Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

müssen  uns  darauf  gefaht  machen,  daß  das
Streichr  ot  zunächst  einmal  der  [Vergangenheit
rt.  Es  gilt  jetzt,  eine  Fieser  schaf-Aee
  die  uns  die  Gewähr  gibt,  daß  n  das
ganze  Jahr  hindurd  ohne  Schwankungen  die
#r.  „Menge  erhalten.  Aller  Vorausfiht
nach  wird  die  Wockenration  nur  noch  90  Er.
betragen,  eine  Ziffer,  die  noch  geringer  wird,
dadurch,  daß  in  ihr  auch  das.  cesamte  Feli
und  Oel  einbegriffen  sein  wird.  MWi##  dis  Ollernte
  besser  ausfällt,  kann  ev.  eine  E#  brrn
der  Ralion  erfolgen.  Eine  Herabsetzung  der  jelzigen
  Fleischration  ist  nicht  geplant.  Aber  wir
mussen  uns  noch  mit  dem  Gedanten  vertrant
macken,  daß  auch  keine  Erhöhung  kommen  wird.

3  werisches  Oberlans.

!  niederaschau,  13.  Juli.  Der  verdienttvolle,
in  weiten  Kreisen  hochangesehene,  vielfach  dekorierte
  Oberstleutnant  Fritz  Del  Moro,  Ebrenbürger
  von  Niederaschau,  feierte  gestern  dahier
sein  50jähriges  Militärjubiläum.  Am  17.  Jul-1866
  trat  er  beim  Ins.-Leib-  Regiment  als
Fahnenjunker  ein  und  war  als  Offizier  Mittämpfer
  der  Felozüge  1866  und  1670-71.  Bei
Beginn  des  jetzigen  Weltkrieges  im  Angust
191  stellte  sich  der  damals  66jährige  abermals
in  den  Dien  des  Uaterlandes,  war  längere
Zeit  an  der  Westfrom  uno  dann  über  dreiriertel
  Jahre  al  Elarpenkommandeur  in  den
Karpathen.  von  wo  er  verwundet  in  jein  bieiiges
  Heim  zurücklehrte.  Die  ahlreich  eingelaufenen
  Gludwünscke  gaden  Zeugnis  von  der
Kroßen  Beliebibeil,  deren  sich  der  Jubilar  allseils
  erfreut.  Die  Gemeinde  Niederaschau  entsandte
  eine  Abordnung.

Bad  Aibling,  18.  Juli.  Die  Benagelung
des  Eisernen  Kreuzes  nahm  einen  erhebenden
Verlauf.  Kurz  nach  10  Uhr  bewegte  sich  der
Zug,  voran  die  Jugendwehr  mit  webender
Fahne,  die  Schulkinder,  hernach  die  Bataillonsmusik
  Rosenheim,  dann  Offiziere,  die  Beamr#n,
  die  Gemeindevem#tretung,  die  Sanitäts-Kolonne
  und  rerschiedene  Vereine,  zum  Kurhaus.
Dort  brachie  der  die  Feldmeise  zelebrierende
9#.  Pfarrer  Heinrich  Worte  der  Anerkennung
für  die  gefallenen  Feldgrauen  zum  Ausdruck.
Für  deren  himmlischen  Frieden  wurde  der  Gottosdienst
  gehalten.  Nack  Beendigung  der
Meise,  während  der  die  Liedertafel  unter  Begleitung
  der  Militärmusik  das  Lied:  „Wir  treten
  zum  Beten“  zum  Vortrag  brackte,  zog  man
in  das  Kurhaus.  Nach  einleitenden  Weisen  der
Musik  sprach  die  Tochter  des  Amtsgericht  sdieners
  Groß  einen  Prolog.  Hierauf  ergriff  Regierungsrat
  Porp  das  Wort  zur  Festrede,
Er  Leilderte  die  Gesckichte  des  Krieges  und  den
Anlaß  der  Feier.  Hicrauf  begann  die  Benagelung.
  Nach  mittags  war  Konzert.  Die  von
dem  Jeickner  Wennerberg  entworfenen  Karten
fanden  reißenden  Abiatz.

BVad  Aibling,  13.  Juli.  Am  25.  n  vollendet
  Frl.  Theres  Jungnickel  aus  Fiecktelberg
(Obfr.)  ihr  30.  Dienjahr  bei  Frau  Regierungs=
  und  Forstratsritwe  Reverdy  dahier.
So  langes  Zufammeniein  ehrt  Dienerin  wie
Herrschaft!

