Full text : Sagenbuch des Königreichs Sachsen

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leuchtet  und  zeigt  dadurch  dem  nächtlichen  Wanderer  den  Weg.
Aiemals  hört  man,  daß  der  Feuermann  jemand  irre  geführt  hätte
wie  die  bludniäki.  Nach  A.  Cerny  in  Casopis  Maicy  Serbskeje  1894.

364.  Der  Feuermann  bei  Baruth.
Gräße,  Rd.  II,  Nr.  857;  Gräve,  S.  193.

Auf  dem  einundeinhalb  Mleile  von  Budissin  in  der  Aähe  von
Baruth  gelegenen  sogenannten  Schafberge  zeigt  sich  in  der  Andreasnacht
  zur  gewöhnlichen  Geisterstunde  ein  Feuermann,  welcher  weit
und  breit  seine  prasselnden  Flammen  schleudert.  Hier  ist  in  einer
großen  eisernen  Truhe  ein  unermeßlicher  Schatz  vergraben,  auf
welchem  Behälter  eine  kleine  Schatulle  von  Ebenholz  mit  Elfenbein
ausgelegt  steht.  Ein  Graf  von  Gersdorf,  Besitzer  dieses  Gutes,  ließ
in  der  letzten  Hälfte  des  17.  Jahrhunderts  unter  Leitung  eines
sachkundigen  Jesuiten  daselbst  nachgraben.  Nach  langer  Mühe  stieß
man  endlich  auf  die  Truhe,  worüber  man  sofort  dem  Grafen  Bericht
  erstattete.  Dieser  begab  sich  sogleich  an  den  bezeichneten  Ort
und  sah  mit  seinen  eigenen  Augen  die  Truhe  und  Schatulle,  auf
derselben  aber  ein  zusammengerolltes  Papier,  welches  er  wegzunehmen
  befahl.  Darin  stand  aber:  „Wer  dieses  Kistchen  öffnet,
dem  kostet  es  seinen  erstgeborenen,  und  wer  sich  dieser  Lade  bemächtigt,
  seinen  zweiten  Sohn.“"  Der  Graf,  welcher  nur  zwei
Söhne  hatte,  die  er  gleichartig  liebte,  erschrak  heftig,  ließ  die  Grube
wiederum  verschütten  und  der  Schatz  blieb  ungehoben.

365.  Des  Brandstifters  Buße.
SEasopis  Macicy  Serbskeje  1894,  S.  80,  übersetzt  von  Dr.  Pilk.

Im  Napoleonischen  Kriege  wurde  die  Purschwitzer  Kirche  von
einem  Soldaten  angezündet  und  brannte  bis  auf  den  Grund  nieder.
Der  Soldat,  welcher  die  Untat  vollbracht  hatte,  fiel  auf  der  Straße,
welche  von  Bautzen  nach  Weißenberg  führt.  Die  Stelle,  wo  eine
feindliche  Kugel  seinem  Leben  ein  Ende  gemacht  hat,  war,  wie  man
sagt,  ungefähr  in  der  Mltte  zwischen  Aeupurschwitz  und  Wurschen,