66 Johann Herolt
und geschlecht sagt man, das uff einmal vier thurnierhengst in einem
thurnier da ausgeritten sein’).
Unnderwerts am Kochen unnd uff der seitten sein dise burgstadel
gelegen, so etwa in weszen®?) mit sondern geschlechten besetzt,
aber nun etlicher (die)® meur und ettlicher allain die hoffstath
gesehen werden ®:
Buchhorn, Hirschfelden, Pretzingen, Hessenthal.
Diser geschlecht namen findt man underschiedlich in gantz alten
brieffen, was aber ir wappen, ist mir unbewust”). Rudolff ettwa apt
zu Comberg, der ein rotte prust von einem einhorn in einem weissen
schilt furt, dergleich uff dem helm, ist einer von diser geschlecht
aim geweszen‘').
Westen°), da itzo die pfarrkirch zu Westen steht, haben die
herrn vom Kochen, die nachvolgendt gegrefit sein, ir hauszhaltung
gehapt und die graffen von Westen genant. Was ir wappen, ist
mir unbewist.
a) im westen ZT". b) der st, c) deren aber nun etliche new, ettliche aber allein die
hofstätten noch .. . 7".
ein Teil der Burg im Besitz des Klosters Murrhardt, von dem es an Heinrich
von Vohenstein ülerging. In der Familie ist als Vorname helieht Ar, ader
Are, Arn (Förstemann Namenb. I unter Arin).
ı\ Sel, Münster führt in dem in seine Kosmogr. verarbeiteten Turnierhuch
im 24, Turnier, Heilbronn 1408 unter den Rittern auf: Wolf’ Ganss ron
Uttendorf, von dem freilich nicht sicher ist, ol er hieherzuziehen ist.
?) D. h. als sie in gutem Stande waren.
’) Buchhorn, OA. Gaildorf, s. diese OABeschr. 173. Nennenswerle
Jtegesten sind keine vorhanden. Die Burg, von deren Lage Prescher, Limpurg II,
336 f. eine anschauliche Beschreibung gicht, wurde, nachdem sie im Besitz der
Grafen von Öttingen gewesen, 1357 an Limpurg verkauft, von ihnen den Berlern
zu Lehen gegeben. — IHlirschfelden, 0A. Gaildorf, 8. diese OABeschr. 174.
Regesten keine vorhanden. — Bretzingen, OA. Gaildorf, s. 175, 3. Rauhenhretzingen,
in der Nähe des kinkorn. Heinrich von Bretzingen nach 1266 Alt
von Comburg Wr. 7, 100, Iemhard von Bretzingen 1286 in einer Comhurger
Urkunde, Wr. 5, 432. — Ilessenthal, OA. Hall. Freie Herren dieses Namens
erscheinen um 1100 in den Comburger Urkunden, ritlerliche Ilerren von Hessen-Ihal
im 13. Jahrh.; welcher Zusammenhang zwischen beiden besteht, ist nicht
zu ermitteln, WEr. 8, 169.
4) Ein in diese Geschlechter gehöriger Aht Rudolf ist in den Comburger
Verzeichnissen, WI'r. 7, 100, nicht aufzufinden.
6) Westheim, OA. Hall; darüher s. oben: „Erfindung des Salzhrunnens
zu lall“, aus welchem Abschnitt der vorliegende fast wörtlich wicderholt
ist.
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