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Faͤllen erst Landtag gehalten, Praͤlaten, Ritter und Staͤdtedeputirte
vom Fuͤrsten gebeten werden, denn neue Verwilligung
war in jedem neuen Falle erst nothwendig, und selbst
sche Prinzessin ausgesteuert wurde und ob nicht etwa damals
noch die Summe abwechselnd gewesen sey. Es fand sich aber
nichts befriedigendes, außer daß wie nach längst geschehener
Vereinigung des Calenbergischen und Wolfenb. 1605 zum erstenmal
wieder der Fall kam, daß eine Fräuleinsteuer bezahlt werden
mußte, so erkannten die Landstände ohne das geringste
Bedenken ihre Schuldigkelt, und nahmen auch die Summe von
20, ooo guten Gulden als ganz bekannte Summe an, ungeachtet
fast fünfzig Jahre seit der letzten Vermählung einer Calenbergischen
Prinzessin verslossen waren. Eben diese Summe scheint
auch bei Wolfenbüttel schon 1537 gewesen zu sepn, s. Urk. in
Rehtm. Chr. S. 951. nur scheint sie 1500 und 1561 bei der
NReduktion nach damaligem Gelde auf 30,500 Gulden Meißn.
Muͤnze berechnet zu werden, (. Brschw. Hist. Händel 1. Th.
S. 247. Daß kei Hinüber de jure slaluum S. R. I. dotis subsidie
Kliarum illustrium a zubditis exigendi p. 27. in dem Ercerpt
des Wolfenb. Rec. von 1605 die Summe 1o,ooo steht, ist
offenbar ein Druckfehler. Die alten 20,000 Gg. oder Herrengulden
werden gegenwärtig sowohl für Calenberg als Wolfenbüttel
auf 17,500 Th. berechnet; und da unter dem alten Anschlage
von 20, ooo ehedem auch die seit 1643 hinweggekommenen Hildesbeimischen
Aemter begriffen waren, das contribnirende Corpus also
seit diesem Jabre geschwächt worden, so hat man dieses seit 1684
zu ersetzen gesucht durch Mit-Contribnirung der Grafschaft
Diepholz, des Amtes Westerbof, des Amtes bauenau, der sogenannten
Braunschweigischen Gohe. Auch sollte die vor Jahren
nach Zelle verlegte Vogtei Stöcken ihr Quantum beitragen.
Doch glaubten aber die Calenbergischen Landstande daß damit
der Abgang nicht ersetzt sen, und noch in einer Vorstellung vom
25. Okt. 1695 baten sie, man möchte an Ersetzung dieses Abgangs
denken.
Von der Fräuleinsteuer im Lüneburgischen finden sich
brauchbare Nachrichten in Vilderbecke delin. jur. slalunm Luneb.
von Selchow Magazin I. Tb. S. 231. von Fräuleinsteuer im
Grubenhagenschen in angef. Hinüberschen Abh. wo auch
einiges vom Lauenburgischen vorkomm. Bremen und
Verden zahlt keine Fräuleinstener.