266 Frankreich.
ihren Dank für alle die im allgemeinen auszudrücken, welche in der Sphäre,
za der sie sich befänden, dem römischen Stuhle einige Sympathie bezeugt
tten." «
21. Dec. Eine Dep. Drouyn de Lhuys an den Gesandten in Rom meldet ihm,
daß England dem Papste den Vorschlag gemacht habe, Rom zu verlassen
und nach Malta zu gehen und fügt bei, was er darüber zu dem apostolischen
Nuntius Fürsten Chigi gesagt: er hoffe, daß, wenn der Papst — was Gott
verhüten möge — genöthigt wäre Italien zu verlassen, derselbe sich lieber
nach Frankreich als auf englisches Gebiet zurückziehen werde.
„ Der neue franz. Gesandte in Turin berichtet, daß die italienische
Regierung es ablehne, Frankreich auf den in der Depesche des
Hrn. Drouyn de Lhuys v. 26. Oct. angegebenen Grundlagen irgend
welche Eröffnungen bezüglich der römischen Frage zu machen.
Der Gesandte hatte in Betreff einer Erklärung der „Opinione“ — zwischen
dem Frankreich, welches läugne, daß Rom den Italienern gehöre, und dem
Italien, welches unwiderruflich Rom für sich wolle, sei eine Verständigung
nicht möglich, — von Marchese Pasollni Auskunft verlangt. Der italienische
Minister antwortete ihm, daß kein Journal das Recht habe im Namen
Italiens zu reden. Er erklärte ferner, daß es zweckmäßig sei, im gegenwärtigen
Angenblick die römische Frage auf sich beruhen zu lassen, odhgleich,
auch das italienische Ministerium die Meinung des Landes theile, daß Rom
die natürliche Hauptstadt Italiens sei. Das Programm des gegenwärtigen
Cabinets sei von dem des vorhergegangenen nur in dem einzigen Punkte
unterschieden, daß es den Verzicht auf neue Eröffnungen an Frankreich bezüglich
der römischen Frage vorschreibe, da das Cabinet der Tuilerien Unterhandlungen
auf der Grundlage „Rom den Italienern“ glaube ablehnen zu
sollen. Darauf antwortete der Vertreter Frankreichs: Diese Worte enthielten
ein wahrhaftes non possumus. Diese Auslegung habe jedoch der Marchese Pasolini
zu absolut gefunden und hinzugefügt, wenn die italienischen Minister es für
möglich hlelten, so würden sie die Unterhandlungen mit dem keaiserlichen
Cabinet wieder aufnehmen. Der französische Gesandte schließt seinen Bericht
an Herrn Drouyn mit der Bemerkung, die Herren Pasolini und Farini
hätten betheuert, daß sie entschlossen seien, mit der kaiserlichen Regierung
einig zu gehen.
28. „ Bericht des Finanzministers Fould an den Keiser.
30. „ Erzbischof Morlot zu Paris.
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