Der Kampf bei Kum Kale 511
um „Alles und Nichts“ zu declen. Er hatte zwei Divisionen unter dem
Befehle des Generals Weber. Dascha auf dem asiatischen Afer und drei
unter dem Befehle Essad-Paschas auf Gallipoli aufgestellt. Webers linker
Flügel, die 11. Division, die von einem Araber, Oberst Refet. Bei, geführt
wurde,, lehnte sich an die südlichen Randhöhen des Skamandertales und
schützte die Besikabai. Auf beiden Ufern des Skamander und an den Höhen
der Bucht von Erenköi stand die 3. Division, die der sächsische Oberst Nicolai
befehligte. Sie verteidigte Kum Kale, Intepe und die Straße von Erenköi.
Essad-Pascha, der tapfere Verteidiger Janinas im Balkankrieg, hatte der
9. Division und ihrem Führer Sami.Bei die Verteidigung des Strandes
der Mortobucht, der Trümmer von Sid ul Bachr, des Sighinderetals
und des Vorsprungs von Kaba Tepe anvertraut und die von Mustapha
Kemal. Bei geführte 19. Division bei Maidos aufgestellt, um sie nach
Bedarf auf Gallipoli oder am asiatischen fer zu verwenden.
Zwischen der Stade Gallipoli und den Schanzen von Bulair stand
die 7. Division unter Remsi-Bei, die gegen den Golf von Saros Front
machte, und bei Kavas am äußersten rechten Flügel und zugleich in der
weit zurückgebogenen Flanke harrte die 5. Division unter Oberst v. Soden-
stern als Armeereserve der Verwendung.
So standen sechs türkische Divisionen zu drei Regimentern mit leichter
Artillerie, Gebirgskanonen und einigen schweren Batterien zum Empfang
des englisch-französischen Landungskorps bereit, das an Kräften gleich, an
Angriffsmitteln unendlich überlegen und von den mächtigen, beweglichen
Feuerschlünden der Flotte gedeckt, zum Landkampf antrat. Wahrlich, Sir
Jan Hamilton leitete kein aussichtsloses Unternehmen, als er in der Frühe
des 25. April zum Angriff auf die Dardanellen schrict, und weilte Zeus noch
als Kampfrichter auf dem unnwölkten Ida über dem Schutthügel Jlions,
ohne im neuen Völkerstreit Partei zu ergreifen und die Lose nach Gefallen
zu bestimmen, so war nicht vorauszusehen, zu wessen Gunsten sich die Wage
neigen werde.
Der Kampf bei Kum Kale
Als die Flotte am 25. April aus dem blassen Morgendunst heraustrat,
in dem die Amrisse von Lemnos und Imbros verschwammen, wurden die
ürkischen Batterien zum Geschühkampf aufgeboten. Aber bald zeigte sich,
daß Robecks und Guéprattes Panzer diesmal außerhalb der Meerenge
haltmachten und die Reichweite der Festungskanonen mieden.
Die Schlacht rvollte ihre Donner rasch von der Besikabai zur Nord-
lüste Gallipolis und gipfelte kurz nach Sonnenaufgang in einem allgemeinen
Angriff auf die Linie Kum Kale —Sid ul Bachr—Kaba Tepe.