Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Aummer  105

Mittwoch,  3.  Mai  1916

 

binett  den  Rest  geben.  Bielleicht  wird  selbst
Asquith  der  Abschied  vom  Amt  ourch  die  überaus
  peinliche  Lage  erleichtert,  worin  ihn  dos
das  Unterhaus  durch  die  verächtliche  Verwerfung
  seines  Kompromiss  es  in  der  Rekrutierungsfrage

  gebracht  hat.

Auch  ein  japanisches  Gaslspiel  in
Frankreich?

Stockholm,  1.  Mai.  Im  japanischen  Parlament
  ersuchte  der  Abg.  Jamagn  um  Aufklärung,
  ob  Graf  Oluma  tatsächlich,  wie  in
Tokio  verlautet,  in  London  die  Zusage  zu
einer  „symbolischen“  Truppenüberführung  nach
Frankreich  gegeben  habe.  Der  Regierungsvertreter
  antwortete,  er  lonne  über  die  augenblicklichen
  Unterhandlungen  met  der  französisch-englischen
  Regierung  vor  ihrem  Abschluß  unmöglich
  Aufschluß  geben.  Jamagu  fuhr  sort:  „Das
Tokioter  Garderegiment  ist  nach  Nagasaki  übergeführt.
  Steht  diese  lleb  erführung  mit  den
erwähnten  Gerüchten  im  Zusammenhang?“  Der
Regierungoerertreter  lehnte  die  Beantwortung
  ab.

 

Der  Aufstend  in  Frland.

Kopenhagen,  1.  Mai.  Die  Blätter  bringen
  neue  Berichte  von  Augenzeugen  über  die
ungehruren  blutigen  Strastenkämpse  in  Dublin.

Die  englischen  Truppen  wenden  Maschinenkanonen
  und  Feldgeschütge  gegen  die  Ausständischen
  an.  Reiterableilungen  versuchen  vergeblich,
Ordnung  zu  schaffen.  Dabei  kommen  viele  Menschen
  um.  Von  den  Dächern  werden  Bomben
geworfen.  Staatsbeame  wurden  von  Aufstäudischen
  aus  den  Bureaus  veriant.  Die  Bevölkerung
  bant  Schügengräblen  auf  den  Straßen
und  Pläpen  der  Stadl.  Vortgeietzt  werden
Truppenrerstärlungen  geiumet.  ()..)

Amsterdam,  1.  Mai.  General  Marwell,
der  Oberbefehlshaber  in  Frland,  gibt  bekannt,
daß  der  Aufstand  in  Dublin  im  Erstiden  begriffen
  ist.  Im  ganzen  wurden  über  700  Gesangene
  gemacht.  Dagegen  sind  die  Aufständischen
  noch  in  Besig  von  Enniscorty  in  der
Grasschaft  Werford.  Insanterie,  Karallerie  und
eine  slarke  Artillerieabteilung  sind  hier  im  Anmarsch.
  Eine  Aufforderung  zur  Uebergabe  an
die  Aufständischen  blieb  erfolglos.  (.).)

London,  1.  Mai.  Nach  einer  Reutermeldung
  aus  Dublin  nahte  gellern  das  Ende  des
Aufstandes,  als  der  Führer  der  Rer  olutionären,
Pearce,  verwundet  wurde  und  als  ersier  versuchte,
  Verhandlungen  amzumürsen.  Das  letzte
Bollwerk  sei  ein  Musiisaal  gewesen,  von  dem
die  Fahne  niedergeholt  wurde.  Als  das  Rattern
  der  Maschinengewchre  auibörte,  lamen
Menschen  langsam  wieder  zum  Vorschein.  Die
auf  den  Straßen  liegenden  Leichen  wurden  gezählt.
  Die  Gesamtreriuste  werden  wahrscheinlich
  nic  belannt;  sie  sind  zeisellos  groß.  Nach
einer  Meldung  der  „Daily  Mail“  wurde  auch
das  Dubliner  Schloß  von  den  Rebellen  belagert;
  es  gelang  ihnen  aber  nicht,  einzudringen.
  Es  sollen  riele  Kinder  leils  aus  den  Strasten
  erschossen,  teilo  in  den  brennenden  Gebäu-=den
  umgekommen  sein.  Ferner  wird  erzählt,  daß

Frauen,  die  mit  Revrirern  bewasinet  waren,
mit  den  Aufftändischen  in  Tudlin  einmarschierten.