Sauerlach,  13.  Juli.  Wie  seinerzeit  beticktet,
  wurde  im  Juni  beim  Bauern  Spindler
ein  Einschleichdiebnahl  gerübt,  wobei  dem
Dieb  1000  Mart  in  die  Hände  sielen.  Der
Diebstahl  hat  nun  seine  Auftllärung  gefunden.
Vor  einiger  Zeit  tam  eine  Münckener  Frau  zu
Spindler  wieder  zur  Sommerfrüche  und  erzählte,
  daß  ihr  Pflegesohn  viel  Geld  habe.
Spindler  griff  die  Sacke  auf.  rerstänbigte  die
Münchener  Poli#ei  und  diee  nahm  den  jungen
Mann  ins  Gebet,  der  denn  auck  den  Diebflahl
and.  Das  Geld  hatie  das  Bürschchen

Unten  über  den  Kiesweg  kamen  Tritte,  leise,
vorsichtig.  Eine  eingeschnürle,  gesucht  jugendlich
gekleidete.  torpulent  Bigur.  Ein  moderner  Snohhut
  mit  wippenden  Federn  und  üppigem  Rosenflor
  auf  strohbtondem  Haar.
Eine  langitielige  Schildpattlorgneite  vor  im-“
pertinent  suchenden,  kurzsichtigen  Augen.
oli,  der  mit  dem'  Rücken  zum  Gorten
saß,  hane  nichts  von  der  katzenartig  vorüberschleichenden
  Nelbe  bemerkt.  Nur  Helene  hate,
ohne  daß  es  zu  einem  Gruß  zwischen  den
Frauen  gekommen  war,  den  hamischen  Blick  der
alternden  Kotette  aufgefangen.  I
Ralflp  ach  sorl,  ohne  zu  gewahren,  daß
der  Schatten  ginen  Unbehagen=  über  Helenens
Antlitz  geflogen  w

 

    

„We  ie  Wich  ein  bißchen  einweihen
wollten  in  die  **  Ihrer  Fabrikazion,
vielleicht  daß  ich  doch  dann  und  wann  eine
r-  zuurem  könntnk  6%  wäre  mir  cine
6.  .Ich  habe  eine  903  Menge

Keache  im  Kopf.  Es  wäre  doch  so  eiwas
wie  ein  kleiner  Dank'“  Er  hatte  das  letzie
kaum  börbar  gespro

e  freute  Mi  watndente  sich  zugleich  über

seinen  Esser.  über  diese  rasche,  Zuackende  Art,
dle  se.  noch  nie  an  ihm  bemerkt  hat  |
ihrem  oueenevoe  Gesicht.

Lie  s  sic  bber  den  Trammulue,
nädige  Ich  bin  gar  nicht  solch
-  bolch  schlapper  Ibranse

wie  Sie  wo  annehmen  und  die  mebhen
Menschen  mich  beurteilen.  Sie  haben  ja  auch
ids  die  Menschen,  nach  dem,  was  sie  von  mir
seh

(Pelen  ne
Gunsten  Monchen.
wehrend  den  K

wollte  einen  Einm  u  seine
—  schurtelke  de  host  %

     

 

bei  der  Sparkasse  angelegt,  sodaß  Spindler  nun
bei  Heller  und  Pfennig  den  ihm  entwendeten
Betrag  wieder  erhält.

Baprischzell,  18.  Juli.  Der  Didlbauer  Eg.
Acher  in  Osterhofen  beschäftigt  einen  kriegsgejangenen
  Franzosen,  der  von  Beruf  nshen
ner  und  Bildhauer  ist.  In  seiner  freien  Zeit
arbeitet  er  mit  Hobel  und  Meisel.  Zurzeit
schnitzt  der  Franzosenbildhauer  ein  Kruzifir  mit
der  Schmerzhaften  Mutter.  Der  Dickbauer
wird  dieses  Kruzifir  als  Kriegsdenlmal  auf
seinem  Oberfeld  am  Weg  nächst  der  Bahnhaltesielle
  aufstellen.

Treostberg,  18.  Juli.  Der  bei  der  Bäuerin
Rauschhuber  in  Offenham  bedienstete  Knecht
Alfons  Kilger  wurde  von  dem  Sohne  Alois,
weil  er  zu  wenig  gearbeitet  halte,  nach  kurzem
Wortwechsel  derart  mit  einer  Heugabel  auf  den
Kopf  geschlagen,  daß  er  alsbald  eine  Leiche  war.

 

Roles  ftreuz

Bas  NMibling,  18.  Juli.

