Inhaltsverzeichnis : Armee-Verordnungs-Blatt Sechzehnter Jahrgang (16)

gnaͤdigst  angeordnet.

1)

2)

4)

5)

zwei  je  zu  —.  60  fl.
zwei  je  zu  —  50  fl.
zwei  je  zu  —.  40  fl.
zwei  je  zu  —.  50  fl.

Die  Bedingungen  der  Preisebewerbung  sind  folgende:

Ausgeschlossen  von  der  Bewerbung  sind  diejenigen,  welche  im  laufenden  Jahre
einen  Preis  erlangt  haben.

Jeder  Bewerber  muß  eine  Probe  des  von  ihm  bereiteten  Flachses  in  einer
Quantitct  von  wenigstens  vierzig  Pfunden  an  die  Centralstelle  des  landwirthschaftlichen
  Vereins  in  Stuttgart  noch  vor  dem  15.  November  1845  portofrei
  einsenden.

Der  Flachs  muß  im  Lande  gepflanzt  und  bereitet  und  bis  zum  Verspinnen
zugerüstet  seyn.  Es  wird  jedoch  nicht  gefordert,  daß  die  Erzeugung  und  Bereitung
  des  Flachses  durch  eine  und  dieselbe  Person  geschehen  sep,  vielmehr
können  diejenigen,  welche  den  von  Anderen  im  Lande  gepflanzten  Flachs  erworben
  und  sich  nur  mit  dessen  Zubereitung  befaßt  haben,  ebensowohl  um
einen  Prels  sich  bewerben,  als  diejenigen,  welche  Pflanzer  und  Bereiter  zugleich
  find.  Ob  der  Flachs  im  Wasser  oder  im  Thau  geröstet  wurde,  macht
keinen  Unterschied.  Hingegen  muß  er  wenigstens  den  zum  Ausspinnen  von
zehen  Schnellern  aus  dem  Pfunde  erforderlichen  Feinheitsgrad  besitzen,  und
weder  eine  dunkelgraue,  noch  rothe  Farbe  haben.  Auch  wird  unnachsichtlich
erwartet,  daß  das  ganze  zur  Preisbewerbung  vorgelegte  Flachsquantum  durchaus
  rein  gehechelt  und  von  gleicher  Beschaffenheit,  namentlich  also  die  Docken
nicht  eingelegt  seyen.

Die  Verpackung,  in  welcher  der  Flachs  eingesendet  wird,  muß  mit  dem  amtlichen
  Siegel  des  Ortsvorstehers  oder  Bezirksbeamten  geschlossen,  und  auf
derselben  der  Name  des  Preisbewerbers  beigesetzt  seyn.

Außerdem  ist  durch  bezirksamtlichen  Bericht,  welcher  nicht  in  die  Verpackung
des  Flachses  eingeschlossen  seyn  darf,