London,  1.  Mai.  Das  Neulersche  Bureau
meldet  amtlich:  Alle  Dubliner  Rebellenführer
haben  sich  ergeben.

Sir  Roger  Casement.

Amsterdam,  1.  Mai.  Aus  einem  Wasbingtoner
  Bericht  der  „Times“  werden  noch
folgende  Sätze  telegraphisch  übermitlelt:  parelic
  American“  wirft  Wilson  ror,  daß  er  für

Der  So  Sohn  des  Mhiitondrs.

N###  Flerece  Warde
15  ——“

Die  lunge  Gir
lange  in  ihleun  1
eine  eigemümiie  lI  “  die  Tür  gellopft
wurde.  Sie  jauderte  zu  rmen,  denn  sie  war
uberzeuat.  daß  es  lein  anderer  als  Eberhard
sein  könne,  der  auf  stie  Art  Cinlaß  begehrte,
und  trog  ihrer  Sehnsucht  nach  ihm  wagte  sie
nicht,  einem  solchen  Verlangen  zu  entsprechen,
weil  sie  ja  Grund  genug  halte  zu  fürchten,  daß
die  Tür  ihres  Gemaoches  von  Spaheraugen  überwacht
  wer

relistae  Gin  war  noch  nicht
in-  borte,.  wie  auf

     

Aber  ste  qging  auf  den  Fu#ispitzen  bis  an
die  Schwelle  und  lauschte.  Cine  turze  Pause,
dann  wiederholte  sich  das  vorsichtige  Pochen,
das  man  sicherlich  in  keinem  der  Nebenzimmer
hören  konnte,  abermals,  und  gleich  darauf  vernahm
  Herta  deutlich  das  leise  Rauschen  von
Frauengewändern.  Nun  besann  sie  sich  nicht
mehr  zu  öffnen.  Aber  zu  ihrer  Ueberraschung
sand  *  den  Gang  vollständig  leer.  Sie  war
ganz  sicher,  sich  nicht  getäuscht  zu  haben,  und
weil  es  unmöglich  schien,  daß  die  Klopsende  in
der  kurzen  Zeit  mehr  als  wenige  Schritte  zurückgelegt
  habe,  konnte  sie  nur  nach  der  Seite
der  Treppe  bin  entwischt  sein,  der  Hertas  Tür
am  nächsten  lag.  In  der  Hoifnung,  auf  diese
Art  vielleicht  die  geheinmisvolle  Warnerin  vom

gestrigen  Abend  zu  entorcken,  eille  Herta  nach

jener  Richtung  hin,  um  sich  eine  Sekunde  später
in  der  Dunkelheit,  die  hier  herrschte,  mit  Ungestüm
  von  Eberhards  Armen  umschlungen  zu
fühlen.

ist,  so  hat  Präsident  Wilson  der  britischen

 

 

—.  —
W:n:

„

 

 
 
  
    

 

 

EWn  —

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—–u–i.’
—

*

  

 

 

.  E  .  —  —  .  –rßssse-⅜.
  —..—*  (  —

 
   

 

die  Gesangennahme  Casements  verantwortlich
sei,  da  er  die  briti  Regierung  du  ein
Mitglied  des  Kabinetis  habe  watnen  lassen.“
Wenn  sich  die  Angabe  des  „Gaelic  American“
bestätigt,  was  durchaus  nicht  tursancheiaoh

gierung  wieder  einen  sehr  großen  Dienst  n“
wiesen,  einen  Dienst  der  zwar  ferwoll  nicht  gegen
  die  Neutralität  verstöht,  da  Irland  nicht
als  kriegführende  Macht  gilt,  der  aber  -
seine  starken  Sympathien  für  England  deutlis
kundgibt.

