Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1816. (11)

225

Engelberg,  eum  eorat.  segir.  Kl.)  gegen  den  „Obristen  Eberhardt  Freiherrn  v.  Palm  in
kudwigsburg,  Bekl.,  Erbsansprüche  becr.,  wurde  in  comomac#aim  lie  Pro  negatire  contestata
  angenommen,  und  Klägerin  zum  Beweis  ihrer  Klage  zugelassen.  Stuttgart,  den
21.  Jun.  1816.

2)  Die  Appellations-Sache  von  Ulm  zwischen  den  Gebrüdern  Luffenegger  in  Passau,
  Kl.  Anten,  und  dem  Handlungshaus  Fellner  et  Comp.  in  Wien,  Bekl.  Acen  Arrest
  Gesuch  becreffend,  wurde  wegen  Mangels  einer  gegründeten  Beschwerde  per  Relcript.
verworfen.  Stuttg.  den  #1.  Jul.  1876.

3)  In  der  Appellations  Sache  von  Bahlingen  zwischen  Johann  Georg  Roller,
Müller  allda,  Bekl.  Anten  und  Mit.  Aten,  und  UAbraham  Sulzer  er  Comp.  zu  Stein
am  Rhein,  Kl.,  Aten  und  Mit-Anten,  pclo  debiti,  wurde  reformatorie  erkannt.  Stuttg.
den  16.  Jul.  1816.

4)  In  der  Appellations=  Sache  von  Freudenstadt  zwischen  dem  Handelsmann  Georg
David  Ostander  in  Baiersbronn,  Bekl.  Anten  und  der  verwittweten  Amtspsleger  Beck
in  Nagold  cum  curst.  Kl.  Acin,  eine  Abrechnungs-Screitigkeit  betr.,  wurde  auf  Beweis
erkannt.  Stuttg.  den  18.  Jul.  1816.

 

Se.  Königl.  Mas.  haben  vermög  allerhöchsten  Reseripes  vom  5.  Jul.  die  erledighte
  Canzellisten=  Stelle  bei  der  Königl.  Ober-S#tudien  Direction  dem  bisherigen  Dekogisten
  bei  dem  General-Landes  Commissariat  Carl  Friedrich  Siglin,  und

vermög  allerhöchsten  Reseripts  vom  24.  Jul.  die  erledigte  Stadtschreiberei  Sruct,
gart,  dem  Stiftungsverwalter  Hölder  in  Nürtingen  zu  übertragen  allergnädigst  geruht.

Lauffen.  Se.  Königl.  Majest.  haben  in  dem  verflossenen  Monat  Juni  denen
Communen  in  dem  hiesigen  Hoffkammerlichen  Cameralamts=  Distrikt  zu  Unterstüzung  der
Hülfsbedöürftigsten  Innwohner  490  Schfl.  Dinkel  in  einem  Gnaden=  Unschlag  und  auf
Borgfrist  allergnädigst  abgeben  lassen.  Kaum  waren  diese  Früchten  abgefaße,  als  Se.
Königl.  Masestát  auf  den  Bericht,  daß  die  3  Orte  Heßigheim,  Mundelsheim  und
Ottmarsheim  am  g.  Juli  durch  totalen  Hagelschlag  verunglukc  worden,  diesen  3  Orcen
300  Schfl.  Dinkel  in  dem  Gnaden-Anschlag  von  9  fl.  per  Schfl.  und  erst  bis  Martini
1817  ohne  Zins  zu  bezahlen,  allerhuldreichest  anweisen  ließen,  zu  einer  Zeit,  in  welcher
der  Schfl.  Dinkel  auf  12  bis  15  fl.  iw  Preiß  gestiegen,  und  der  Mangel  an  Brod  groß
ist.  Diese  Königliche  Gabe  war  daher  für  die  Innwohner  der  Ortschaften  höchst  wohlthátig,
  und  wurde  von  denselben  mit  dem  allerehrerbietigsten  Dank  empfangen.  Den
20.  Jul.  1816.  Kon.  Cameralamc.

 

Rechentsbofe  nu.  Vis  Mittwoch  den  34.  Jul.  v.  J.  werden  ungefzör  22  Cin.  altes  Kupfer.
worunter  ein  kleiner  runder  noch  ganz  brauchbarer  Kessel  befindlich  ist,  im  difen'lichen  Aufftreich  gegen
baare  Bezahlung  verkaust  werden,  wozu  sich  die  Liebhaber  Morgens  8  Uhr  auf  dem  Cameralam'szimmer
einfinden  können.  Den  18.  Jul.  1816.  K.  Cameralamt.