Nummer 116
Ein Jahr inger Wũste.
Dnr aus französischer Gesangenschaft zurückgelehrte
Wehrmann . berichtet: „Von Tunis wurden
wir mit der Bahn nach Kaironan gebracht
und von dort marschierten wir weitker, fünf Tage
lang in die lahle Wuste hinein. Der Marsch war
sehr anstrengend, bald waren vielne von uns erkranlt.
Wir hatten aber leine ärztliche Hilse,
und erst als viele von uns gestorben waren, wurde
uns ein Arzt von Tuui- e#chidt. Wir maßlen
Wegebauten ausfuhren, in surchtbarster Sonnenglul
ohne jeden Schutz. während unsere Wüih
ler im Schatten lagen. Viele von uns starben an
Unterleibeluphus, sast alle erlraniten an Tropenfieber.
Aber auch die Fleberlranlen mußlen
arbeiten, und wer das nicht wollie, dem wurde
das Essen entzogen und er mußle n flärliter Mitlagohitze
Danerlauf uben. Wir erhielten läglich
nur einen halben Liter Wasser mach ausdrücklichem
Besehl ders französischen Kriegeministe-W
der auch sehr streng durchge führt wurde.
Die Verpflegung war sehr sch- eckt. Wir belamen
ost von meilher nebrachles FI leisch, das
völlig ungenießbar wuar, und für das wir dam
leinen Ersatz belumen. Die an uns #lerichle tenralete
waren meist ausgeplundert. Ich war während
des Jahres in der Wuste Däusig erlrankt.
und endlich so elend und abgemagert. baß Hie
französischen Aerzte mich zum Auslausch vorschlugen.“
Diese S#mach soll Eranlreih nüht vergNessen
werden!
Die große schlachl in Frankreich.
Aus dem Grossen Omotguartier wird uns geschrieben:
l
Unsere Feinde, die üler die organischen und
unorganischen Kräfte sant des r ganzen Erdkalls#ebicten,
hallen seit Jahren in vielen newolligen
Schlachten verf# sucht, die Fronl des
dentsche, Hieres zu durmir ech en. Tie dünne
Linie, zulezzt in Flandern von einer lis ins
Fünffache uberlege ELELIIrI»!;XD(M
tronmimelt. Lett zinn Dörier und lädte
wurden aus der Ft. 5% he raus Rei scnagen. G. uß
niederungen und Hohenge Schrili um Sch# üul
uns blutig abgelämpfl.
Aber dar m Hunderbar elaslische
Nerneninstem de Menscken wetteiferte mil
dem elaslisch gegliederten Abmelleinnem, der
slamrafste Mul der kru#ppe mit der Organisalionriunu
der Führer: Durehhruch mißlang.
un immer de. Nichts
half der von -unnnm eigerle Tinsatz
meniänilter und lechmiseher Krüsie, nichts der
Wechset de Angrifiorunttes. An die Echlach
ten in Glonrern, #rn ahhl l lohntHIUWIlc
anmtitiltsqunniU-..-«.nu"id«1-t annsksi
Unum- JIHIIHHH .,.I«.·«.«b.n«lu.»u.
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Es:-ichicn.-itiuksm«1szssk.is-.-«si.«luutun
ehernesdispl-nn.«s.-lsnl«Ist-Mklingt-pwoge
jedermal dicht un iet ermallen ließ. Dem
Berteidiger, der biesen lölen Punit srchtzeitia
erkannie und den Genemoß un di: Vlößme den
Gegner= aulente get lang e#, den Anmtimmemuckzuwersen
od. den #ur- fubrutn in vrn * atrilt großerer
Verluste ubn imusk an der
Weilfront n#ur . k..i.l«solI-knl,
dcfscuwn its-i EXI
Te Leritril sien.
oicch. geriguel, die ungeprescheil-ien
Össen#iven
ane dem Trümmer--1
logmente ur nutmaßen.
Der von 2c½ l u 2uo- hl nache Norden verschobene
una jii, dansi beitündig verlkürzende
Angrisse hseil wurde shließlic-, um der dringen ndsten
(befahr in be hdennen. uf die I. Bnols Basis
in landern gericht 1. uller Iruleren Ossen-Von
Nuols Wolff. rii am Chiemsec.
