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Der Feind hatte unter Anderen einen General und mehrere
Stabsoffiziere verloren, auch einen Stabshauptmann und einige
80 Mann Gefangen sowie mehrere Blessirte in preußischen Händen
gelassen.
Da man vom Main her den Feind mit verstärkten Kräften
erwartete, so nahm am 5. Juli das Corps Manteuffel bei
Lengsfeld und die Divifion Beyer bei Geisa Stellung, während
die Division Göben bei Dermbach und Oechsen stehen blieb.
Aber der Feind hatte die Nacht benutzt, sich weit zurückzuziehen.
Er war südwärts und nach dem Werrathale gegangen. — Es
wurde deshalb nach kurzem Halt der Vormarsch nach Fulda fortgesetzt,
und als am 6. Juli die Division Beyer dort einzog,
während die Division Göben und das Corps Manteuffel nordwärts
bis Hünfeld gegangen war, hatte man sich vollständig
zwischen das 8. Bundescorps und die nördlich des Mains befindlichen
Bayern geschoben und beide Theile wirksam getrennt.
Die nordwärts nach Gießen vorgeschobenen Theile der
Bundes-Armee fanden es jetzt übrigens für gut, aus Gießen abzuziehen.
Am 4. Juli rückte würtembergische Cavallerie und
Artillerie, badische Infanterie, sowie der Train bei der Nachricht
der Annährung der Prenßen von Marburg her im Trabe aus
der Stadt. Inzwischen setzten die Preußen ihren Siegesmarsch
fort. Die unter den Befehlen der Generale Göben und Beyer
stehenden Corps brachen am 9. Juli in der Richtung. nach
Brückenau in Bayern auf.
Wenn die Bayern also glaubten, vorläufig Ruhe
zu haben, so war dies ein schwerer Irrthum, denn von da
bedrohten die Preußen bereits die Uebergänge der fränkischen
Saale bei Kissingen und Hammelburg.
Gleichzeitig sammelten sich aber auch im Norden, namentlich
im Nassauischen, preußische Truppen, so daß also der Befehlshaber
des 8. Bundescorps nun befürchten mußte, von zwei
Seiten angegriffen zu werden. Bei Zorn, im Nassauischen,
bestand das 30. (Trier'sche) Landwehr-Regiment ein Gefecht gegen
2000 Bayern, bei welchem es auf beiden Seiten Todte und