an Umgang? Was hab'’ i
alles schon 9'wußt mit zwolf Jahrln! Ul 1
lnd was hab’ i mir da schon alles vorg'nommen!“
„An Haß hab 1 g'habt in mir gegen alle
die Leut, die g'nug Fissen darn und a guats
Belt und alles andre, was i a gern g’habt
häu'! Grad umbringen batt’ i alle können!
War gar ka Wun daß i eines schönen Tages
mel'm Meister 7 Gelolsder auf'brochen hab'.
Reut mi heut no net! Er hat mi olleweil
hungern lassen, und behandelt hat er mi —
viel schlechter als sein, Hund. Und das Geld
hat so glanzt und blitzt — i hab“ gar net
anders können! Na ja — so fangt's an. Und
dann kummt ma in die ———
und da lernt ma no, was Kößer
S’'mußt hat. Und kummt Lerd#s ne teht 6
teils iu der Uebergangszeit für die Landnie:.
schaf: ron ueilestgehender Beo####. g. Dieie
Probieme für die Uebergang-u# ursobaft jeien
nicht nur rechl)eitig in Fluf; zu brinen. es seien
auck die Jiele bereits jett in ihren Umrisien zu
lennzeichnen, welche die deutsche Lanowictschaft
für die Gesamtberölkerung als Lehren an? die
sem Kriege zu erreichen habe.
Redner emffahl in dieser Hinsicht dringend
eine weitgehend: Vorratspolit#, die gleich nach
dem Kriege mit aller Kraft einsetzen muisse.
Cue solde Vorrat-spolitik würde nicht nur als
wiseschaftliche Sicherung einem künfktigen Kriege
rienen, sondern gleiceitig auch den ilärkite#n
Unerbau der Geldwirischaft im Frieden und
im Kriege bilden, der niehts weniger als ein
BVerdoppelung des Geldbestandes der Reichsbank
darstellen würde. Statt im Kriege Geld
gegen Eisen, Kurser und Getreide im Auslande
Amtauschen zu müssen, lonne man die
im Frieden aufbewahrten Vorräte nehmen und
der unersetzliche Goloschatz bleibe unangetastet.
(begen die ungehcuren Kriegskoiten verschwänden
die paar Millionen Vorratswerte wie
eringe Spargroschen. Hätte Deutschland diese
Vorrate schon im Frieden gehabl, so würden
vie Feinde den Kampf wohl nicht gewagt haben,
sie den Faktor des wirtschaftlichen Niederringens
nicht hatten in Rechnung siellen konenen.
An den Vortrag, der von der Verlap’mlung
. i! lebhaftetn Beifall aufgenommen wurde,
schlon sich eine lurze Aussprache, an der sich
Varon Cette und Pros. Dr. Kießling-Wei-Denstephan
beteiligten. König Luoutg zog da
vauf den Vortragenden und die Herren des
nun mlt nix, weil ein“ iemand aufnimmt und so
angt ma halt von vorn a
Miax Langmann Kuupte leinen alten Unz
auf. Eine Minute lang stand er noch wie
unschlüssig. Ein sonderbarer Schein lag auf
seinem harten Gesicht, sait wie der Abglanz
aus einer besseren, reineren Zeit. Vielleicht
empfand er es in dielem Moment wieder einmal,
wie schon östers, schars, daß er ein Ausgestoßener
war. Vielleicht war in seinem Koplfe
ein lichter Gedanke, in feinem Herzen eine
weichere HSobegung. Aber er überwand das gleich.
Ohne Gruß schob er das Brei beiseite und
stapfte in die Nacht binaus.
Hans Lechner verrammelte die Oeffnung
Lanm neuem. Dann atmete er tiei auf. Gotl-,
daß er eine Weile allein war! Er fühlte
- in dieser ersten stillen Sekunde mit sonderbarer
Deutlichkeit, daß auch er jetzt an einem
Wendepunkte seines Lebens stond. Wenn er
dieses Unbeachtetsein benützen könnte, um fortzugehen,
wenn er einfach verschwand, wieder
zur Truppe zurückkehrte oder trachtete, irgend.
woanders gut unterzukommen, wa m dei
en, 46 —— ählgkeiten gar keine bechwierigkeiten
bereiten konnte, so
Lur *5“ von der Gesellschaft und Gemeinschaft
mit Var, Langmann befreit.
ans dtn **½ es —
- Pu ging einfach * Marie konnte
er hler nich allein sallen-“ 4# sullent sch (—
verantwo für si e schwach, hilflos
dort —— n Aber wenn er blieb. dann
war er auch in Langmanns Gewalt.
wurde dieser der Herr und Meister seimes
Schicksal ?
