) Sondervorschriften
in
Ansehung der
Beurkundung
von Rechtsgeschäften.
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Die Grundbuchbehörden und deren Verfassung. (§.12.
8) In allen Fällen, in denen der Grundbuchrichter Rechtsakte aufnimmt,
welche eine öffentliche Beurkundung von Rechtsgeschäften
oder eine Beglaubigung der Unterschrift oder des
Handzeichens enthalten, kommen die Sonderbestimmungen der
§8 170, 171 R.G. fr. G. zur Anwendung (vgl. unten § 27).3)
Innwieweit nun ein Richter kraft Gesetzes oder in Folge einer
Ablehnung ausgeschlossen werden kann, regelt sich, abgesehen von den
vorgedachten Ausnahmen, nach §§ 6, 7 R.G. fr. G.
Der § 6 reproduzirt im Wesentlichen, wenn auch in engerer Begrenzung,
die Ausschließungsgründe des § 41 Ziffer 1—4 C.P.O.
Die kraft Gesetzes eintretende Ausschließung des Richters
findet statt:
1. In Sachen, in denen er selbst betheiligt ist oder in
denen er zu einem Betheiligten in dem Verhältniß
eines Mitberechtigten oder Mitverpflichteten steht.
Als Betheiligter ist aber nur derjenige anzusehen, dessen
Berechtigung oder Verpflichtung eine unmittelbare ist (R.E.
Bd. VII, S. 312); dementsprechend greift der Ausschließungsgrund
der Mitberechtigung oder Verpflichtung nur bei einem
Verhältniß zu einem unmittelbar Betheiligten durch. Inwieweit
jemand unmittelbar betheiligt ist, untersteht der Prüfung
des einzelnen Falles. Ist der Richter, z. B. durch Erbgang
Mitglied einer offenen Handelsgesellschaft geworden oder ist er
Kommanditist einer Kommanditgesellschaft oder sonst bei einer
Gesellschaft persönlich, wenn auch nur in beschränkter Weise
(Gesellschaft mit beschränkter Haftung) verhaftet, so ist er ein
unmittelbar Betheiligter; dagegen ist er als Mitglied einer
juristischen Person, z. B. einer Aktiengesellschaft bezw. bei allen
solchen Rechtsverhältnissen, in denen er nur eventuell einem
Rückgriffsrecht unterworfen ist, wie bei der eingetragenen Genossenschaft,
nur mittelbar betheiligt; es müßte denn sein, daß
Individualrechte in Frage stehen. Ist er Gläubiger, Schuldner
oder vermutheter Erbe eines Betheiligten, so ist dieser Fall nicht
als unmittelbare Betheiligung anzusehen.)
:) Vgl. Oberneck in Gruchot Bd. 43 S. 732, Denkschrift z. Entwurf
G. fr. G. S. 86.
4) Vgl. Schultze-Görlitz zu § 6, Anm. 3, Petersen zu § 41, C.P.O.,
(S. 108). Abweichender Ansicht ist Dorner hinsichtlich der Genossenschaft, S. 45.