Um nerle ven . Bayerlund“, d#.
ich. eine M#hr u igen hedenftanbger
Funli tten ei 4 1. Inul muidols! Wull:
Liennun am Citeniste ime ianderei ube: eine
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Aus#u#hulen be-Wiochluale
*
Wo um Gestade ven hiemiene s die Bergtochter
Prien ihre hellen Wasser mit den blauen Fluten
mischt, da liegt der Marklflecken Prien in binen
Kessel eingebetie: umiäumt bun dem Ounlel
hochslämmiger Ailrte uwälder. Non dort frebt
eine Bahspur in sanftem An#tieg nach SJuden,
überspaunt in einem Viadult die Straße Munchen-
Salzhurg und gewinnt gegenüher dem Königinnenschloste
Wildenmart die Höle. ei Umvalshausen
weiilet üch bur al und nt- R uns
einen prächtigen Blid auf die Echrosen“ verbiampenwand.
Auhan ut Endfslatson. Langgestreckt
liegt er in dem Tal, überragt vns eilem Felo“
von der Burg Onbenashau. Hier iil der Ausgangopuntt
fur eine Reihe von Touren. Eine
der danlbarsten isl die Vesteigung der HochriHß.
Vom Bahnhof aus durchwandert man die
Dorsstraße und dann zweigt der Weg nach rechts
ab, wird immer schmaler und endet in einem
Gangsteig, der sich in jähem Anstieg die. Vorberge
hmaufwindet. Weiterhin führt uns ein gut gepflegter
Weg an der untersten Wildfütterungs-
zur
Rosenhelmer Anzesger
siven aber war der Durchbruch an sich, verbunden
mit der Erwartung, daß dh die Neserven
des Verteidigers verschluden und allmählich
die Auflösung bedentender Fronkteile, vielleicht
der Gesamtfront, nackuch ziehen rerde. Die
Schlacht bei Cambrai im No#ember 1917 warder
letzte Mißersolg einer unglücklichen Strategie, der
Aufmarsch der 300 Tanlo die lehle lramoshafte
Willensäußerung einer zu aulomatsscher Mascthinerie
erflarrten Tallil, melche diesen Anternehmungen
Zu dem traurigen Namen „Materialschlachten“
verholfen hat.
Als in diesem Winter der eusammenbruch der
russisohen Streiltmach! den Zweifromenkrien beendigte
und, sreilich mit veränderte Be edingungen,
die Lage vor der Schlachlunndder Marne boiederbersteille,
ale unter dem Gewich! der von
anrollenden Verstarlungen, die von seamösück
en ackleuten Ende Februar auf etwa 70
Divisionen geschägl wurden, in der zu rwiger
Abwehr . leiten Westfront mie von selbft
der Gedanke des allgemeinen Angriffe uuslebie,
lagen vor dem prüsenden Ange der Oberflen
Hderesleitung die unglüddlich en Ersabrungen des
Gegners am gebreitel. O#e Aufgabe erchien ungehener.
War der vielsach vereinte eunu Ilebermacht
der Armeen napoleonischer Schue und des jungen,
aber aus den Kanäten eine: Wektreiches ge-##
Kilchener-H#ercs egenube einer san frideriz
- Minderzahl nid1 gelungen war,
sollte das deutsche Hier bollbringen. nas auch
nuch Aussangung der ölichen Streitträffe bem
Genner au Zahl lanm gewachsen, geschweige denn
überlegen war. Der ge#ße Hammer hatte am
lleinen O#mmer bersant. jehzl soll“ sichser Ueine
am graßeen erprohen. Das deutsche Oinlerland,
winzig im Vergleich mit den für die Eulenle arbeilenden
Erdleiien, sollte im Kamu mii den Nobslossen
und Induirien des halben Europa. elmcnr
Airisas und Asie nichl nur beisehen.
sondern Ch#ienen heisen. Schon der drullch:
lei Cambrai, der gewissermat en auf der enze
reiner alten u. neuen Epoch e der aweitlid;en triegs
geich ich le mehl, warf em Schlaglicht auf die
V Tinle its L die
mäßig nberlegener
degeniebhen lonnte.
