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kamen Gesandte des neugewählten Kaisers, die schon im
Namen Karls nicht ohne Widerwillen gegen den Fürsten,
den sie für einen Französischen Anhänger hielten, mit rechtlicher
Strenge entscheiden wollten, was kurz vorher erst auf
fürstliche Austräge von beiden Parthien ausgesetzt war.
Sämmtliche Gefangene, dies war die Hauptfoderung der
kaiserlichen Gesandten, sollten, wie die Entscheidung des
Hauptzwistes selbst, zu Handen des Kaisers gestellt, und
der vertriebene Bischof von Minden, noch ehe der Hauptzwist
entschieden sey, zum ruhigen Besik seiner Stiftslande
gelassen werden. Verlor aber der Herzog von Lüneburg die
erwarteten Ranzionsgelder, so verlor er fast allen Ersatz seines
erlittenen Schadens, und die Entscheidung fürstlicher
Austragsrichter *) schien mehrere Unpartheilichkeit zu versprechen,
als man von Räthen des neugewählten Kaisers
bei dem einmal geschöpften Verdachte, daß Französisches
Interesse im Spiel sey, wahrscheinlich hoffen kounte.
Feierlich wurde auch noch einmal alles auf die Entscheidung
churfürstlicher und fürstlicher Austräge gesetzt, zu
Zerbst versammelten sich der Churfürst von Mainz, von
Sachsen und von Brandenburg. Den 0. Jan. wurde die
Tagsatzung eröffnet, die Klage der Braunschweigischen Fürsten
aus dem Munde des Herzogs von Wolfenbüttel gehört,
die Verantwortung der Lüneburgischen Alliirten von Herzog
Heutich vernommen, und. zu großem Widerwillen des letztern
ward erst noch die Frage erregt, ob der Vertrag, womit
sich Herzog Erich von Calenberg aus der Gefangen=66)
Besonders da der Cburfürst von Mainz und Churfürst von
Brandenburg, die beide. in Französischem Interesse waren,
Hauptpersonen unter denselben gewesen.
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