Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

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krümmert  und  nicht  wirkiich  zuruckgeworsen  ist.
Gewiß,  es  werden.  langsam,  sehr  langsam,  mit
dieser  Taltir  strategische  Ergebnisse  erziell.  Der
Fal  von  Leus  scheint  bevorzustehen.  Aber  es
geht  zu  langlam.  So  können  wir  noch  2  Jahre
welterkämpfen,  ohne  die  Grenzen  Belgiens  zu
erreichen,  während  der  U-Boot-Krieg  Tag  für
Tag  mehr  und  mehr  Kraft  verschlingt.  Es  ist  zu
beachten,  daß  durch  die  rastlose  Vernichtung  unserer
  Handeleflotte  schlies  lich  auch  die  notwendige
  Befriedigung  der  noch  immer  wachsenden
Bedürfnisse  unserer  Heere  in  Frage  gestellt  wird.
Zweisellos  ist  es  richtig,  dem  Feinde  so  viel
Verluste  wie  nur  miglich,  zuzusügen.  Nur  vergesse
  man  nicht,  daß  die  gegenwärtigen  Kampfmethoden
  auch  uns  große  Verluste  verursachen.
Die  gegnerische  Artillerie  arbeilet  erheblich
schneller  und  nachdrückiicher  als  fruher,  und
wir  dürfen  uns  nicht  verhehlen,  daß  auch  unser
Menschenvorrat  nicht  unerschöpflich  ist
Untaten  der  Russen  in  Galizien.
Die  russischen  Soldaten  hausten  auf  dem
sluchtartigen  Rückzug  aus  Galizien  in  einer  Weise,
  die  an  die  schlimmsten  Untaten  der  zaristischen
  Armee  erinnert.  In  Tarnopol  und  Stanislau
  wurden  sämtlichs  Häuser  der  wohlhabenden
  Bevölkerung  geplundert,  angesteckt  u.  zerstört.
  Am  schlimmsten  Pausten  die  flüchtenden
Nussen  in  dem  Städtchen  Kalusz,  das  heute
ein  Trümmerhaufen  ist.  Das  Zentrum  des
Ortes  und  das  Geschäftsviertel  sind  volllommen
  zerstört.  Nach  Aurs  ssagen  der  Vevöllerung
poutten  die  Russen  wie  wilde  Vestien,  und  zwar
esonders  die  Speiialtrupren  mit  dem  Aczeichen
  des  Toatenkopses.  angeblich  Slurmruppen
der  Kosalen  und  Sshertessen.  Prandlompa:
gnien  endlich  vollendeten  das  Verwichtungswerl;
sie  raublen,  mordeten  und  schändeien  ärauen.
Männer,  die  Einspruch  erhoben,  wurden  niedergeschosten.
  Eimelnen  Einwohnern  gelang  es,  sich
durch  hohe  Lösegelder  loszulaufen.  Der  Vraumeister
  Adoli  Passendorfer  sammeite  000  Kr.

für  die  Kosalen;  er  soillte  erschossen  werden.
konnte  aber  im  jetzten  Augenblile  noch  entfliehen.
  Dem  ##  l—1-  ändier  Brynteniecki

wurden  Waren  und  Geld  im  Wert  von  250  000
Kronen  geraukbt.  Nach  Auesagen  der  Juden
wurden  an  jenem  Tage  13  Juden  und  10  Christen
  ermordet.  Der  ruthenische  Pfarrer  von  Kaluß
  erllärte.  daß  in  jedem  zweiten  Huse
Frauen  und  Mädchen  geschändet  wurden.  Goldene
  Uhren,  Uhrketten  und  Geldtaschen  wurden
sowohl  dem  Pfarrer  als  auch  seinem  Bruder  gestohlen.

