Full text : Sachsen-Chronik Erste Serie. (1)

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„Wolt  ihr  hören  ein  neues  gedicht  —  wie  es  die  Gorlitzen
  hätt  außgericht  —  es  hat  ihn  mißgelungen  —  die
Zittauer  haben  ehre  kühe  genommen“  2c."3)  —  15)  Spottlied
auf  den  Zittau-Görlitzer  Bierkrieg,  1496:  „„Ist  ein  Lieth
auß  geticht  —  O  way  vns  dy  Görlitzer  han  außgericht“  2c.  )
—  16)  Eyn  new  lyed  von  den  falschen  Predigern,  in
des  Bintzenawers  thon  (di  i.  Melodie),  eins  der  ersten  polemischen
Lieder,  um's  Jahr  1517  45):  „Merckt  jr  herren  myner  sag,  —
Die  welt  fürt  eine  große  kläg  —  wy  auff  wöll  stan  vyl  ketzerey
—  jrttum  jm  glauben  auch  darbei“  2c.  —  17)  Ulrich  von
Hutten;  ein  schön  new  lied  von  den  von  Hutten,  Im
thon  vonn  erst  so  wellen  wir  loben  Maria  die  reine  maydt  4):
a)  „Ach  edler  Hut  auß  Francken  —  Nun  sich  Dich  weißlich  für“
2c.;  b)  Vlrich  von  Hutten  das  edel  blüt  —  macht  so  kostlich
bücher  güt  —  Die  lassen  sich  wohl  sehen“  2c.  41).  —  18)  Das
bekannte  von  Luther  gedichtete  und  componirte:  Ein  Lied  von
den  zween  Merteren  Christi  zu  Brüssel  von  den  Sophisten
  von  Lönen  verbrandt,  geschehen  im  Jar  1522  458):  „Ein
newes  lied  wir  heben  an  —  Des  walt  Gott  vuser  Herre  —  Zu
singen,  was  Gott  hat  gethan“  2c.  19)  Ein  neuw  lied  von
Antichrist  zu  Rom  vnd  seinen  Aposteln  2c.  Anno  XXiij
(1523):  „Von  erst  so  woll  wir  loben  —  Den  hochsten  got  so
zart“4)  2c.  —  20)  Spottlied  auf  Luther  und  die
Reformation,  von  1524:  „Nu  wil  ji  hören  een  unge  gedicht,
—  Wat  de  Lutterschen  hebben  ohtgericht  ?“/50)  2c.  —  21)  Die
Heiligsprechung  Benno's,  Bischoffs  zu  Meißen  (7  1107,
canonisirt  1524);  eigentlich  eine  Entgegnung  der  damals  erschienenen
  Schrift  Luther's:  „Wider  den  neuen  Abgott  und  alten

(nicht  täglichen)  Denkwürdigkeiten  aus  der  sächsischen  Geschichte  von  K.  A.
Engelhardt  1.  Bd.  S.  101.

*42)  Büsching's  Wöchentliche  Nachrichten  für  Freunde  der  Geschichte  des
Mittelalters.  Bd.  I.  S.  28  ff.  —  Soltau  S.  164  ff.  —  Pescheck's  Beiträge
zur  Ober=  und  Niederl.  Gesch.  Thl.  1.  S.  136.  .

24)  Preusker  Blicke  in  die  Vaterländische  Vorzeit.  III.  Band.  S.  209.

45)  Soltau  a.  a.  O.  S.  251.

465)  Ein  deutsches  Salve  regina,  Prosa  aus  dem  14.  Jahrhundert  nach
Art  der  Sequenz  de  beala  virgine,  in  der  vierten  oder  hypophrygischen  Tonart,
  ist:  „Gande  Mater  luminis,  duam  divini  numinis  visilavit  gracia  maria.“
2c.  Die  schönste  dieser  Prosen  ist  der  Cantus  de  Domina  post  cantum  Aaliz.
—  „Flos  pudicilic,  aula  mundicic“  elc.  —  Die  allergewöhnlichste  war  aber
das  Salve  regina  von  Heinrich  von  Laufenberg:  „Bis  gruß  maget
reine,  kuniginn  bist  alleine,  aller  welt  gemeine.“  2c.

47)  Soltau  S.  257  ff.,  auch  Gräter,  Braga  und  Hermode  IV.  Band,
2.  Abth.  S.  98  ff.

48)  Soltau  S.  264  u.  Luth.  Schr.  Jena.  Ausg.  VIII.  Thl.  Bl.  370  (0)  f.

19  Soltau  S.  268  ff.

50)  Aus  Joh.  Berkmann's  Chronik  von  Mohnike  und  Zober.  Stralsund,
1833.  S.  227  ff.  abgedruckt  bei  Soltau  S.  278  ff.