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In eden den Tagen, als die österreichische Heereeleitung vor dem Entschluß
stand, ob sie den Kampf vorwärts der Karpathen noch einmal aufnehmen oder
ganz Galizlen dem Feinde prelsgeden und sich auf die natürlichen Wälle der
Kernlande der Monarchie zurückzlehen solle, erreichte sie die Meldung, daß es
dem Verbündeten gelungen sel, eine der belden gegen Deutschland aufmarschierten
Armeen im duchstädlichen und vollen Sinne des Wortes zu vernichten —
aus dem welteren Kampfe auszuscheiden. Es ist leicht vorzustellen, wie sehr
die Kunde von Tannenderg dae K. u. K. Armeeodberkommando getröstet und
zur Fortsetzung des Widerstandes angespornt haben mag.
Sie entschloß sich und mußte sich entschließen, die im Norden siegreich
kämpfenden deiden Armeen zur Mitwirkung in der Entscheldungeschlacht
beranzuzlehen. Allerdings war diese Aufgabe nicht leicht.
Die 1. Armee (Dankl) defand sich im slegreichen, doch langsamen Vorschreiten
auf Lublin. Ihre Nachdarin zur Rechten, die 4. Armee (Auffenberg)
hatte in Verbindung mit der ihren rechten Flügel dildenden Heeresgruppe
Erzberzog Josef Ferd inand nach langem, zähem Ringen den vor ihrer Front befündlichen
Feind, die 5. russische Armee, aue ibrer festen Stellung geworfen
und zu fluchtartigem Rückzuge nach Nordosten gezwungen. Mitten in ihrem
Slegeslaufe traf sie der Befehl zur Umkebr. Der schwachen Heeresgruppe
des Erzherzogs mußte es überlassen dleiben, die Verfolgung fortzusetzen, während
Auffenberg sich aus der Schlachtfront herauszog, um den Anschluß an den
lnken Flügel der 3. Armee zu suchen. Dlie bezog nun westlich Lemderg eine Bereitschaftsstellung,
um, sowle Auffenderg beran wäre, aufe neue zur angriffswelsen
Verteidigung nach Osten anzutreten und dem Feinde vor den Westpforten
der Hauptstadt dle dritte Schlacht zu liefern.
Die Armee Hankl hing nun rechts in der Luft und bekam das alebald zu
übhlen. Ein neuer Vorstoß, den sie am 2. Septemder gegen die Verteidigungestellung
der Russen vor Lublin unternahm, wurde von anrückenden russischen
Verstärkungen rechte flankiert. Dankl warf erst sein Kavallerlekorps und dann
auch noch das preußische Landwehrkorps v. Woprsch auf seinen rechten Flügel.
Dank dieser Unterstützung gelang es ihm, sich dis auf weiteres zu halten.
Zur selben Zeit, als der russische Widerstand sich vor Lublin versteifte,
gestalteten sich die Verbaltnisse auch für die Heeresgruppe Josef Ferdinand höchst
bedenklich. Der Russe hatte schnell herausbekommen, daß sein Verfolger jetzt
nicht mehr aus anderthalb Armeen, sondern nur aus einer halden bestand.
Er machte kehrt und warf sich dem ungestüm nachdrängenden, aber allzu schwachen
Verfolger entgegen. So hatten sich die Verhältnisse auf dem dieher siegreichen
linken Flügel der ÖOsterreicher in ihr Gegentell verkehrt. Danki wie der Erzherzog
wurden arg dedrängt und leisteten mit allmahlich erlahmenden Kräften
verzweifelten Widerstand. Inzwischen hatten sich dle durch Lemderg zurückgewichenen
Armeen 3 und 2 westlich Lemberge vorwärts der Wereszyca, aber
gegen die Stadt durch dle Sümpfe von Grodek gedeckt, zu neuem Widerstand
aufgebaut. Sleichzeitig war es Auffenberg gelungen, seine ganze Armee aus
dem Raume seiner Slege bei Tarnowatka-Komarow herauszuziehen und in
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