Auf  mehrfachen  Wunsck  fand  kürzlich  in  Aibling
  eine  Zusammenlunft  des  s.  z.  vom  Kreisausschuß
  genehmigten  freiwilligen  Verband:s
de:  Bayerischen  Frauemerein  vom  Rolen
Krcuz  statt.  ie  bisher  wurden  hiczu  oie
Ausschußg-Mitglieder  der  Zweig.  Vereine  aus
den  Bezzirksämiern  Aibling,  Nosenheim  und
Traunftein  eingeladen.  Wie  nötig  eine  solche
Zusammenkunft  in  dieser  schweren  Jeit  empfunden
  wurde,  bewies  die  große  Beteiligung  der
eiweigvereine  Achental.  A#bling,  Aschau,  Endo.
  EEIIIIIIIE

Obing.  Prien,  Rosenheim,  Traunstein  und.
Tronberg.

Die  Vorsitzende  und  Ausschuß-Mitglieder
des  benachbarten  Aiblinger  Vereins  hatten

  in  liebenswürdigsier  Weise  für  freundlichen

Empfang  und  einen  geeigneten  Sitzungssaal
Sorge  getragen.  Frl.  Guggemos  (Endorf)  als
Vorsitzende  des  Verbandes  begrühßte,  sichtlich
erfreut  über  die  große  Beteiligung,  die  Anwezenden
  und  berichtete  über  den  von  ihr  am
25.  und  26.  Mai  besuchten  Informationslurs
der  örtlichen  Hausfrauenvereinigungen  auf  dem
Lande,  betonend,  daß  die  rerschiedenen  Vorträge
  und  Besichtigungen  viel  Interessant.
geboten  hätten.  Ferner  erzäblie  sie  von  einem
’ägigen  Kriegskochlurs  in  Prien  und  in  Endorf.
  welcher  den  Teilnehmerinnen  trotz  seiner
Kürre  überaus  wertvolle  Anregungen  gegeber
habe.

Alsdann  ergriff  Fräulein  Meinel  von  der
Hausfrauenrereinigung  das  Wort,  um  die  von
Fräulein  Guggemos  kurz  berührten  Punkte  ausführlicher
  zu  besprechen.  Vor  allem  gab  sie
nähere  Auskunft  über  die  neu  entstandene
Pauofrauenrereinigung  auf  dem  Lande  und
rerlas  deren  Satzungen.  Im  weiteren  erklärte
Fräulein  Meinel  rerschtedene  Arten  des  Einlocens
  der  Früchte  ohne  Zucker  sowie  das,

Dörten  des  Obstes  und  kritisierte  allerlei  neue
Ersatzmittel  für  Eier,  Seise  usw.,  von  denen
man  besser  die  Hände  weg  lasse.  Dagegen
empfahl  sie  viele  erprobte,  seit  der  Kriegsscit
  neu  erstandene  Erleichterungen  und  Erengnisse;
  erwähnt  seien  hier  nur  die  Seifenbeeren,
  die  Hansa-Waschblöcke  und  die  Heizin
  geln.  Die  Vortragende  gab  sich  riehe  Mühe
jeder  Teilnehmerin  irgend  einen  wertvollen
Win  mit  nach  Hause  zu  geben,  wofür  ihr  auch
an  dieser  Stelle  herzlichner  Dank  gesagt  sei.

Herr  oKmmerzienrat  Kroher  (Standach)
der  sich  in  dankenswerter  Weise  als  Beirat
cingesunden  hatte,  gab  rerschiedene  Winke  in
betreif  der  vorerwähnten  Vereinigung.  Er
wars  die  Frage  auf,  weshalb  mertwürdiger- 

       