„Nequirierung.  bulgarischer
Frauen  für  Reger.
Die  bulgarische  Vevölkerung  in  den  von  der
französischen  Expeditionsarmee  besetzten  Gegenden
  Griechenlands.  bat  verschiedenarlige  schwere
Unbill  zu  erleiden.  In  der  jeten  Zeit  wird
über  Vorgänge  berichtet.  die  besonders  geeignet
sind,  die  empörende  Unmenschlichteit,  deren  sich
die  angeblichen  Vorlämpfer  der  Kultur  im  jetziden
  Kriege  schul  dig  machen,  grell  zu  befeuchten.
Es  werden  n#  mlich  in  vielen  Orten.  insbesondere
in  der  Umgele  ng  von  Kaitoria,  junge  bulgarische
  Frauen  requi  iriert  und  nach  den  aus  Negern
beltebenden  französischen  Koioniallagern  gebracht,
  um  diesen  würdigen  Mülämpfern  der
Entente  preisgeigeben  iu  werden.  Diese  schändliche
  Handlungswei#e  lann  nicht  verfehlen,  in  allen
  wirklich  gesitteten  Ländern  größte  Entrüstung
bervorzurufen.

Geiecheuland.
Griechische  Euthüllungen.

Der  Vertreter  des  „Az  Est“  in  Bern  erhielt
v#authentischer  Seite  folgende  Informationen
zur  Lage  in  Griechenland:  Weder  Konig  Konstantin
  noch  der  Thronfolger  hat  abgedankt.

Von  einsamen  „NMarchn.)

Koman  von  Fritz  ntzer

48)  Rach###ock  cur#m)
T.marus  erfuhr  ich  von  Ihrem  Vorhaben,
  heute  die  Oper  besochen  zu  wollen:

die  Güte  der  Sungerin  verhalf  mir  zu  dem
noch  freien  Piatn  in  der  Lone,  und  nun  bin
ich  hier.  Ich  lam  absechtlich  spärer,  um  dur
mein  plötziches  unerwartetes  Erscheinen  das
in  den  Augen  Rottrauts  auszulosen,  was  ich
bei  ihr  zu  Unden  hofse.  Und  nun  hat  sie
mich  nicht  einmul  bemerkt,  weil  dieser  Maler
sie  daran  veriunderte.  Seine  Gesuhle  für  Rottraut
  kenne  ich,  aber  wie  sie  zu  ihm  steht,  weiß
ich  nicht.  Ein  banges  Ahnen  sagt  mir,  daß  ich
zu  spät  komme.  Sie  hat  ihr  Herz  wohl  schon
verschenkt.  Ver  sic.  #en  Sie  mich  jeßt,  Herr  Doktor?
  O,  gewiß:  Und  nun  sagen  Sie  mir  frank
und  frei  die  Walmheit!  Ich  muß  sie  wissen!“
Dokltor  Ersemus  war  mit  gesenktem  Kopi
neben  Wolfgang  im  Voyer  auf=  und  abgeschritten.
  Nun  blieb  er  stehen  und  legte  seine
Hand  auf  die  Schulter  des  zum  Schlusse  seines
Sprechens  wieder  in  die  alte  Erregung  Gen.


„Nuhe,  Ruhe,  Wolsgang!"“  mahnte  er.
habe  nie  in  meinem  Leben  vor  solchen
Fragen  gestanden,  wie  Sie  jetzt.  Ich  weiß
daher  auch  nicht,  ob  es  nötig  ist.  sich  um  die
Entscheidung  der  Jraee  S#tebt  sie  mich  7“
o  furchtbar  aufzuregen.  muß  wohl  aber
"ba.  Fein.  r*  ob's  dadurch  u  wird?  Also
g.e,  Ruhe!  Und  dann  fragen  Sie

nochmonl  (  Ich  weiß  nichts.  Sie  hat  nie

 

 

zu  mir  von  Reimarus  gesprochen.  Und  #
-e  heute  nichts  bemerkt.  was  dara

Beide  verließen  nur  einsach  dao  Land.  Konig
Konstantin  war  hierzu  unter  drei  Bedingungen
geneigt,  .nämlich  1.  daß  Griechenland  neutral
bleibt,  2.  daß  keinerlei  Vergeltungsmaßnahmen
vorgenommen  werden,  3.  daß  Venizelos  von  der
Leitung  der  Staatsgeschäfte  sernbleibt.  Die  Entente
  nahm  diese  Bedingungen  zwar  an,  hielt  sie
aber  nicht  ein.  —  In  Griechenland  herrscht  jetzt
eine  erbitterte  Stimmung.  Von  9  Generalen
und  7000  Offiziere  sind  nur  300  zu  Venizel?
übergegangen.  Von  163  Stabsoffizieren  schmach.
ten  150  im  Kerker,  und  die  großen  Staatsmänner
  leben  in  Verbamung  oder  werden  streng
bewacht  Die  Synode  wurde  aufgelöst.  Alle  höheren