Rutans.

Der  Kommandant  von  Kownoim
Zuchthaus.
Kopenhagen,  1.  Mai.  Wie  „Tjien“  berichtet,
  wurde  der  ehemalige  Kommandant  der
Festung  Kowno,  General  Grigorjeu,  auf  Beschluß
  des  Feldkriegsgerichts  im  Zuchthaus  Jaroslaw
  interniert.  (Z.)  Nach  der  Einnahme
von  Kowmno  erllärte  General  Grigorjew  zu  seiner
Rechtfertigung:  „Anstatt  die  Zeit  mit  dem
Eingraben  schwerer  EGeschütze  zu  vertrödeln,  hätte
die  Armee  zeitiger  den  Rückzug  antreten  sollen;
man  kann  schwere  Geschütze  nicht  so  schnell  vergraben,
  wie  die  Deutschen  marschieren.“

Massenflucht  aus  Pelersburg.
Kopenhage  n,  1.  Mai.  In  der,  Nowoje

 

 

Wremja“  findet  man  folgende  Meldung,  die
ohne  jeden  Kommentar  unter  lokalen  Nachrich-„O,

  wie  durstest  du  das  wagen  ?“  flüsterte
sie,  als  seine  stürmischen  Küsse  ihr  endlich  die
Moglichkeit  ließen  zu  sprechen.  „Wie  konntest
du  die  Gesahr  geradezu  berauofordern,  indem
du  an  meine  Tur  klopftest?

„  deine  Tür  —  ich  ½“  fragte  er  verwundert
  zurück.  „Aber  es  ist  mir  selbstverständlich
  nicht  eingesallen,  das  zu  tun.  Ich
habe  lediglich  hier  in  der  dunklen  Treppennische
  gewartet,  weil  ich  es  einfach  für  ganz
unmöglich  hielt,  daß  du  dich  meiner  nicht
noch  erbarmen  und  herauskommen  würdest.“

Herta  war  in  größter  Bestürzung,  aber  die
hastige  Erzählung  von  dem,  was  sie  gehört
Daben  wollte,  machte  auf  Eberhard  keinen
allzu  großen  Eindruck.  Er  lachte  und  meinte,
daß  ihre  aufgeregten  Nerven  ihr  da  ohn
Zweisel  einen  blchnen  Streich  gespielt  hätten.
Dann  aber  wollte  er  wissen,  wodurch  ihre
lange  Abwesenheit  am  heutigen  Abend  veranlaßt
  worden  sei,  eine  Abwesenheit,  die  die
ganze  Geselllchaft  bemerkt  und  besprochen  habe.

Herta  schwankte,  dann  aber,  unsähig,  ihn
zu  beljigen.  oen  sie  si
bteilwelsen  Gestän

„Was  —n  E.  lagen,  Teuerster,  wenn
jemand  etwas  in  Erfahrung  gebracht  hätte  und
nun  Geld  von  uns  forderte,  um  sch.  damit  für
sein  Schweigen  bezahlt  zu  machen?

konnte  in  der  Finsternie  nicht  viel
mehr  als  einen  unbestimmten  Schatten  ihres
geliebten  Antlitzes  RB  8  er  bemühte  sich
darum  vergebens,  ihr  e  Augen  Aau,  bli

irn  esn  n  ieeser  7
auf  dem  kürzesten  Wege  zum  Teufel  zu  scheren.

wenn  er  statt  bessen  zu  deln  X  Vatetr

ich  doch  zu  einem

gunge  2?“
a.  das  wäre  wohl  kaum  zu  sürchten.