Im Gegensatz iu der die eigenen FKüler- zuweslen
eritonnenden Siegeszuversicht unierer allen
#—— en beirachiete daher der Gegner
ar deniche lmmernelunen mit biharriiche mm
#weisel. Englise und frantösische Ger andene
nil
seichen
Vssemiven
ililihen
ngems in d.
nel nien.
Feind unserm Angriij ent
Ausangversolg. mie er irren eigene n
ugeiallen EEIIIII esen
Arsetg versprach man sich nirl
von dem nommeiden Umer-II.
Die dentiche Olersl# S Dererleitung.
leie non vornherein auf die „ WMateriali achi!
nnüd beschioß, den Gesolg auf ein meler iderlle
Erauneament anszubauen.
Ddie zahlenmäse'ge Untertegenbeil mußte durch
die dem deulichen Os etlörne r cigentümlichen lrie
neiichen unn morat seten Engenden ausgegliten
werden. Diesellien I#ugenden, melche die wesentliche
lriacle der seindlillen Niederlagen gemesen
wauren, büdelen die Jideriten Bütge in für den
deulichen Zieg. Dor unt eugbaren ⁊ Tavpferkzit der
cngi##chen una fram öf 4 ½ Ziu- miruppen riußle
die größhhle Tapferleitd eilschen Stämme, ver
Zuien Qualität der sei d 3 u Hüller eine be sere
der de ntichen, der grundlien Vorbereilung auf
der Gegenseite c ncII Im grün r ichere auf der mseren
enlggengeiett merden. D## das Verlrayen
der Oberilenn 9 , ereeilung. de beiden ersten
Voraus'ezunzg u as gegebere Glöhen behandeile,
blie b E Dmtamsgate die Vorbereilung
dee Au se Einheil des Okerbesehlse und
des Driancherns al# dessen einziger lde
# erzich-:t
jt elle vorbei durch scholuigen Laubu— ald iixiuslündigem
Steigen o#r "Iv- l tke Ainn hier
ein s.vlbiet vBirtschafts ortrieb. doch die Kriegsläusle
haben alch das geündert und manut gut,
lich seinen Mundvorrat im Rucliad mitzubringen.
doch mer Glück und JZeit hat eind gerade recht
lomuns, wenn der freiherrlich Cramer-Kletlsche
Oberschweizer, ein Hüne von Gestalt, das große
-nllersaß zwischen den Beinen, dasitzt und be-Täen
sagt: „Jatzl mern mas glei ham
Sieg
ein layserer und zahlen
den Mintermanaten verl esen um iwarden
danert Bochsten? uo zmon Slund“, der zkam sich
an suber Vulklermilch laben, die die freumdliche
Frau O Oberschweizer in einer großen Kamee dem
Besucher vorsetzt.
Nach kurzer Rast we iter über den grünglänzenden
Almboden vorers! in ae tüllicher Steigung
durch den Hochwald. In zuei Stunden wandert
mun, manchmal auf den reinrtten Gemensteigen,
sehr viel im Schalten, zur Niesenahm #unil einer
Unterlunftshütle der Sellion Oberland des
Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins.