  Richter  werden  abgesetzt,  der  Direklor
ver  Nationalbank  ausgewiesen,  die  Bezirkschefs
und  über  1000  Staatsbeamte  wurden  Allechele
Aber  auch  diese  JZwangsherrschaft  vermag  die
Volksstimmung  nicht  umzuändern.  Venizelos
Stellung  wird  von  Tag  zu  Tag  unhaltbarer.
Die  Person  König  Konstantins  genießt  heure
in  Griechenland  eine  sagenhafte  Verehrung.

Folltische  NRunoschan.

Auflassung  des  Regierungs-  Präsidiume
  der  Oberpfalzs
Mit  dem  1.  Sept.  verläßt  *  v.  Aretin
seinen  Posten  als  Negierungspräsident  der
Oberpsalz.  Es  fällt  auf,  daß  bis  heute  ein  Nachsolger
  auf  diesen  Posten  noch  nicht  ernannt  worden
  ist.  Wie  verlautet,  sieht  eine  amtliche  Kundgelung
  unmittelbar  bevor,  wonach  beabsichtigt
itt,  den  Poslen  vorerit  nicht  zu  besetzen.

Zum  Lehbrergesot.

Am  20.  August  waren  in  Augsburg  Ausschußmitglieder
  des  Vapyer.  Volloschullehrerver.
eins.  des  Kath.  Lerervereins  in  Bayern,  des
Kath.  Lehrervereins  der  Pfalz,  des  Bayer,  und
des  Kath.  Lehrerinnenvereins  versammelt,  um
in  längerer  Beratung  zu  der  Vorlage  des  Lehrergesetzes
  Stellung  zu  nehmen.  Die  Besprechung
wurde  von  dem  1.  Vorsitzenden  des  Bayerischen
Volksschullehrervereins  gejeitet,  der  auch  den
Bericht  erstattete.  Grundlage  der  Besprechung
waren  die  Dentschrift  der  K.  Staatsregierung
vom  12.  Juni  1914  und  die  Eingaben  des
Baner.  Volksschulsehrervereins  in  Sachen  des
Lehrergesetzes  an  das  K.  Kuliusministerium  vom
3.  Mai  und  18.  August  ds.  Is.  sowie  seine
in  Bamberg  am  9.  August  ds.  Js.  gesab  te  Entschließung,
  betr.  das  Lehrergesetz.  Die  Aussprache
  führte  zu  dem  Ergebnis,  daß  von  den
Vereinen  in  der  die  Lehrerwelt  so  tief  ergreifenden
  Angelegenheit  gemeinsame  Schricte  sowohl
  zur  K.  Staatsregierung  wie  zum  Landuge
  gemacht  werden  sollen.

Oberbayerischer  Zentrume

artei-Tag.

Das  Kreiskomitee  der  Zentrums-  Partei  für
O  berbayern  veranstaltet  für  Donnerstag,  den
20.  September,  fruh  10  Uhr,  im  Kath.  Gesellschaitehause
  in  München  eine  Versammlung,  Die
Tagesordnung  lautet:  1.  Referat  des  Landtags-Algeordneten
  Giehri  über  Stellungnahme  der
Reutrums,  Partei  zum  Verständigungs-Frieden.

NReferat  des  Reichstags-  Abgcordneten  Ponhiad
  über  die  Parlamentarisierung  der  Reichs-NRegierung.
  3.  Referat  des  Reichstags-Abgeordneten
  Irl  über  die  wirtschaftlichen  Verhältnisse
des  Nosches.  Nach  jedem  Refetat  wird  eine  Aussprache
  stattfinden.

Ferschlebene  MNachrichlen.

