Unsere Absiche war von Anfang an, wie ich bereits
oben ausgeführt habe, eine Lokalisterung des Konflikes
zu erreichen. Hierfür haben wir bei allen Kabinetten
unsere diplomatische Taͤtigkeit eingesetze. Oer sich täglich
steigernde DOepeschenwechsel, der während der Tage bis
zum Kriegsausbruch unter den Kanzleien der Mächte
und den Souveränen in Berlin, Pefersburg und London
stactfand, ist durch die verschiedenen Buntbächer bekannt.
Es seien hier nur die wichtigsten Momente der Verhandlungen
angeführt. Am 23. Juli abends war das Ultimatum
in Belgrad überreicht worden. Es setzte eine
zweitägige Frist, also bis zum zs. abends. Am a4.
wandte sich der Kronprinz von Gerbien — der König
war abwesend — telegraphisch an Kaiser Nikolaus, indem
er sich bereie erklärte, den Ratschlägen Rußlands zu
folgen, gleichzeicig aber unter einem Appell an „das edle
slawische Herz“ des Jaren um baldige Hilfe bat. Am 25.
nachmittags wurde die Mobilisation des serbischen Heeres
angeordnet und am Abend, kurz vor Ablauf des Ultimatums,
dem ssterreichischen Gesandeen die Anewort zugestellt.
Sie war geschickt gefaßt. Direkt abgelehnt wurde
nur die Forderung der Teilnahme K. u. K. Beamter
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