Melrere „Kaser“ liegen auf der Niesenalmz einige
früher bemohnte merden nicht biehr bewirlschastel
und sind zersallen. Au prüchtigen Wekterlannen
vorbei fuhrt der Pfad zuin le eten Nleilsten
Wegsiück. Auf breilem Nücken isl man vom Brun-#nen
vor der Niesenalm bis hierhergewandertund
nun sleigt man auf den Grat. Der ziigentice
Gipfel ist eine Kopbe und stellt im Querschnikt
ein gleichschenleliges Dreieck mit einer schmalen
Grundlinie und sehr langen Schenleln dar. Der
Grat ist stellenweise nur einige Meter breit; zu
beiden Seilen stürsen die Grashalden sast lolrecht
ab. Prächtig uneingeengt ist von der Nosenhei-
Bestandteil e ine wertvolle Gruppe österreichischer
Batterien einge#etzt war, erleichterte das gewallige
Werk. Reibungen und Hemmungeh, die auch
tem bestorgamssierten Koalilionslerre anhaften,
blieben uns erspart. Was in den Kartenzimmern
der deutschen Släbe, angesichts d er verlrauen?-vollen
Erwartung in der Heimat und der zunehmenden
Spannung und Nervosität im Auslande,
von erfalrenen Spezialisten der Abwehrschlacht
mit Einsatz der höchiten Nervenkraft in monatelanger
ll#ler Arbeit geleistet worden ist, ent·
zieht sich der Schilderung. Aber es ist gewilß. daß
die Einichulung des Angriffsverfahrens, die Erlundung
und lleberwachung der Feindlage, die
Munitionorerso ergung und Verproviantierung
der Stoßgrupre, die Vorbereitung des Nachschubes,
endlich das Kunsewerl des verschleierten
Aufmarsches. einen ganz ungebeuren Auswand
an organisaterischer Energie erforderten.
(Fortsetung Folgt.)
Folitische Kundschav.
Sitzung des Bundesratsausschusses
für auswärtige Angesegenheiten.
* Verlin, 17. 5. Der „V. Z. am Mutag“ zu-Holge
wird der Bundesratsausschuß für auswärlige
Angelegenheiten am 22. Mai sich versammeln.
Einschränkung des flrengen Arreste#.
Die Milderung im Militärstrasgesetzbuch, die
ren Gegenstand eines gestern vom Bundesra#k##
genommenen Ge-, sehes bildet, betrifft nach dem
„Lolalanzeiger“ die Umwandlung des strengen
Arrestes in Mittelarrest für zahlreiche Fälle. Eine
große Reihe von Paragraphen. nach denen bis-Ler
auf firengen Arrest erkanmt werden mußte,
sind dahe geändert worden, daß nunmehr nur
noch Mittel-Arrest verlängt zu werden brauchk.
Der. vertragslose Zustand zwischen
Deutschland und der Schweiz.
s Berlin. 17. 5. Ueber den Eimritt des
vertragslosen Zustandes zwischen Deutschland u.
der Schueiz schreibt die „Vossische Jeitung“:
Die von der deutschen Kemmission vorgeschlagene
Verständ: unge sormel war so entgegenlominend.
daß die Schweiz allen Grund hatte, sich
anf den Voden des dentschen Vorschlages zu
sielien. Die Formel bestand nämlich darin, daß
für den Fal, daß Frankreich tatsächlich 85 voin
Hundert der von ihm zugefagten 05 000 Tonnen
Kohle monatlich liesern mürde, wir auf die
Aussichlt genommene Kolllensontrolle in Bezug
auf da; Verbällni: der Schweiz iuu Frankreich
Verzicht leisten wolllten. Dobei bestanden
von vornherein Zweifel. o Krankreich über
haupt in der Lage sein werde, sein Lieferungsversprechen
einzulösen. Wir werden bis zum
21. Mai abwarten und dann erft endgullige
Maßnahmen tressen Bis dah. n soll. ungeachtet
des vertragslosen Zullandes, jede Schärfe ge
gen die Schwe 3 vermieden wer Sden.
Banerischer Landiag.
Aue dem Steuerausschuß.
Mü uchen, 17. 5. Im Ste eneranolchuß der
Abgeordnetenkammer leantragten die Se ziade
molraten Stenerfreileit für die Witmen- und
Waitenenten. Kriege te gelder u. Renten aus
bfserllichen Mitleln. Ginau zminister von Vreunig
begrüßte es zwar ungemem *# -Jur ait iisch. menn
man derer gedente, die so groß: (Oyfer iür das
Baterland gebracht halen. Eine algemeine
Steurrbefreung sel aber nicht gebolen, weil Witwen-
und Waisenrenten an Arme mueie verlielen
werden. Außerdem machte der Miniisler
noch andere Bedenken geltend, slellie aber in
Aussicht. daß auf dem Verordnungewege Härten
ausgeglichen werden. Mit Rücksicht auf diese Erllärung
unrde der sozialdemok ratische Antrag
zuräckgezogen.