Berlin,  31.  August.  Wie  verlautet,  siehen
die  Vererdnungen,  die  cine  Einschränkung  des
Elekctrizirätsver#rauches  worsehen,  unmittelbar
bev##r.  Die  Tcrordnungen  werden  ähnlich  gestaltet
  sein  wie  die  Gasverordnungen.

schiiehben  läßt,  daß  ihr  Herz  ihm  gehört
Kinder,  was  macht  ibr  für  usen.
war  so  froh,  ein  Töchterchen  u  haben,  und
nun  sind  gleich  zwei  Feuer  uls  Flamme  für
das  Mädel  und  wollen  es  mir  rauben.  Kinder,
überlegt's  euch  mit  dem  Heliraten!  bin
auch  so  fertig  geworden  ...  Na,  sch  kann's
euch  nicht  wehren,  und  ich  habe  auch  milt  der
ganzen  Geschichte  nichts  zu.  tun.  Das  müßt
ihr  uter  euch  abmachen.
olsgang  mußte  trotz  aller  Angst  und

Unruhe  leise  lächeln

Mit  dem  Peiaten  müßte  es  noch  lange
Jute  Weile  haben,  Herr  Doktor.  Ich  bin  noch
aichts.  Aber  für  wen  Nottrauts  Herz  entscheidet,
  das  mug  ich  heute  wissen.“

„A  die  Sache  ist  doch  so  furchtbar  einach“,
  entgegnete  der  in  dergleichen  Herzens-W
  vollständig  unerfahrene  Dottor
halb  argerlich.  Wie  lonnte  man  einer  Liebesgeschi
  Kaus  wegen  solche  langen  Redereien  machen,
sich  vor  Aufregung  halb  umbringen  und  mit
den  Augen  funkeln,  als  wolle  man  einen  mit  den
bloßen  Dlicen  totsteche

ragen  Sie  Prcenn“  und  *  ist  die
Sache  erledigt“,  meinte  er  zuletzt

Und  als  er  bei  Wolfgang,  dei-  bee  ganze
Art  und  Weise  des  Doktors,  die  ihn  in  seinem
Fühlen  und  Denken  beeinflussende  Angelegenbeit
  abzutun,  nicht  verstand,  der  mehr  von
Entgegenkommen,  Wärme  erhofft  hatte,  eine
tiese  Verstimmung  zu  bemerten  eleubte,  “
er  wieder  seinen  Arm  ein  und  sagte  sovial:
„Kinder,  seid  gemütlich  und  erdielt  mir  mit
urer  Liebe  nicht  den  ganzen  Abend!  Kommen
Sie,  nun  gehen  wir  wieder  hinein,  damlt  uns
Nottraut  und  der  Maler  nicht  schließlich  auch

 

 

Wacha#laufen  kammen!  Und  menn  der

 

 

Berlin,  31.  August.  Die  Pocken,  die  im
Laufe  des  Frühjahres  in  Nord-  und  Westdeutschland
  eine  weite  Verbreitung  gesunden
batten,  sind  dank  der  energischen  Durchführung
der  von  den  Behörden  angeordneten  Maßna
men,  insbesondere  Schutzpockenimpfung,  bereits
wieder  erloschen.  Nur  wenig  mehr  als  2000  Erkrankungen
  und  200)  Todessälle  haben  sie  veranlasst.


Posen,  31.  August.  In  der  Nähe  von
Schneidemühl  wurde  aus  der  Warthe  die  Leiche
des  dortigen  Obsthändlers  Plaschewski  mit  zusammengebundenen
  Händen  und  einem  Messer
in  der  Vrust  gezogen.  Die  Frau  Plaschewsli
wurde  gestern  früh  in  ihrem  Bette  tot  aufgefunmien,

  31.  August.  Im  ungarischen  Komitat
Marmaros  wurde  eine  Räuberbande  sellgenommen,
  die  die  Bevölkerung  zahlreicher  Gemeinden
in  Angst  u.  Schreclen  versetzt  hatte.  Die  Gendarmerie
  erwies  sich  der  Ueberzahl  gegenüber  machtlos,
  weshalb  Militär  gerufen  wurde,  das  im
Verein  mit  der  Gendarmerie  die  Bande  seslnahm.
  Bei  der  Bande  befanden  sich  auch  entflohene
  russische  Kriegsgefangene  In  den  Verstecken
  der  Bande  wurden  im  ganzen  130  Kronen
  bar,  außerdem  zahlreiche  Waffen  und  Munition
  gefunden.

