Metadata : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1918. (84)

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b)  die  Bewilligung,  Versagung  oder  Entziehung  des
Armenrechts  sowie  die  Auferlegung  der  Verpflichtung
  zur  Nachzahlung  von  Kosten:;

c)  die  Aufhebung  einer  Verurteilung  zu  einer  Ordnungsstrafe
  sowie  die  Aufhebung  der  Androhung
einer  solchen  Strafe.

2.  Auferlegung  einer  Ordnungsstrafe  die  Hälfte  der  im  §  62  des
Gerichtskostengesetzes  bestimmten  Gebühr.

3.  Bestellung  eines  Vertreters,  eines  Verwalters  oder  eines  Verwahrers,

  soweit  nichts  anderes  bestimmt  iitt...2  5.K.
4.%  Vernehmung  eines  Zeugen  oder  Ernennung  und  Vernehmung
eines  Sachverständigen,  einschließlich  der  Beeidigung,  2  —  15  %.
5.  Zuziehung  eines  Dolmetschers  2  —  15K.
Anmerkungen.

1.  Dieselbe  Gebühr  wird  erhoben,  wenn  die  Zuziehung
deshalb  unterbleibt,  weil  der  Richter  oder  die  mitwirkenden
  Personen  der  fremden  Sprache  mächtig
sind.
2.  Die  Gebühr  wird  nicht  erhoben,  wenn  der  Dolmetscher
deshalb  zugezogen  wird,  weil  ein  Beteiligter  stumm
oder  sonst  am  Sprechen  gehindert  ist.
3.  Schuldner  der  Gebühr  ist  ausschließlich  der  Beteiligte,
um  dessentwillen  der  Dolmetscher  zugezogen  oder
die  fremde  Sprache  gebraucht  wird.  Dasselbe  gilt
von  den  entstehenden  Auslagen.
6.  Abnahme  eines  Eides  oder  einer  Versicherung  an  Eides  Statt  2  —  10.K.
In  den  JFällen  der  §§  259,  260,  2006,  2028,  2057  des
Bürgerlichen  Gesetzbuchs  kann  die  Gebühr  bis  auf  100
erhöht  werden.
7.  Einnahme  des  Augenscheins  außerhalb  der  Gerichtsstelle,
wenn  sie,  einschließlich  der  Beurkundung,  abgesehen  von  der
Zeit  des  Hin=  und  Rückwegs,  in  spätestens  einer  Stunde  beendet
  ift  ......  3  —  10.K,

für  jede  angefangene  weitere  Stunde  2  —5  1.