 

ten  gebracht  wird:  Die  Zahl  der  Personen,
die  Petersburg  verlassen,  wächst  ständig.  In
der  städtischen  Station  der  internationalen

Schlafwagengesellschaft  sind  sämtliche  Fahrkarten
  für  alle  Arten  ron  Zügen  vergrifsen.  „Auf
dem  Nikolajewer  Bahnhof  drängen  sich  Tausende
  von  Menichen  zu  den  Schaltern.  (Z.)

—
Kabinettswechsel  in  Griechenland?

Kopenhagen,  1.  Mai.  Wie  „Wiedomosti“
  aus  Athen  aus  dicherer  Quelle  erfahren
haben  wollen,  stehe  mit  dem  Kabinettswechsel,
der  in  den  nächsten  Tagen  erfolgen  werde,  auch
eine  offene  Stellungnahme  Griechenlands  zur
Entente  bevor.  Im  neuen  Habinett  Zaimis
werde  Skuludis  das  Ministerium  des  Innern
übernehmen.  Griechenland  werde  gleich  nach  der
Kabinettsbildung  definitive  Erklärungen  von
den  Ententemächten  verlangen  und  gleichzeitig
auch  Griechenlands  definitiven  Standpunkt  im
Weltkriege  genau  präzisieren.  (3.)

Neue  Gewalttaten  gegen  Griechenland.


Berlin,  1.  Mai.  Ueber  neue  Gewalttaten
der  Entente  wird  dem  „Berliner  Lokal-Anz.“
aus  Athen  gedrahtet:  Die  politische  Lage  ist
als  ernst  zu  betrachten.  Griechenland  wird  jeden
  Versuch  von  Serben,  Franzosen  und  Engländern,
  sich  im  Herzen  Griechenlands  festzusetzen,
  auf  das  entschiedenste  zu  vereiteln  suchen.

Dort  hätte  er  auf  igendeine  Belohnung  schwerlich
  zu  rechnen,  und  eine  leichtfertige  Preis-Labe
  seines  Geheimnisses  ist  in  der  Regel  das
allerletzte,  wozu  ein  Erpresser  sich  entschließt.
Denn  in  demselben  Augenblick  ist  la  auch  seine
Macht  zu  Ende.

Herta  atmete  auf,  denn  die  Zuversichtlichkeit
  seiner  Worte  gewährte  ihr  wirklich  eine  gewisse
  Erleichterung.  Von  einer  vollständigen
Bernhigung  aber  war  sie  doch  noch  sehr  weit
entfernt,  und  Eberhard,  der  dee  s0o  lanke  Gestalt
in  seinen  Armen  beben  fühlte,  fragte  weiter:

„Aber  wer,  um  des  Himmels  wlllen,  ist
3  den  gewesen,  der  die  Frechheit  gehabt  bat,

Vchrmr  derartigen  Jmmutungen  in  Angst  u
S  rechen  zu  verleht
e  dir  ja  eigentlich  gar

nicht'  zihh  nd  ich  kann  dir  seinen  Namen
nicht  nennen.  denn  es  war  ein  Mensch,  den
ich  nie  zupor  gesehen.
I!l,  wenn  er  mir  unter  die  Augen

bomut.  so  kann  er  sicher  sein,  daß  ich  ihm  den

Hals  breche.  —  Einstweilen,  mein  Lieb,  möchte
dir  aber  zu  deluer  Veruhigen  sagen,  daß
wir  bald  genug  in  der  -157  werden,
kurzen  Prozeß  mit  einem  uwessen  u  machen,
das  dir  oder  r#  mit  öderartigen,  rohungen
kommen  will.  öbchen  mein  Herr
Vater  mir  zügedocht  hat,  ist  geid  #ewöhntigh-n
Frauenzimraer  sondern  *  edles  und  hochlinrigee
  Geschöpf.  Ich  bin  sicher,  daß  es  mir
cht  Wi%fsweerallsn  wlrd,  8  zu  einer  Abweisung
der  Pläne  zu  bewegen,  die  man  in  bezug  auf
lieltund  mich  begt.  Und  wern  er  seine  Erwartungen
  anf  einend  ohne  mein  Verschulden  getäuscht
  sieht,  wird  mein  Vater  leichter  als  jetzt
mit  dem  Gedanken  an  unsere  Verelmigung  auszuföhnen
  sein.“

