Full text : Zentralblatt für das Deutsche Reich. Achtunddreißigster Jahrgang. 1910. (38)

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2.  Versicherungswesen.

 

Bekaunntmachnung,

betreffend  die  Beaufsichtigung  einer  privaten  Versicherungsunternehmung  durch  die
Landesbehörde.

 

Im  Anschluß  an  meine  Bekanntmachung  vom  21.  September  1910  bestimme  ich  auf  Grund
des  §  3  Abs.  2  des  Versicherungsaufsichtsgesetzes  im  Einvernehmen  mit  den  beteiligten  Landesregierungen,
  daß  bis  auf  weiteres  der  Begräbnisverein  die  „Leichen-Kommune“  in  Friedersdorf,  obgleich
  er  seinen  Geschäftsbetrieb  über  das  Gebiet  des  Fürstentums  Schwarzburg-Rudolstadt  hinaus  erstreckt,
  durch  die  Fürstlich  Schwarzburgische  Landesbehörde  beaufsichtigt  wird.

Berlin,  den  21.  Oktober  1910.

Der  Reichskanzler.

Im  Auftrage:  Caspar.

 

3.  Zoll=  und  Steuerwesen.

 

Bekanntmuchung.

 

Auf  Grund  einer  Ermächtigung  des  Bundesrats  gebe  ich  bekannt,  daß  die  vom  Bundesrate
beschlossenen,  nachstehend  abgedruckten  Anderungen  und  Ergänzungen  des  Warewnverzeichnisses  zum  Zolltarif
  und  der  Anleitung.  für  die  Zollabfertigung  mit  dem  1.  November  1910  in  Wirksamkeit  treten.

Berlin,  den  26.  Oktober  1910.
Der  Reichskanzler.
In  Vertretung:  Wermuth.

 

Anderungen  und  Ergänzungen  des  Warenverzeichnisses  zum  Jolltarif  und  der
Anleitung  für  die  ZJollabfertigung.

I.  Warenverzeichnis  zum  Zolltarif.

Die  Anmerkung  zum  Stichworte  „Schokolade  und  Schokoladeersatzstoffe“  erhält  folgende  Fassung:

„  4umerkung.  Der  verfragswssige  Zollsakz  von  50  fFür  1  der  gilt  für  Schokolade  umd  Milehschokolade
  m  geder  Form  (Tafeln,  Bonbons  sto,  einschl#esslich  solcher  mt  Fullungen  oder  sonstigen  Geschmackszu#taten
  aller  477.“  "·

II.  Anleitung  für  die  Zollabfertigung.

In  Teil  II  2  ist  im  §  4  nach  dem  fünften  Absatz  folgende  Bestimmung  als  besonderer  Absatz
  einzufügen:

„Die  Bestimmungen  in  Abs.  3  Ziffer  2  und  Abs.  3  Ziffer  8  finden  vertragsmäßig
auf  Holzkästchen,  Pappkartons,  Pappschachteln  und  ähnliche  innere  Umschließungen,  in  denen
Schokolade,  Schokoladewaren  und  Zuckerwaren  eingehen,  insoweit  keine  Anwendung,  als
das  Gewicht  der  einzelnen  Holzkästchen  usw.  mit  dem  Inhalt  mehr  als  500  g  beträgt.“