JZürich,  31.  Augutt.  Der  vor  einigen  Wochen
in  St.  Gallen  veritorbene  Stickereiindustrielle
Arlur  Schieh  hat  teitamentarisch  rund  4  Millionen
  Francs  für  eine  Reihe  von  gemeinnühzigen
Zwecken  gestiftet,  u.  a.  1  Million  Francs  für

eine  Alters-  und  Invalidenversicherung  dem
Kanton  Gt:8  Gallen,  ebensoviel  dem  Kanton
Appenzell,  250  000  Franco  seinen  Angeneliten

und  Arbeitern.  Der  Stadt  St.  Gallen  vermachte
er  seinen  Privatbeli  mit  Park  zu  öffentlicher
Benützung.  Zur  sofortigen  Verteilung  an  die
Bedürftigen  der  Städte  Sk.  Gallen  und  Herisau
hat  er  je  100  000  Franc  bestimmt.

Bayerischer  Kanalverein

ürnberg,  31.  August.  Zur  Jubiläumsversammiung
  des  Vayerischen  Kanalvereins  am
Sonntag  haben  sich  bereits  350  Teilnehmer  aus
Deutschland  und  Oeslerreich  angemeldet.  Rosenbeim
  ist  durch  Kommerzienrat  Senft  vertreten.
Der  König  wird  in  der  Hauptversammlung  am
Sonntag  das  Wort  ergreisen.  nach  der  Versammlung
  auf  der  Vurg  mit  der  Vorstandschaft
des  Vereins  und  anderen  geladenen  Herren  das
Essen  einnehmen,  am  Montag  in  Bayreuth,  am

ittwoch  in  Bamberg  sein,  wo  er  den  Hafen
besichtigen  und  von  der  Hafenverwaltung,  sowie
  den  Nutznießern  des  Hasens  Berichte  über
Umschlagtätigkeit  und  den  Betrieb  entgegennehmen
  wird.  Die  Arbeitsgemeinschaft  für  die
Grofschiffahrtsstraße  Ahein-Main-Donau,  die

am  18.  Juni  in  Linz  gegründet  wurde,  hält
am  1.  September  in  der  hiesigen  Handelskammer
  eine  Sitzung  ab,  in  der  u.  a.  von  einem
Vertreter  der  Kammer  über  den  geg:  enwärtigen
Stand  der  Frage  und  über  die  Schiffahrtsverihä#tnisse
  auf  der  österreichischen  abe#en  Donau
berchtet  werden  wird.  Am  3.  und  4.  September
treten  endlich  die  drei  Donau-Kommissionen  der
mitleleurpätt  chen  Wirtschaftsvrreine  in  Deutschland,
  Oesterreich  und  Ungarn  zu  nicht  öffentlichen
  VBeratungen  über  den  Entwurf  einer  neuen
Donau-Schiffahrtsakte  zusammen.

Fof=  und  Personglnachtichten.

München.  31.  August.  Der  König  wird  am
Sonntag,  den  2.  Sept.,  früh  7.10  Uhr,  nach
Nürnberg  reisen,  um  an  der  Zubiläumstagung
des  Wayerischen  Kanaloereins  teilzunehmen.

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Mufsizumk  ier  vorvei  is  de  neñn  7  Z#u  ressel
oder  onstwonin,  wo's  einen  gulen  Tropten
und  einen  schönen  Happen  gibt,  und  amüsieren
wie  Remhagen,  wenn  er  seine  Alte
ärgern  kann.  Sie  müssen  mir  dann  viel  erzählen
  von  der  langen  Zeit,  in  der  wir  uns
nicht  aelehen  haben.  Topp.  Wolfaang?

Der  Gesragte  -  kein  Wort,  sondern
  biß  sich  auf  die  Lippen.  Er  empfand
den  Ton,  in  dem  der  Tokkor  zu  ihm  sprach,
den  Vorschlag,  nach  der  Oper  irgendwo  gut  zu
soupieren,  wie  eine  bersönliche  Kränkung.  Verstand
  man  ihn  denn  nicht?  Konnte  man  sich
nicht  denken,  wie  alles  in  ihm  bebte  und  zitterte?
Ir  war  in  beißer  Angst  und  OQual  hierher
geeilt,  hatte  während  des  ganzen  Tages  noch
nicht  an  Essen  und  Trinken  gedacht,  sondern
war  mit  seinem  Sinnen  nur  immer  wieder  bei
dem  einen  gewesen:  Liebt  sie  mich  oder  den
anderen?  Und  nun  die  gemütliche,  von  einem
genußfrohen  Lächeln  begleitete.  (nkündigung:
Nachber  Koben  wir  zu  Dressel“