 

Die  Ententekreise  sind  denn  auch  angesichts  der

energischen  Haltung  v  ne  schen  egierung
trube  gestimmt.  Der  se  Ste  uben
ein,  daß  keine  Hoffnung  Festehed  sich

er  e
über  die  Tran  ortfrage  mit  der  griechischen
Regierung  zu  gen.  Oberst  Trupakis,  der
Kommandant  des  “rss  in  Mazedonien,
  benachrichtigte  heute  die  Regierung,
die  Jusel  Thasos  sei  seit  Mittwoch  von  der
englischen  Flotte  Klchierl-  Am  Freitagfrüh  lief
ein  englischer  Kreuzer  in  den  Hafen  der  sel
ein  und  landete  ein  Detachement,  das  die  Freigabe
  eines  von  den  griechischen  Behörden  verhafteten
  englischen  Untertanen,  der  wegen  Beleidigung
  des  Königs  angellagt  ist,  verlangte,
andernfalls  die  Insel  blockiert  werden  würde.
Eine  zweite  Depesche  des  Oberslen  meldete:  Ein
englisches  Kriegsschiff  hielt  den  griechischen
Dampser  auf,  der  den  Maiestätsbeleidiger  nach
Kavalla  führte,  setzte  diesen  in  Freiheit  und  verte
  die  begleitenden  griechischen  GCendarmen.
ieses  Ereignis  ruft  hier  die  großte  Bestürzung
hervor.

Wien,  1.  Mai.  Nach  Athener  Meldungen
verschärft  die  Entente  ihre  Zwangsmahßnahmen
gegen  Griechenland  und  beabsichtigt,  es  mit
der  Aushungerung  Griechenlande  zu  versuchen.
So  wurden  Schiffe  mit  Nahrungomitteln,  die
Griechenland  in  Spanien  aufgelauft  hat,  von
den  Engländern  mit  Beschlag  belegt.

Rotterdam,  1.  Mai.  Die  Londoner  Blätter
  schreiben,  daß  ein  neuer  Konflilt  zwischen
Rußland  und  Griechenland  wegen  des  Eigenlumsrechts
  auf  dem  Berge  und  im  rufsischen
Kloster  Athos  bevorstehe.  Der  russische  Gesandte
  in  Athen  hatte  längere  Besprechungen
mit  der  griechischen  Regierung,  die  ohne  Ersolg
  geblieben  sind.  Einem  Gerücht  zufolge  sol
len  die  russischen  Truppen,  die  in  Marseille  gelandet
  sind,  wieder  zurückberufen  werden,  um
den  Berg  Athos  zu  besehzen.  Auch  in  Salonili
würden  russische  Truppen  erwartet.

Wien,  1.  Mai.  Die  „Politische  Korrespondenz“
  erhält  solgende  Milteilung  aus  Griechenland:
  Die  das  Selbstbestimmungsrecht  Grie.
chenlands  aufs  liesste  verletzenden  Handlungen
der  Entente,  die  in  der  Armee  des  Landes  vom
Beginn  schmerzlich  empfunden  wurn  #n,  haben
infolge  des  Druckes,  den  diese  Mächtegruppe
auf  die  Regierung  in  der  Angelegenheit  des
Durchmarsches  serbischer  Truppen  durch  Griechenland
  auszuüben  suchte,  ihren  Höhepunlt  erreicht.
  Diese  Bewegung  führte  jetzt  zur  Bildung
  einer  Liga  unter  den  Offizieren  in  Athen,
die  sich  die  weitestgehende  moralische  Unterstüt
zung  der  Regierung  im  Widerstand  gegen  die
fortgesetzten  Bedrückungen  des  Landes  durch
die  Entenle  zum  Ziele  sehzt.  Daß  eine  solche  Vereinigung,
  deren  erste  Kundgebung  übrigens  in
einer  Versicherung  aufrichtiger  Loyalität  für
den  König  und  die  Dynastie  bestand,  überhaupt
notwendig  wurde,  wird  hier  als  eine  charalte
ristische  Folgeerscheinung  der  abnormen  Lage.
in  die  Griechenland  durch  die  Ententg  rersetzt
wurde,  gewertet.

