Kleidung. 151
Unsere fFußbekleidung.
Sie besteht aus schwerem und leichtem Leder, aus Filz, aus Holz, aus
Pelz und leichteren Wollstoffen. Da der Fuß den meisten Unbilden ausgesetzt
ist, am meisten Widerstände zu überwinden hat, war man natürlich
stets Lemüht, die dauerhaftesten Stoffe zur Herstellung der Fußbekleidung zu
benützen. Und da hat sich dann teils Holz, teils gut zubereitetes Leder
(tierische Haut) am besten bewährt. Je fester es aber ist, desto undurchlässiger
ist es auch; es hält die Ausdünstung des Fußes vollkommen zurück und ver-Fig.
98. Normale Fußform. Nach Naturabguß.
hindert den Zutritt der Außenluft. Welche Folgen dies für den Fuß hat,
ist an den so überaus verbreiteten Fußkrankheiten zu ersehen. Die Haut wird
bläulich-blaß, weich und leicht verletzbar, an Stellen größeren Druckes stirbt
sie ab, wird gelb und hart („verhornt"), oder es entwickeln sich „Hühneraugen“,
diese so äußerst schmerzhaften Gewächse, und es tritt chronische
Entzündung der Knochenhaut auf, welche die gefürchtete „Ballengeschwulst"
erzeugt. Dann entsteht der bekannte Fußschweiß, eines der ekelhaftesten
Krankheitsprodukte. Er weicht die Haut auf, erzeugt auch häufige Wundstellen,
lästiges Jucken und einen abscheulichen Geruch, der oft alle Kleider
durchdringt. Wer ihn los haben will, werfe als erstes die undurchlässigen
Lederschuhe beiseite.
(Siehe näheres im III. Teil unter „Schweißfuß“.)
Der Fuß muß geruchlos sein, schweißfrei, ohne Auswüchse und Verkrüppelungen,
„appetitlich" und schön wie die Hand! Um dies sein zu können,