Metadata : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

197

sundheit  des  Volks  seyn  mochte;  so  nachtheilig  es  dem  National-Reichthum
  seyn  mußte,  den  Handel  mit  einem  Lande
dadurch  zu  vermehren,  das  nur  wenige  englische  Waaren  und
Manufakturen  gegen  seine  Produkte  annimmt,  sondern  baar
bezahlt  werden  muß;  so  sehr  der  Verbrauch  des  gesunden
einheimischen  Getränks  dadurch  litt,  das  doch  auch  eine  der
ergiebigsten  Quellen  der  Staats-Einnahme  ist.  Und  am  Ende
noch,  um  nur  alle  diese,  an  sich  nachrheiligen  Veränderungen
machen  zu  können,  überdieß  eine  neue  Tare,  wodurch  die
Wohnungen  ungesunder  wurden!

Man  unterließ  nicht  zu  bemerken,  daß  durch  Verringerung
  der  Taren,  die  unmittelbar  auf  dem  Thee  liegen,
der  Verbrauch  des  theurern  Thees  nothwendig  befördert  werde,
daß  man  also  künftighin  vielleicht  noch  zwei-,  dreimal  mebr,
als  bisher,  an  die  Chincsen  zu  zahlen  habe,  und  da  bei  einer
so  steigenden  Konsumtion  die  ostindische  Kompagnie  selbst
nicht  genug  herbeiführen  könne,  daß  man  über  17,6000  Centner
  Thee*)  von  fremden,  mit  England  rivalisirenden  Kompagnien
  zu  kaufen  gezwungen  worden.  Eine  Ausgabe  von
2,058,797  M.  18  Sh.  2  D.

Man  zeigte  auch  die  Ungerechtigkeit  eines  solchen  sogenannten
  Acquivalents  vermittelst  einer  neuen  Fenster-Tarirung.
Mancher,  der  keinen  Thee  trank,  mußte  nun  doch  das  Acquivalent
  der  Theetaxe  bezahlen,  und  auch  der,  der  trank,
zahlte  nun  sehr  häufig  gar  nicht  verhältnißmäßig.  Wer  gewann
  auch  überhaupt  am  Ende  dabei,  als  die  großen  und  kleinen
  Theehändler,  denn  der  Thee,  der  seit  Einführung  jenes  Aequivalents
  sehr  hätte  fallen  sollen,  blieb  fast  im  alten,  hohen  Preise.

Doch  das  stärkste  Argument  gegen  die  Einführung  dieses
  Acquivalents  war  und  blieb  immer  dieses,  daß  das  Ganze

»)  17,009,877  Pfund  Thee.