in
ten schlängelt sich glänzend der Inn. Weit hinaus
können wir ihn verfolgen und er Finschoindet
unferm Blick erst zwischen den Sandwänden des
Wasserburger Beckens, die als markant grellgelbe
Flecken aus der dunllen Wald-Felder-Wiesenlandschaft
hervortreten. An hellen Tagen
reicht der Blick bis in die Haager Gegend. Zu
unsern Füßen liegt Rosenheim am breiten weißen
Junband, östlicher der langgestreckte Simsee, umsäumt
von dunllen Waldstrichen. In sansten
Wellen steigt das Hügelland“ gegen unser Bergmassiv.
Gegen Osten dehnen sich in weiter Fläche
die himmelblauen Wasser des bayerischen Meerer
und wie kleine Flecken i in einem llaren Spiegel, so
liegen die drei Inseln darin. Im Osten beengt
den Rundblick etwas die Kampenwand, doch chübersieht
man fast die gesamten Gesilde des Chiemgaues.
Südwärts taucht das trunkene. Auge in
eine Welt voll Licht und Glanz. Aus der Tiefe
grüßt das sich verengende Jnntal mit Kufnee
und der Feste Geroldseck, zahmer undlilder Kaiser
und wo der Horizont in ein duftiges Blau
übergeht, leuchten im Sonnenglast die Firnfelder
des Grosglockners und Großrenedcheln an
vermag sich kaum abzuwenden von all dieser
Pracht. Den Augen tut's fast weh, wenn man
westwärts schaut in die ruhige Schönheit des
Inntales, zu den blauen Waldbergen im Dunst
des Bergvorlandes: Wendel-, Breiten-, Brünnstein,
Hiuberg und Kranzhorn lauter siebe, alle
Bekannte.
Friede hoch über der Welt, der Wirklichkeit.
Und seltsam eigen wird einem zu Mute, wenn
merhütte aue der Blick nach allenSeiten. Tief un-
Sonntag, 19. Mai 1918
Rünchener Neuigloten.
Leichenfund. Freitag früh wurde aus dem
Numphenburger Kanal beim Eiswerk die Leiheeiner
etwa 30 Jahre allen, noch unbekanmen
Frau geborgen, die jedenfalls schon Sonntag
den Tod im Wasser gesucht haben Hpürfte, weil
man um diese Zeit einen Frauenhut aus dem
Wasser sischte.
Verhaftete Einbrecher. Von der Münchener
Polizei wurden zuei gefährliche Einbrecher
sestgenommen, die in der Umgebung Stuttgarlo
verschiedene Einbrüche in Arbeiterwohnungen verübt
hatten. Die Veute hatten sie n verschiedenen
Stuttgarter Gaststätten verlaust und waren
dam nach München gesahren. "
Ve##erische Nachrichten.
Tödlicher Unfall. Beim Langkolzaden
in Schrobenhausen brach ein Arm des Kranen?
und siel dem Gütler Klemens Groß von (Edelsliausen
auf den Kopf. Die Schädeldecke wurde:
Lertrummert, und es trat nach einigen (Stunden
der Tod ein.
A#us dem Zug gesprungen. Bei ver
Zamdorser Eisenbahn-Unterfahrt sprang eine
noch unbelannte Frau aus dem Lisenbab ½3'19
und blieb tot liegen.
Zur Bürgermeisterwahl. Von der K.
Kreioregierung traf nun eine Entschliesung, cin,
monach die Regierung beschlossen hal: „es sei für
die Stadt Passau an Stelle desenden ähwitan
getretenen Bürgermeisterom Muggenthaler wieder
ein rechtslundi ger Bürgermei#ler zu mählen“.
Unfall. In Schöllang bei Sonthofen scheute
Lis Pferd eines Baumfuhrwerkes, wobei
der 42 Jahre alte Dientlnecht Martin Vogler
von Ruba so unglücklich unter den Wagen geriet,
daß er an den schweren Verletzungen Klarb.