„Sie  werden  das  süße  lar  nicuto  in  Ihrem
Haufe  nicht  als  ernsthafte  Arbeit  bewerten,  danach
  mich  messen  wollen,  gnädige  Frau.  Hab'
ich  mir  des  Jungen  Herz  gewonnen  und  damit
die  Autorität  über  ihn,  so  ist  das  Glückssache.
Nehme  ich  Ihnen  für  den  Augenblick  damit
eine  Last  von  den  Schultern,  so  ist  sie  es  doppelt.
Aber  Mannesarbeit  ist  es  nicht.  Sie  tennen
melnen  Lebensgang.  Hätte  ich  festhalten,  soen.
schreiten  können,  da,  wo  es  um  meine  Uebereugung
  ging,  es  toake  nicht  solch  ein  Halber
aus  mir  gewor
„De-  alen  -  an  das  Studium  oder  an
die  Aunl.  Petv  Köhne
Mehr  an  das  □——  und  auch  an  das
eigentlich  *  als  Mittel  zum  Zweck.  Die
Kunst!  Mehr  und  mehr  #s  ich  ein,  sie  ist
mir  doch  wohl  ehr'e  eine  unglückliche  Geliebte,
denn  eine  gewährende.  Hätte  ich  das  Studium
vollenden  können,  zare  gesagt,  nicht  einmal  ein
rein  wissenschaftlicher  Beru  swtte  mir  vorge-.
  oh  2  die  wünschenswerte  abgeschlossene
  eksbemische  Bildung,  wie  sie  für  ein
Verlags  eschäst,  wie  das  meines.  ters,  wenn
auch  nicht  gera  Pk-P  gonndten,  so  doch  erstrebenswert
  gewesen  w
U3  te  das  ettt  noch  zu  retten,  wieder
auf  die  Höhe  en  gewesen,  auf  der  es
einstmals  gekasden.  mit  Freuden  hätte  1  mie
ihm  ganz  geweiht.  Ein  kaufmännischer
anz  "  aber  wenn  ich  so  sagen  dorss  ie
###h  degefehf-  mit  edler  Ware,
Schönhelt  und  Kunst  eln  gewlchtig
mit  unredeen,  baben  —  wle  be  Ihrent  W
gnädige  Frau.“
Mieut  4a  ihn  belroffen  an.  Sie
daran  nie  aedt  acht.  Die  Fa
als  ein  unleldlich  trockenes  Ding

 

hatte

erschlenen,  bei

brik  war  ihr  stets

 

weise  die  gleiche  Ziele  verfolgenden  anerlannlen
  Organisationen  weder  in  dem  Zentralvorstand
  noch  in  den  örtlichen  Vereinigungen  vertreten
  sind  und  empfahl  zur  Erreichung  dieses
Zweckes  die  Zusammenarbeit  mit  den  Vorständen
  der  örtlichen  Obstbauvereine,  zu  derem
Aufgabe  auch  die  Förderung  des  Gemüsebaus
gehört,  der  Bienen=  und  Geflügelzuchtvereine
usw.  Auch  gab  er  aus  den  reichen  Erfahrungen,
die  er  und  seine  Frau  in  langen  Jahren  im
Achentale  mit  dem  Dörren  des  Obstes  und  dessen
  anderer  Verwertung  gemacht  hatten,  wertvolle
  Ratschläge.

Als  zweiter  Punkt  stand  auf  der  Tagesordnung
  die  Frage,  welche  Liebesgaben  jetzt  ins
Feld  geschickt  werden  sollten.  Gute  Rauchwaren,
  lleine  Kopflissen,  auch  Seisensieine  wurden
besonders  empfohlen.  Ferner  wurde  über  die
an  verschiedenen  Orten  zu  Tage  trelenden  Bevorzugungen
  der  Gefangenen  Bericht  erstattet,
  und  als  Abhilfe  gegen  diesen  Mihßitand  zuerst
  Zurechtweisung  und  bei  Nichtbefolgung  Anzeige
  bei  den  Bezirksämtern  empfohlen.

Nach  dreistündiger  Beralung  wurde  der  Leiterin
  des  Verbandes,  dem  Aiblinger  Zweigverein,
  sowie  sämtlichen  Anwesenden  von  nah  und
sern  wärmster  Dank  für  das  Zustandekommen
und  den  schönen  Verlauf  des  auregenden  Nachmittags
  gezollt.

FKofalnochichten.

Rosenheim,  19.  Juli.
Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallenn

 

