— 252 —
Eine Zunahme der erfolgreichen Impfungen Erstimpfpflichtiger hat in 28 von
83 Bezirken (preußischen, bayerischen Regierungsbezirken, sächsischen Kreishauptmannschaften,
württembergischen Kreisen, badischen Landeskommissariatsbezirken, hessischen
Provinzen, oldenburgischen Landestheilen, elsaß-lothringischen Bezirken und Bundesstaaten
ohne Eintheilung in engere Verwaltungsbezirke) und zwar um O00s bis zu
7,09% statigefunden. Am stärksten war diese Zunahme in Lübeck (7,09 /8), Anhalt
(6,28), Mecklenburg-Strelitz (4,54), Mecklenburg-Schwerin (3,69) und im Herzogth.
Oldenburg (3,24); am schwächsten in den Reg.-Bezirken Posen (0,21), Köln (O0/16), in
Schwarzburg-Sondershausen (0,11), im Reg.-Bez. Schleswig (0,07), Fürstenth. Birkenfeld
(0,05), Reg.-Bez. Oberbayern (O008).
Die größte Abnahme hatten aufzuweisen Schwarzburg-Rudolstadt (8,567 5/), die
Reg.-Bezirke Minden (7,05) und Potsdam (5,31), ferner Reuß ä. L. (5,17) 2c.
Von den impfpflichtigen Kindern wurden
a) die meisten (über 93 %) b) die wenigsten (unter 80 )
mit Erfolg geimpft in nachstehenden Bezirken
a) Reg.-Bez. Oberfranken 95,78%% b) Reuß . 92929292. 71,3%
Schaumburg-Lipe 95,89 „ Schwarzburg-Rudolstant 72129 56
Reg.-Bez. Schwabhen — Neckarkres 78%6 „
„ Niederbayern 9510 „ Berd 78% „
Livree 94,84 Hambunggg 74,# „
Reg.-Bez. Osnabrückk — Neußb 5d 9292. 74, „
Walbeekksls 93, „ Sachsen-Koburg-Gotha J9088 „
Reg.-Bez. Starndte 98,7 „ Kreishauptmannsch. Zwickau 75,01 „
Fürstenth. Birkenfeddd 98% „ Leipzig 75% „
Reg.-Bez. Oberpflassz 98,6 Reg.-Bez. Magbeburg J866%6 „
5„ Auricgg 98, „ » Potsdam..... 77,01 „
Kreishauptmannsch. Dressen 7712 „
f Nes.-Bez.Wiesbadeu....77,-t«
» Unchen...s...78,u.
Kööhn 79,86 „
Die in den vorstehend unter b bezeichneten Landestheilen ermittelten niedrigen
Erfolgsziffern sind außer den erfolglosen Impfungen, den Impfungen mit unbekanntem
Erfolge, sowie der Unauffindbarkeit sc. Impfpflichtiger in der Hauptsache eine Folge
der Befreiungen durch ärztliche Atteste; nur im Reg.-Bez. Magdeburg sind sehr viele
Erstimpfpflichtige der Impfung vorschriftswidrig entzogen worden, nämlich 14,40%.
2. Von je 100 geimpften Erstimpflingen wurden mit Erfolg geimpft 96,86,
gegen 97,o im Vorjahre, mithin 0,95 weniger. Seit dem Jahre 1891, in welchem
die höchste seit 1879 festgestellte Erfolgsziffer beobachtet wurde, haben die erfolgreichen
Erstimpfungen fortgesetzt abgenommen.
Eine Zunahme derselben fand in 26 Bezirken statt. Am stärksten war dieselbe
in Lübeck (um 7,32 /%), ferner in Mecklenburg-Strelitz (4,74 /2), Mecklenburg-Schwerin
(4/25 %) und in Anhalt (4,08%).
Abgenommen haben die Erfolge der Erstimpfungen in 57 Staaten 2c., so besonders
im Reg.-Bez. Minden (um 7.21 5%), in Schwarzburg-Rudolstadt (6,96 %), im
Landeskomm.-Bez. Konstanz (4,75 /,), in den Reg.-Bezirken Danzig (4,48 ⅝%), Potsdam
(4/08 %) und Marienwerder (4,00 %) 2c.
Die Erfolge waren am günstigsten in Schaumburg-Lippe mit 99,90 53%; hervorzuheben
mit mehr als 99 % erfolgreichen Impfungen sind noch die Reg. Bezirke Stettin,
Stralsund, Posen, Hildesheim, Lüneburg, Aurich, Niederbayern, Oberfranken, Schwaben,
die Kreishauptmannsch. Leipzig, ferner Waldeck und Lippe; in weiteren 54 Staaten
bezw. Landestheilen betrugen die Erfolge 95/%1 bis 99,00%.
In den größeren Bundesstaaten sind die folgenden Durchschnittserfolge erzielt