oligang  immer  %4  schwieg,  die
zähm  mur  tieser  in  die  trockenen  Lippen  grub,
die  wie  die  eines  Fiebernden  glühten,  mußte
Erselius  wohl  doch  etwas  erkennen,  das  ihn
dle  Größe  der  hemlichen  Angst  und  inneren
Erregung  Wolsgangs  ahnen  ließ.  Er  klopste
ihm,  seinen  Arm  loslassend,  auf  die  Schulter
und  sogte  m  Wollgang,  Lopf  b  hoch!  Fra-  en
Si  nn  Rottraut
will.  d%7  d  ri  n  Lorden  wissen,  5
ich  e  Ibnen  elnmal  am  liebsten  gebe.  Nicht?“
kam  das  Felbe  warme  Leuchten  in
Wo  l  yieesDottorErlellus
elitit  ln  seinem  ri“  se  beim  Gläserklingen  *
obachtet,  als  sie  sich  olle  drel  ein  Wiedorjseh
gewünscht.  Er  rrarifk  des  Doklors  Rechte  urd
drückte  sie  dankbar

 

 

 

 

aser.  —  —N  oo-“

Er  beabsichtigt.  zwei  Tage  auf  der  Burg
Nürnberg  und  zwei  Tage  im  Schloß  zu  B
berg  Wohnung  zu  nehmen  und  von  hier
die  Städte  Bayreuth  und  Hof  zu  besuchen.
den  Fahrten  zu  diesen  Städien  ist  in  den?:

tionen  Hersbruck,  Pegnitz,  Erlangen,  F
heim,  Lichtenfels,  Kulmbach,  Münchbe;
Marktredwitz  kurzer  Ausenthalk  vor

7.  September  morgens  wird  der  König  in
chen  wieder  eintreffen.

HBäschener  RNeuigkeilen.

München.  31.  August.  Der  dem  Kro#
wohlfahrtssonds  eingeräumte  Kredit  int
400000  Mark  überschritten  worden.  Die  ?
haben  belaufen  sich  auf  monatlich  1,7  Millie

Mark.  Das  Gemeindekollegium  stimmte  desl
am  Donnerstag  der  beantragten  Kreditehung
  von  2  Millionen  Mark  zu.  Seit  Kri.
ausebruch  hat  der  Kriegswohlfahrlssonde  g
schließlich  der  fortlaufenden  Zuschüsse
Reichsspmmisienunterstützung  aus  gemeindlie
Mitteln  11,6  Millibnen  Marl  an  Umeriku:
gen  und  Beiht  lfen  verausgabt.  Darunter
7.2  Millionen  Marl  Mielzuschusse,  1.4  W
Mark  Krankenlassenbeiträge,  9000000  M
Zuschüsse  für  Kleider  und  Wäsche,  186  *
für  Schuhe,  384  0000  Mark  für  Breunttois.
Mitllionen  Mark  für  Milch,  3.4  Mitll.  Mark
Brot,  1,7  Millionen  Mark  für  Suppenk###n
547000  Mark  für  Aerztelosen,  714.000  M
für  Weihnachtsunterllütungen,  1284  0000  M
Zuschüsse  für  Volksküchen,  6  Millionen
Zuschüsse  für  Aerbilligung  der  Lelenemin
Unter  den  Einnahmen  des  Kriegswohlsahr
fonds  befinden  sich  ausschl.  der  Zuschüsse
Stadtgemeinde  10  Millionen  Mark  Rukerf
von  der  Zentralstaatslasse  und  7  Mill.  M
aus  Sammlungen,  Opfertagen  usw.

Boverische  Racheichten.

Frontenhausen,  31.  Angust.  Geilern
mittags  brach  im  Sägewerk  der  Eisgruberie
Kunstmühle  Feldmühle)  Feuer  aus,  das
ganze  Geböude  in  Asche  legte.  Auch  das  Wo
haus  wurde  vom  Feuer  ergrifsen.  Man  ho
das  Lagerhaus,  in  dem  sich  groste  Erntevorn
befinden,  und  die  Kumtmühle  zu  retten.
Hob#-  und  Bretterlager  ist  niedergebrannt.