Malzschieber. Dse Straflammer Bamberg
verurteilte den Agenten Burlart von Mürnberg.
früheren Vrauerei#itzer in Bamberg, wegen
Malzschieberei zu 10 180 Mark. Die Ueber
tretungen geben bis Ollober 1915 zurück.
Phantasiepreise für Pfalzuein.
Bei dem kürzlichen Weinausgebot aus den Weingärten
von Kommerzi enrat Cowein in Bad Dürklicim
murden bie jetzt unerreichte Preise. erzielt.
II. a. loneten 100 Liter 1917er Weißmein (Deideoheimer
Mihte) 17 300 Mk. (Spielberg An?-lese)
19100 Ml.. Leinhöl## Edelbeer-Auolese
58800 uo 61 500 Mark. Der eenssterle für
40 Fuder stellte sich ausf über 600 000 Mark.
Ausgrabungen. Auf #i dem hiftorischen Gelände
der Marienbeiner Fur (Zweibrücken),
nerden zur Zeit durch das Stadtbauamt inleressante
Ausgrabungsarbeiten vorgenommen,
wo frül er das Kloiler der Reucrinnen geslander
batle. Durch die Ausgralungen wurden
Spuren eines Geleimganges aufgedeckt, der be--
im Miltelalter erwähnt wird.
3 2
Sgreriizes Gerlan.
Stephanskirchen, 18. 5. Ein Held.
Trotz einer am 31. Juli 1917 bei Hooge durch
Verschüttung erl ttenen. sehr scemerzha ten Vreiurg
brachte Insanierist Anton Liedl der J.
Koinpagnie Reservr= Jufanterie A#giments Nr.
17. Vildlhzauer von Slephanslir chen. B.-A. No
senheim. lahrend des englischen Angrifis am
gieichen Tage freiwillig fünfmal wichtige Mel
dungen von der Kampflinie durch das feindliche
Maschinengewehr und Geschlitfener zur Beseh!l:-stelle.
wobei er, flal! sich der von einem Lauf
graben gebotenen Deckung zu bedienen, den geraden
Weg uber das Trichterfeld wahrte, un
rascher ans Ziel zu gelangen. (Silberne Taet
Medaille.)
man im Flachland, maieirätisch gegen den Thiemsee
ziehend, den großen, slarren, surrenden Vogel
erblidt. Wie leicht und frei er dahingleitet, in
die Wollen taucht, durch das Blausschwimmt und
darin verschuindet! Wie schwersällig man sich
fühlt als Erdenwurm, der so am Grunde tlebt!!
Und noch eines: Der Südwind trägt deutlich ein
dumpfes Grollen an unser Ohr, fan taltmäßig.
Wir ahnen: Dort unten im Süden ein neuer
Kampf auf Leben und Tod, um Sein oder Nichtsein,
unsere Brürer im Streit gegen den Eroberer
und wir Dier oben im geruhsamen Genh.
Euch da unten, euch danken wir ihn. Und ihr da
unten denkt mit und: Heimalerde, Bayerland, 7%
berlich, groß und mächtig mußt du sein und bie
en!
—
Humorifttsches.
Unblutiges aus dem Kriege. Im
Wald begegnen mr unlängst zwei Och en- Fuhr.
werlke. Ich frage den Lenker des ersten Wagens
nach dem Wege. Verständnisvolles Anglotzen.
Sein Gesährte, ein etwa 14jähriger Junge, gibt
mir rasch Aufschluß und setzt hirzu: „Das is#.
unser russischer Gefangener. In den zwei Jahren,
die er bei uns i, hat er noch kein Wort
deutsch sprechen gelernt, aber unsere Ochsem# verstehen
jetzt schon russisch.“
Soust ging es nich t. Junger Ehemann:
Aber nicht wabe, Cuilie, ich binde es dir
streng auf die Seele, GHahb die Sache bis Sonntag
tieses Geheimnis bleibl! Frau (für sich):
Gott sei Dank- daß unser Wochentranhhen
schon gestern war!