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XII. Statuta Petri 1460. 103
tun willen, daz in zukunfft die dann wflzenemmen seint zu tunıherreyen
und phrunden daz erst gantz jar irer uffinemung manglen
der fruchte und das jar zu kainer beysittzung ® gezwungen werden
und «die selben fruchte durch aynen amptman vom probst,
teehan und eapittel darzu zesettzend behalten werden in dem
chaltunsz der kirchen und umb gemainen muttz und offenbaren
nuttz und notturfit der kirchen getrwlich und ordelich uszgeben
werden mit rauft und gehaysz probsts, teehans und eapitels und
sunst um kayn sach.
Kap. 11. Item seytdem daz ayn teehan, euster und schulherr
zu stätter gegenwurtikait meher won die andern notturfitig seyn,
so wellen und settzen wir ob sich in zukunft begeb daz ayner
ehorherrey und plırund mit sampt techaney, enstrey und scholherrey
ervollgte, «daz dann ayn sullicher seyt dem er zu statter gegenwurtikayt
schuldig ist, nit schuldig sey das erst jar der frucht
zemangeln oder emberen und nit dem statut oder gesattzt nachst
vesagt underthon sey. Auch wellen wir nit daz kayner caplan
oder altarista dem selben statut auch underdrugt sey.
oder personen der vorgenanten kirehen und iro erben oder yegklieher
ander maynende in zugchorende [von]®” wuffnemmung der
finchte zwaytreeht entspring, 80 wellen wir daz zu welllicher zeyt
ayner tött ist und ettliche usztaylungen beschehen zugeschriben
und uberkonmen het, von sullicher usztaillung und tayl noch
rcwisser zeyt verdienet schuldig sey widderzugeben und widdergeh
on alle beswernusz dem erben in seym benefieiv. Also gleycherweysz
wer sach, daz ayner zedlienet hett bisz® schier zu der zeyt
so man usztaylet, dann gleyeherweysz der erbe der benefieien den
ervolgern oder denen sulliches zugehört als vil lasz von dem tayl
als dann noch sehettzung vergangener gewisser zeyt sich begipt,
ayner icglichen beswernusz hindangesattzt. Und das jar sullich
fruchte zuemphohen, umb merer elarheyt willen so wellen wir, daz
h uff den tax saneti Michaelis archangeli.
Kap. 12. Item daz nit under den hinsehaydnen tumherrn
esz ancefae
a) hosittzung Z».
b) ergünzt, fehlt in «ter Hs.
c) visz Hs.
„als dann lüblich lang Zeit herkommen ist,“ 50 }l. Über das Gnadenjahr vgl.
H. Schäfer, Kanonissenstifter $. 210 ff. ; Beyerle im Jreib. Diös-Archin N.Ie.
IV, 56; Leuze, Das Augsburger Domkapitel 5. 37 f.