Fatalist mis die meiltan
*55% Lechner senkte den Kopf.
i. Er war
Präsidiums in ein längeres Gespräch und er
örterte mit ihnen verschiedene von dem vo:
lriagenden derührte Punkte. An die Versamu.
schloß sich ein gemeinfames Essen.
Im Saale des Bahyerischen Landwirtsröhnit:
tates sand am Dienstag auch die Sitzung der
Vertreter des Landesverbandes bayerischer
Fefouvereine ftatt, zu der die achr bane idcrei:
aderbauverbande somwie der Bayerise
llereubenbau- Verband, der Bancrische Sa:
. unt werein und der Nordostbanerische Sgatde:
Berband Vertreter abgeordnet hatten. De—
Hauptleil der Verhandlunge"n bildete die Frage
der Mirelbeschaffun teine 5
| taffung für eine großzügige Foôderung
des Ackerbaues in Bayern. Am Dien-.
tag-Nachmillag tagte die Haupiversammlung
der Oberdayerischen Kreisackerbauverbandes, die
außcrordentlich zahlreich besucht war, besonder
auch aus Schichten der bäuerlichen Bevolkerung.
Die Negierung von Oberbayern vertrat Land
wirtĩcb aftsreferent Oberregierungorat Weißen.
fee. Nach Entgegennahme des Jahres-, Ge
schäfte- und Kassenderichtes bildete den Haup'.
leil der Versammlung ein Vertrag von Prof.
Dr. Abr- Weihenephan über „DOungung im
Krieg“. “
##chrner —“.
Munchen, 17. Jan. Die „M. P. meloct:
„Der Rechtsanwalt #. Fros untoe wegen
Zchieberein verhaftet. Dr. Frieß stand mit sener
Schiebergruppe in enger Vecbindung, deren
Haupt, der Honighändler Rad, sa.dt#n fruher fest
denommen wurde. Die Eruppe deisteht au uber
–..y. — *
Leute seintes — ee ane vazu aberglaubisch
im höchsten Grade. Er glaubte jent an Vorbestimmungen
und meinte, memand lonne je
leinem Geischick entfliehen.
„Na also — in Teufels Namen —.
Er jirich mit einer raschen Bewegung das
volle Haar aus der Stirn. Dann hob er vorsichtig
die Lampe empor, leuchteie die Velswand
entlo
Da tt er, daß hier noch eine zweite
Oeffnung war. Ein breiter Spalt. Dahinter
lag eine kleinere Hohlung. Und fuhrte davon
kieo eine Art von Gang tieser biaem in
en
Nech wendete er sich, stellte das Lampchen
auf die Erde und trat zurück in die vordere
Höhle. Dort raffte er mehrere Arme voll dürren
Laubes zusammen. schichtete es in dem kleinen
Innenraume jorgsam auf, breitete einen warmen
Konßen, der in einem Winkel zulommengeballt
lag, darüber und hob nun vorsichun
das schlasende junge Weib in die Hohe. arie
regie sich ein wenig in seinen Armen. Aber sie
schlug die Angen nicht auf. Tief und regelmäßig
ging der Atem jetzt über ihre blassen
Lippen. Auf den schmalen Wangen 218 nun
ein leiser, rosiger Schimmer, welcher das liebliche,
noch fast tindliche Gesichtchen doppellt reizvoll
erscheinen ließ.
Der starke Mann bettete sie sanft auf das
von ihm bereitete Lager. Dann holte er no#ch
eine zweite Decke, die er über sie breuete,
schob ihr ein zusanimengerollles Bundel unler
den Koot un? jerte uch null neben lie.
d——— -