Augsburg,  31.  August.  Am  Schlusse
„gestrigen  Magistratssitzung  gab  der  Oberl
Permeiter  bekannt,  daß  ihm  von  anonmt
Seite  ein  Brief  zugegangen  sei,  welcher
Mark  Papiergeld  mit  dem  Auftrage  eines  i
heren  Beamten  enthielt,  diesen  Betrag
Stadtkasse  zu  überweisen.  Man  vermutet.  1
es  sich  um  die  Rücerflattung  einer  veruntt
ten  Summe  handelt.  Der  Betrag  wurde  2
Wohlfahrtsfonds  zugewiesen.

Hassau,  31.  August.  Unsere  Mcchgern
ster  erhielten  zu  Frühjahr  ein  ungemein  à
tes  Quantum  Schweinefleisch  zum  Einpol
und  zur  Aufbewahrung  ül-  erwlesen.  D

 

 

VDas  Fle
hätte  in  den  Wimermonaten  für  die  Beuoh,
schaft  Passaus  zu  deren  Verbrauch  gehört.
schiedene  Metzger  haben  es  aber  vorgezogen,  l
RauchlleischzuhoheiiPfeileniiiiberealiqler
heimlichekwciieanbsvorziiqteStandesinteresfen.
  Der  Lebensmittelreferent  beantragte
Magistrat,  dah  die  Metzger  in  die  vereinba
Konventionalstrase  zu  nehmen  seien,  was)
Magistrat  auch  beschlon.  Von  dem  grok
Quantum  Rauchfleisch  sind  nur  mehr  20  J
übrig,  welche  nun  an  die  Volkskuche  und
Rüstungsarbeiter  zur  Verwendung  gekangen.
Kichheimbolanden,  31.  Augumn.  An  N.
tinvergiftung  sowie  infolge  übermaxizen  Al

Aber  als  e  dann  oas  Unyer  verleßzen
um  nach  der  Loe  zurückzulehren,  schwand  es
so  schnell,  wie  co  gekommen  war.  Und  num
glühte  wieder  das  Fladern.  Stärker  denn  j#.

"  ro-·

HeRieimarus  hatte  es  mltl  freu  Wot
Geung#un  begrüßt,  als  Erselius  und  Wol

 

*  e  verließen.  Nach  einem  solche
Alleintein  uit  Rottraut  hatte  *  sich  schon  wäh
rend  des  ganzen  Tages  gesehnt
Jubelnde  Freude  hatte  ihn  erfüllt,  ale
Erselius  sein  und  Rottrauts  Kommen  telegraphisch
  angezeigt  und  um  seine  Anwesenhet
in  der  Ausstellung  gebeten.  Er  war  woh
nach  dem  Absenden  seines  Briefes  von  der
stllen  Hofinung  erfüllt  gewesen,  der  Dollon
und  seine  Pflegetochter  könnten  vielleicht  der
Wunsch  haben,  dos  Bild  zu  sehen,  aber  dal
sie  eine  Reise  zu  diesem  Zoltts  unternehmer
würden,  hatte  er  nicht  zu  glauben  gewagt.
ährend  dee  ganzen  Tages  waren  sie  zu
sammen  gewesen,  hatten,  wie  Wolfgang  in
Garten  zu  Betdorf  vermutet,  gelacht,  gerechen

lich  Zugelehen

oft  angeleben  Glückuch  logen
Immtt  gesto  sie  einander  in  den  Au
zu  lesen  gesucht.  Horst  Relmarus  oft  n
mit  dem  S#ch  Begebren,  in  den  Augen  der
geliebten  ädchens  das  zu  schauen,  was  ei
zu  foren  hoffte.  Rottraut  nur  dann,  wenn  sie
sich  unbeobachtet  glaubte,  mit  einem  schenen
klüchtigen  Blick  und  in  ungetannter  --ihr
  unverstandenem  Empfinden.  Es
B  eue  Tag  elns3  lonnigsterl  reude  eesen

ihn  noch  nie

Irnen,  n