·

Einen  Streit  um  den  anderen  bricht  die  Entente
  mit  Griechenland  vom  Zann.  Nachdem
die  griechische  Regierung  ihre  Weigerung,  den
Turchzug  serbischer  Truppen  zu  gestatten,  fur
unwiderruflich  erklärt  hat,  sucht  der  Vierverband
nach  neuen  Vorwänden,  Griechenland  vollends
an  die  Wand  zu  drücken.  Jeder  Tag  bringt  neue

Gewalttaten.
*

a
Der  Fall  von  Kul-el-Amara.
Konsiitinopel,  1.  Mai.  Das  Hauptquartier
  ie.  d#:
Nachdem  d##  in  Kut  el  Amara  eingeschlossene
Armee  sich  un.  fähr  5  Monate  unter  dem  Druck

————————

Abek  Herta  wma#rt  me  medr  muande,  seine
freudige  Zur  auscht,  teilen.

!6rl  5  “  wsten  sie,  „eine  solche
res  berhrt  wir  vielleicht  hegen,  wenn

Bzae  nicht  damit  begonnen  hätten,  ihn  zu  hintergeen
  Kannst  du  es  wirklich  für  möglich  halten,
daß  er  uns  das  verzeiht?“

„Nun  wohl,  wenn  er  es  nicht  tut,  werden
wir  eben  versuchen  müssen,  ohne  seine  Verzerung.
serlig  zu  werden.  as  er  mir  beständig  zum
Vorwurf  macht,  ist  doch  in  erster  Linie  der
Mangel  an  Tatkraft  und  Energie.  Kann  ich
i  meine  Tatkraft  besser  bemenen  als  damit.

ich  mir  eine  Frau  nach  n.einem  Hergzen
wähle  und  daß  ich  bereit  bin,  für  diese  Frau
#  arbeiten  —  wenn  es  sein  muß,  wie  ein

agelöhner?“

„Sprich  nicht  so  —  ich  bitte  dich!  —  Ich
kann  es  nicht  hören.  Der  Gedanke,  dab  ich  d#ch
vielleicht  um  ein  Vermögen  gebracht  habe,
peinigt  mich  ja  ohne  Unterlaß.“

wir  werden  es  ja  auch  zu  diesem
Teugersten  nicht  früher  kommen  lassen,  als  die
Verhältnisse  es  undedingt  notwendig  machen.
Solange  ich  dich  täöglich  sehen,  zuweilen  ein
paar  liebevolle  Worte  von  dir  erhaschen  kann
—  und  hier  und  da  einen  Kuß,  so  lange  will
ich  ja  gerne  mein  mögliches  tun,  die  Komödie
Willeraryplelen.  Aber  du  darfsst  dir  nicht  gin.
allen  lassen,  mich  auch  weiterhin  schlecht
behandeln  zu  wollen,  wie  du  es  heute  getan
hast.  Das  bale  ich  einfach  uncht.  aus.  Und
n  solchem  Fqu  stehe  ich  für
alb  scher.  dboen  A-rchen,  aber
Herten  tamsn  l  n  zur  Genüge,  um  zu  wlssen,
wleolel  Exnst  sich  bahlale  berger  und  sie
zitterte  hesiiger  als  zuvor.  elbstvorwürfen.
  mit  denen  lbr  Sckulobewußslen  sle