ist  der  Leutnam  d.  N.  Karl  Pezold  im  Infant.“

Leibreginent,  Juhaber  des  Eisernen  Krenzes
2.  Klasse,  Sohn  des  verilorbenen  Oberzoll-Inspektors
  Pezold  in  Rosenheim.  Der  Gefallene,
der  wegen  seiner  herrlicen  Charaltereigenschaften
  in  Rosenheim  allgemein  besonders  beliebt
war,  wurde  vor  wenigen  Wochen  zum  Leutnant
befördert.  Schon  zu  Beginn  des  Krieges  wurde
er  in  den  Kämpfen  auf  der  Westfront  schwer
verwundet.  Nach  langen  Monaten  schweren  Leidens
  wieder  hergeileilt,  zog  er  kürzlich  zum
zweiten  Male  voll  Begeiiterung  ins  Feld,  um
in  hartem  Kamufe  mit  dem  Feinde  im  Alter
von  22  Jahren  seine  Vaterlandsliebe  und  seine
Taxpferkeit  mit  dem  Tode  zu  besiegeln.  Ferner
sind  auf  dept#  Felde  der  Ehre  gefallen:  Alois
Hirschlag.  langjähriger  Brauer  im  Flöhzngerbräu
  Nosenheim.  Landwehr  Unteroffizier  in  einer
  Fußartilleriebatterie.  (HKirichlag  fland  seit
Kriegsbeginn  unter  der  Fahne,  sein  eintiger
Sohn,  Soldat  in  einem  preuß.  Ins.-Reg.,  ist
früher  schon  gefallen);  Nilolaus  Recht.  Gütlersfohn
  von  Marschali  (Holtlirchen),  Soldat  im
3.  Ini.  Reg.:  Johann  Bichler,  Seidlsohn  von
Sollach  (Hohendilching:,  Soldat  im  1.  Inf.=Neg.:
  Jakob  Mooskuber.  Bäckermeistersfohn
aus  Amneofing,  Soldat  im  15.  Juf.  Reg.:  Jot#ef
Friedl.  Bauersjohn  aus  Grub,  Pf.  Halsbach,
Soldat  im  14.  Res.-Inf.-Reg.

Auszeichnung  im  Felde.  Der  Jäger
Georg  Obermaier  in  einer  Radsahrerkampagnie
wurde  mit  dem  Eifernen  Kreur  ausgezeichnet;
Obermaier  int  der  Sohn  des  rerst.  Lokomotiok
führers  Deitlhauser  und  Erziehunge  sohn  der
Kaufmannswitwe  Th.  Schneider  in  Rosenheim;
dem  Pionierunierffizier  Rob.  Stöffler,  Steinmehmonteur
  aus  Kiesersfelden,  wurde  das  Eiserne
  Kreuz  2.  Klaise  rerliehen:  mit  dem  Mililãrverdien
  utreuz  iit  er  fruher  schon  ausgezeichnet
  worden.

Bahndienst.  Der  Vorstand  der  Betriebswerktnälte
  in  Rotenhrim  Eisenbahnassessor  Ern#t,
Berg  wurde  zum  Maschinenoberinspeltor  an
seinem  seitherigen  Dienitom  in  etatsmäßiger
Weise  befördert.

dem  nur  Zahlen  und  abermals  Zahlen  oie
entscheidende  Nolle  #pielten.

Sie  jagte  ihm  das.

Cr  schutteile  den  Kopf

„Ich  glaube  doch  4  Oft,  wenn  ich
schöne  dekoralive  Stoffe,  geschmackuvolle  Wandbehänge
  sehe,  deure  ich  mir,  daß  ein  Künstler
sie  ersonnen  haben  könnte,  und  wieder,  wenn
sie  geschmacklos,  haßlich,  roh  in  Zeichnung  oder
Farbe  sind:  wie  schade,  daß  da  kein  Künstler
mitempfunden,  mitgeschaffen  hat.

Helene  war  sehr  nachdentlich  geworden.

Wcshalb  haite  Bogislaw  niemals  so  zu
ihr  gesprochen?  Weshalb  hatle  es  nie  jemand
verstanden,  sic,  die  ein  Kind  ast  in  all  diese
Dinge  hineingekommen  war,  dieselben  im
Fchirn  Licht  sehen  zu  loßen  Sie  von  der

Oberfläche  sort  in  ihren  gen  en  Gehalt
einzuführen:

Einzig  Vewengerd  hatte  es,  in  früheren
Jahren  wenigstens,  versucht,  d  wann
ihr  Interesse  für,  die  Fronlkanon  und  den  Betrieb
  zu  wecken.  Er  aber  hatte  es  aus  teinen
anderen  Grunde  getan,  als  weil  er  mußle,
sie  am  Ende  die  Herrin  war,  der  er  Rechereschen
abgulegen  hatte,  deron  Meinung,  wenigstens  der

orm  dach  auhlen  ar.

e  nicht  recht,  was  er  aus  ihrer
schweren  zahb  nh  rc  machen  sollte.  Um
das  Schweigen  zu  urechen-  agie  er  mit  einem
schwachen  Perluch  zum

„Ich  habe  Sie  kWa  gnädige  Frau.
l  haben  mich  für  einen  beelisten  reinsten

Waher  angesehen,  und  jetzt  habe  ich  mich  alo
schnöder  Realist  en  atpuppt,  der  prakiischen  Berusen
  das  Wort  redet
Sle  sah,  zu  cher  hin,  wie  eine  aus  verträumtem
  Schlaf  langsam  zum  Leben  Er-